Letzter Bunker wird abgebrochen

Die Häuserkampferanlage der Armee aus dem Kalten Krieg ist Geschichte. Ab Montag wird der letzte Bunker auf der Luzerner Allmend abgebrochen, teilt die Stadt Luzern mit. Die Arbeiten dauern bis zirka Mitte der Woche.

Auf den ursprünglich geplanten Umbau in eine «Lernburg» wird verzichtet. Die Stadt Luzern und die Pädagogische Hochschule wollten damit den Natur- und Erholungsraum auf der Allmend aufwerten.

Verzicht aus Kostengründen

Erst im Herbst dieses Jahr sei die Umnutzungsbewilligung vorgelegen. Gemäss Mitteilung der Stadt hat man eine Evaluation vorgenommen, die zu einem negativen Schluss kam. Einerseits aus Kostengründen. Die Investitionskosten bezifferten sich auf 170’000 Franken. Der Bunker sei durch Vandalismus in einem schlechten Zustand, die nötigen Unterhaltskosten wären zu hoch, schreibt die Stadt.

Andererseits hätten sich die pädagogischen Anforderungen verändert. Eine Umfrage bei Lehrpersonen habe ergeben, dass es ein Bedürfnis nach begleiteten Unterrichtseinheiten bestehe. Dieser zusätzliche Betreuungsaufwand könne durch die PH Luzern in der momentanen finanziellen Situation nicht geleistet werden.

Trotz des Verzichts auf die «Lernburg» soll an einem naturpädagogischen Angebot für Schulklassen auf der Allmend festgehalten werden. Auf der Basis bereits erarbeiteter Unterrichtsmodule und unter Ausnützung möglicher Synergien mit dem geplanten Naturerlebnisrundweg im Bereich der ehemaligen Schiessplätze soll 2016 eine konzeptionelle Überarbeitung stattfinden, teilt die Stadt Luzern weiter mit.

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