Horw saniert Trinkwasseranlage

55 Jahre alt ist die Anlage TWA Grämlis, jetzt wird es Zeit für eine Sanierung. Die Gemeinde rechnet mit neuen Mikro-Verunreinigungen im Wasser und will rechtzeitig auf neue Technologien setzen.

Die Gemeinde Horw will die Trinkwasser-Aufbereitungsanlage TWA Grämlis für rund 11,45 Millionen Franken sanieren. Mit der 2. Etappe soll das gesamte System des Horwer Seewasserwerks auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht werden. Die Realisierung des Projekts sichere der Gemeinde Horw eine langfristige Lösung für die Herstellung von einwandfreiem Trinkwasser, schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung.

Das Seewasser wird mittels einer Förderleitung vom Vierwaldstättersee in die Trinkwasser- Aufbereitungsanlage (TWA) Grämlis hochgepumpt, wo es gereinigt und zu Trinkwasser verarbeitet wird. In einer 1. Etappe im Jahr 2007 wurden das unterirdische Seewasserpumpwerk, die Seeleitung und die Förderleitung neu gebaut. Mit dem vorliegenden Projekt soll nun in einer 2. Etappe die Trinkwasser-Aufbereitungsanlage (TWA) Grämlis umgebaut und saniert werden.

Die Technik der TWA Grämlis stammt aus den 1960er Jahren. Wesentliche Anlageteile haben die Lebensdauer erreicht oder überschritten. Mit der Sanierung werde die Sicherheit erhöht und die Qualität verbessert, schreibt die Gemeinde. Die Anlage soll umfassend modernisiert und dem heutigen Stand der Technik angepasst werden.

Neues Reinigungsverfahren

Heute wird das Seewasser in einem Aktivkohle- und Sandfilter zu Trinkwasser aufbereitet. In Zukunft muss mit neuen Mikro-Verunreinigungen oder Rückständen im Wasser gerechnet werden. Zudem wird es immer anspruchsvoller, neue Materialien, Medikamente oder chemische Stoffe aus dem Seewasser zu filtern. Mit dem Ausbau sollen die Risiken einer hygienischen und stofflichen Beeinträchtigung auch künftig nachhaltig reduziert werden. Die zukünftige Aufbereitung des Seewassers aus dem Vierwaldstättersee erfolgt als Multi- Barrieren-System.

Das bisherige Gebäude und die unterirdischen Reservoir-Anlagen aus dem Jahr 1963 werden saniert und mit einem Anbau mit einer neuen Aufbereitungskette erweitert. Mit der Realisierung des Projekts könne die Gemeinde Horw weiterhin einwandfreies Trinkwasser produzieren und die Bevölkerung für weitere 30 bis 40 Jahre mit eigenem Trinkwasser versorgen.

Per Ende 2014 betrugen die finanziellen Reserven der Wasserversorgung rund 11 Millionen Franken. Angesichts des langen zeitlichen Horizonts bis ins Jahr 2050 und des hohen Nutzens relativiere sich die Höhe des Kredits, so die Gemeinde. Das neue Reinigungssystem garantiere auch in Zukunft eine einwandfreie Wasserqualität

Am 18. Juni 2015 entscheidet der Einwohnerrat über den Kredit zulasten der Investitionsrechnung in der Höhe von 11,45 Millionen Franken; voraussichtlich Mitte Oktober stimmt die Bevölkerung über den Bericht und Antrag ab. Bei einer Zustimmung soll 2017 mit den Arbeiten begonnen werden. Etwa 2019 dürfte die um- und ausgebaute TWA Grämlis den Betrieb aufnehmen. Pro Tag werden bereits heute rund 3500 Kubikmeter Trinkwasser hergestellt, jede Privatperson verbraucht durchschnittlich 160 Liter pro Tag.

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