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Neues Label «Retour aus Sources»

Aldi testet Super-Bio-Label mit Luzerner Milch

Bio-Produkte werden immer beliebter. Aldi Suisse will jetzt einen neuen Standard setzen und Bio-Suisse überholen. (Bild: Astrid Burri)

Der Discounter Aldi testet ein neues Bio-Label in der Schweiz. Die Milch bezieht er von Luzerner Bauernhöfen. Damit will er das etablierte Bio-Suisse Label überbieten.

Im Schweizer Bio-Markt könnte es bald einen neuen Massstab geben. Neben den etablierten Labels «Bio Suisse» und «IP Suisse» testet der Discounter «Aldi» derzeit sein eigenes Bio Label und will damit die Messlatte noch höher legen.

«Retour aux Sources» – zu Deutsch: Zurück zu dem Ursprung – heisst das Label, mit dem der Discounter seine besonders nachhaltigen Produkte kennzeichnet. Die ersten 24 Produkte sind seit drei Monaten bei «Aldi» erhältlich. Damit will der Lebensmittelhändler besonders bei Milchprodukten einen Unterschied machen.

Antibiotikafreie Milch aus Luzern

Der grösste Unterschied zu Bio Suisse besteht bei der Milchproduktion. Denn unter dem neuen Label soll nur noch Milch mit NOP-Anerkennung verkauft werden. NOP steht für National Organic Program. Das US-amerikanische Zertifizierungsprogramm verbietet den Einsatz von Antibiotika.

Das Bio Suisse-Label grenzt den Einsatz von Antibiotika bereits streng ein. Im Grunde sollen gar keine Antibiotika verwendet werden. Erlaubt sind aber drei Behandlungen pro Kalenderjahr, wenn diese unumgänglich sind. Bei Tieren unter einem Jahr ist eine Behandlung erlaubt. Die Milch wird zudem stärker als gewöhnlich auf Medikamentenrückstände untersucht.

Beim Label «Retour aux Sources» kann zur Behandlung von bakteriellen Krankheiten zwar Antibiotika eingesetzt werden. Allerdings verliert die Milch des Tiers den Status, antibiotikafreie Milch zu produzieren. Die Milchbetriebe, die für das Label produzieren, stehen in den Kantonen Luzern und Aargau.

Die Gesundheit der Tiere steht über allem

Die Tiere sollen aber auch sonst möglichst gesund leben und aufwachsen. Beim Futter ist ausschliesslich Schweizer Bio-Futter erlaubt, auf Kraftfutter und Soja muss verzichtet werden. Obligatorisch ist auch Weide- und Laufstallhaltung sowie ein Aufzuchtprogramm für Kälber. Und zuletzt heisst es, dass die Produkte bis zu den Höfen rückverfolgt werden können.

Aldi Suisse arbeitet derzeit mit rund 180 Bio-Höfen in der Schweiz zusammen, wie die das «Bündner Tagblatt» schreibt. Neben den Milchbetrieben in den Kantonen Luzern und Aargau, produzieren Bündner Betrieben Eier und Fleischprodukte.

Verwendete Quellen
  • Bericht aus dem «Bündner Tagblatt»
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