«Sein» Pausenplatz in Luzern wird eröffnet

Wo du (vielleicht) bald ein Selfie mit Roger Federer machen kannst

Roger Federer war in Emmen – ob er auch nach Luzern kommt, ist unklar. (Bild: Roger Federer Foundation/Marcel Grubenmann)

Die Stiftung von Weltstar Roger Federer finanziert neue Pausenplätze in «sozioökonomisch benachteiligten Quartieren». Offenbar zählt da der Maihof in der Stadt Luzern dazu. Nun hofft die Schule auf prominenten Besuch.

Roger Federer hat der Gemeinde Emmen am Samstag einen Überraschungsbesuch abgestattet (zentralplus berichtete). Er weihte einen neuen Spielplatz beim Schulhaus Dorf ein. Die Begeisterung war gross – vor allem bei den Kindern.

Jetzt stellt sich heraus, dass der Tennisstar auch dem Maihhofquartier einen neuen Pausenplatz spendiert. Neben 4'300 Spielplätzen in Malawi, Namibia, Sambia und Simbabwe finanziert die Roger Federer Foundation auch an 31 Schweizer Schulen in «sozioökonomisch benachteiligten Quartieren» einen naturnahen Spiel- und Pausenplatz, wie es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern heisst.

Benachteiligtes Quartier? Eher nicht

Warum da das Maihofquartier dazugehören soll – ruhig und nahe beim Naherholungsgebiet Rotsee gelegen – wird in der Mitteilung nicht erklärt. «Ich habe auch gestaunt, dass wir berücksichtigt wurden», sagt Schulleiterin Ursina Accola auf Anfrage von zentralplus.

Die Schule habe sich erst gar nicht um die Gelder beworben, weil aus ihrer Sicht das Kriterium der Benachteiligung nicht erfüllt sei. «Die Organisation hat dann aber nochmals explizit nachgefragt – und schlussendlich hat es tatsächlich geklappt», freut sich Accola.

60'000 Franken für Wildbienengarten und Spielwiese

Im Quartier gibt es einige Strassenzüge mit wenig Freiräumen. Beispielsweise an der Zürichstrasse. «Für Familien, die dort wohnen, ist der Maihof-Pausenplatz ein wichtiger Treffpunkt», sagt Ursina Accola. Und künftig nehme die Bedeutung wohl noch zu. «Wir freuen uns extrem darauf, wenn die Abschrankungen nächste Woche entfernt werden können», so die Schulleiterin.

60'000 Franken wurden eingesetzt, um einen Wildbienengarten einzurichten, die Spielwiese zu vergrössern, Bäume zu pflanzen sowie eine Sitzgelegenheit und zwei neue Spielgeräte zu bauen. Schülerinnen und Lehrer konnten über die Gestaltung mitbestimmen und bei der Umsetzung mithelfen.

Schulleiterin hofft auf prominenten Gast

Eröffnet wird der neue Pausenplatz am 29. Juni um 17 Uhr. Ob Roger Federer dabei sein wird, steht in der Medienmitteilung nicht. «Wir würden uns natürlich sehr freuen und hoffen darauf», sagt dazu Schulleiterin Ursina Accola. Von Seiten der Stiftung hiess es, der Tennis-Star werde sicher bei einer der Pausenplatzeröffnungen dabei sein. «Da er am Wochenende schon in Emmen war, ist die Wahrscheinlichkeit natürlich klein, dass er auch zu uns kommt», sagt Accola. Aber noch habe sie die Hoffnung nicht ganz aufgegeben.

Albert Koechlin Stiftung finanziert Klimaoase

Die Albert Koechlin Stiftung (AKS) hat der Stadt Luzern eine schattenspendende Klimaoase geschenkt. Die naturnahe Gestaltung des Pausenplatzes Maihof bot der Albert Koechlin Stiftung die Gelegenheit, die Klimaoase für die Stadt Luzern in den Maihof zu vergeben und das Projekt zusätzlich mit einem Beitrag an die Bepflanzung zu unterstützen. Ein weiterer Beitrag für die naturnahe Umgestaltung des Pausenplatzes stammt vom Förderverein Luzerner Volksschulen.

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Stadt Luzern
  • Projektwebsite der Stiftung
  • Telefonat mit Ursina Accola
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