Leere Betten: Altersheime in Luzern geraten in Schieflage
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Eingeschränktes Besuchsrecht: Derzeit warten Senioren lieber zu, statt ins Heim zu gehen. (Bild: Adobe Stock)

Neue Bewohner bleiben daheim Leere Betten: Altersheime in Luzern geraten in Schieflage

1 min Lesezeit 1 Kommentar 16.03.2021, 07:31 Uhr

In Alters- und Pflegeheimen im Kanton Luzern sind derzeit viele Betten leer. Zum einen, weil Bewohner verstorben sind und zum anderen, weil neue Bewohner wegen Corona vorerst nicht ins Heim ziehen wollen.

Leere Betten in einem Alters- oder Pflegeheim gehen ins Geld. Gemäss Christian Arnold, Präsident Curaviva Luzern, kostet ein unbesetztes Bett rund 90’000 Franken pro Jahr. Bei vielen leeren Betten könne das ein Heim schnell in eine finanzielle Schieflage bringen, wie er gegenüber dem «Regionaljournal» erklärte. «Das ist ein Problem, das in den nächsten Wochen auf uns zukommen wird.» Darum geht Arnold davon aus, dass sich die Gemeinden bald mit der Thematik beschäftigen und finanziell aushelfen müssen.

Aber warum bleiben die Betten überhaupt leer? Das hat gemäss «Regionaljournal» zwei Gründe. Einerseits seien in den vergangenen Monaten Bewohnerinnen verstorben, andererseits sorgt das Coronavirus für eine grosse Zurückhaltung bei künftigen Bewohnern. Dies, weil sie vorerst lieber daheim bleiben möchten, statt sich in ein Heim zu begeben, wo ihre Besuchsrechte eingeschränkt seien.

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1 Kommentare
  1. Roli Greter, 16.03.2021, 13:32 Uhr

    Bei Besuchsverbot, Isolierung und teilweisen Zwangsimpfungen ist es nicht verwunderlich dass unsere älteren Mitmenschen solche Orte meiden. Die meisten wollen ihren Lebensabend doch genau damit verbringen, Ihre Liebsten in die Arme zu nehmen.

    Wenn weiterhin solch einschneidende Massnahmen vorherrschen wäre es an der Zeit über eine Unterstützungsförderung für Angehörige nachzudenken.

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