Jahresrechnung besser als erwartet

Die Gemeinde Baar schliesst ihre Jahresrechnung 2013 mit einem Defizit ab. Dieses fällt aber geringer aus als erwartet. Die Laufende Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 140,2 Millionen und einem Ertrag von 149,0 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 8,8 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 10,5 Millionen. Es sei erfreulich, dass der Gesamtaufwand der Laufenden Rechnung unter dem Budget liege, teilt die Gemeinde Baar mit. Bei den Steuererträgen nahm man 17,4 Millionen mehr ein, das hatte die Gemeinde nicht erwartet.

Steuererträge

«Mehrere im Budget nicht vorhersehbare Tatbestände haben die Einkommen Natürlicher Personen derart stark beeinflusst, dass das Ergebnis 2013 deutlich besser abschliesst», teilt die Gemeinde Baar mit. Die Einkommenssteuererträge fielen über 20 Prozent höher aus als budgetiert und die Steuern aus den Vorjahren haben sich mehr als verdoppelt. Die Grundstückgewinnsteuern (plus 3,2 Mio.) sowie die zusätzlichen Sollsteuern Juristischer Personen aus früheren Jahren (plus 2,8 Mio.), haben das Gesamtergebnis zusätzlich positiv beeinflusst, so die Gemeinde.

Kosten unterschritten

Die Kosten wurden um 4,3 Millionen des Gesamtaufwandes unterschritten. Die Gemeinde hat eine budgetierte Zahlung an die Stiftung Pflegezentrum Baar noch nicht geleistet, weil sich der Baubeginn des Pflegezentrums II verzögerte. Aus diesem Grund und wegen anderer noch nicht realisierter Projekte hätten sich tiefere Abschreibungen von insgesamt 2,6 Millionen Franken ergeben.

Gegenüber dem Budget kumulierten sich Kostenunterschreitungen von insgesamt 1,6 Millionen beim Sachaufwand. Dies, weil laut Finanzvorstand verschiedene Vorhaben verschoben wurden und die Verwaltung sich sehr haushälterisch verhalten habe. Das freiwillig initiierte Kostenoptimierungsprogramm des Gemeinderates zeige erste, erfreuliche Resultate. Der optimierte Budgetprozess und eine restriktive Kostenkontrolle hätten weitere Abweichungen weitgehend verhindert.

Sämtliche Investitionen selbst finanziert

Der Selbstfinanzierungsgrad in Baar liegt bei 202,9 Prozent. Dieser weise darauf hin, dass die ohnehin sehr tiefe Verschuldung weiterhin abnehme. Sämtliche Investitionen konnten dank des unerwartet hohen Ertragsüberschusses selbst finannziert werden, so die Gemeinde.

«Hervorragende Bilanz»

Das Finanzvermögen nahm im Berichtsjahr um 2,1 Millionen auf 153,3 Millionen leicht ab. 80 Prozent der Aktiven sind Positionen innerhalb des Finanzvermögens. Das Verwaltungsvermögen sei deutlich unter dem Wert bilanziert, weil während mehrerer Jahre die Ertragsüberschüsse für zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen verwendet wurden. Daher betrage dieses heute nur noch 20 Prozent der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital habe dank des Ertragsüberschusses um 6,4 Millionen Franken zugenommen. Es macht neu 81,1 Prozent der Bilanzsumme aus. Dazu sagt die Gemeinde, dass die hohe Eigenkapitalquote Ausdruck einer «gesunden», beziehungsweise hervorragenden Bilanzstruktur sei.

Die Gemeindefinanzen in der Zukunft

Die Gemeinde Baar ist mit ihrem Haushalt durchwegs zufrieden. Ein Rückblick über die letzten zehn Jahre belege den haushälterischen Mitteleinsatz und den massvollen Umgang mit den ge­meindlichen Ressourcen. Anzeichen von massiven Aufwand­stei­ge­rungen seien nicht vorhanden, auch nicht im Personalbereich. Die Gemeinde Baar sei auch im innerkantonalen Ver­gleich gut positioniert. «Sie gibt netto pro Einwohner weniger als der Durch­schnitt einer Zuger Gemeinde aus, obwohl auch Baar erhebliche Zent­rums­lasten zu tragen hat», schreibt die Gemeinde in der Medienmitteilung. Sie geht auch in den kommenden Jahren von Defiziten aus.

Die Gemeinde verfüge nach wie vor über solide Reserven und «dank dieser guten Ausgangslage ist die Gemeinde Baar weiterhin bestrebt, für Personen und Firmen attraktiv zu bleiben, berechenbar und innovativ, sowie den tiefen Steuerfuss mittelfristig, das heisst für mindestens 3 bis 5 Jahre, zu garantieren.»

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