Freestyle-Halle: Nun fehlt nur noch die Baubewilligung
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Marut Kiatprasert ist zuversichtlich, dass hier bald eine Freestyle-Halle gebaut wird. (Bild: wme)

Crowdfunding für Baarer Projekt erfolgreich Freestyle-Halle: Nun fehlt nur noch die Baubewilligung

4 min Lesezeit 13.07.2018, 13:04 Uhr

Um das Budget für die Freestyle-Halle auf dem Baarer Spinniareal zusammenzubekommen, lancierte die IG Freestyle-Halle Zug eine Crowdfunding-Kampagne. Diese verlief sehr erfolgreich. Doch bis mit dem Bau begonnen werden kann, gibt es immer noch eine Hürde zu überspringen.

Eine Freestyle-Halle, wie sie in der Zentralschweiz ihresgleichen sucht – genau das soll bekanntlich auf dem Spinniareal in Baar entstehen. So weit so gut. Doch damit das Portemonnaie des für das Projekt zuständigen Vereins IG Freestyle-Halle Zug auch dick genug ist, um die Halle realisieren zu können, wurde eine Crowdfunding-Aktion lanciert (zentralplus berichtete).

Vor rund einem Monat ging die Aktion auf der Crowdfunding-Plattform «I believe in you», die auf Sportprojekte spezialisiert ist, zu Ende. Resultat: Der Zielbetrag von 15’000 Franken wurde übertroffen: Insgesamt 21’500 Franken konnte die IG Freestyle dank den rund 90 Unterstützern sammeln.

Grosser Aufwand für Crowdfunding

Doch Marut Kiatprasert, Präsident der IG Freestyle-Halle Zug, betont: «Von diesem Betrag muss man noch insgesamt elf Prozent abziehen, unter anderem für die Administrationskosten.»

«Wir hoffen, dass wir die Bewilligung noch diesen Monat erhalten. Anschliessend beginnen wir sofort mit dem Bau.»

Marut Kiatprasert, Präsident IG Freestyle-Halle Zug

Kiatprasert zeigt sich mehr als zufrieden, wie die Crowdfunding-Aktion verlaufen ist. Aber er sagt auch: «Ich hätte nicht gedacht, dass der Aufwand dafür so gross sein würde. Bis alles läuft und koordiniert ist, dauert es eine ganze Weile.» Zudem habe man das Projekt in den sozialen Medien pushen müssen.

«Wir waren sehr froh, dass ‹I believe in you› uns einen Leitfaden zur Verfügung gestellt hat, da es für uns das erste Crowdfunding-Projekt war», erzählt der 25-Jährige. Die Anleitung hätten sie dann im Vorstand auf ihr Projekt umgemünzt.

Soziale Medien bringen Gönner

Vor allem zu Beginn der Crowdfunding-Aktion seien die meisten Unterstützer aus dem Umfeld gekommen. Auch Marut selbst trug 200 Franken dazu bei. Doch mit der Zeit seien auch immer mehr Gönner dazugekommen, die er und seine Kollegen nicht kannten.

So soll die Freestyle-Halle einmal werden.

So soll die Freestyle-Halle einmal werden.

(Bild: wme)

«Ich vermute, dass sie via Instagram und Facebook auf uns aufmerksam geworden sind», mutmasst der 25-Jährige. «Aber mit Sicherheit weiss ich es nicht, wie sie den Weg zu uns gefunden haben», sagt er lachend.

Sponsorengespräche laufen noch

Der Crowdfunding-Batzen bildet jedoch nur einen kleinen Teil im Budget der IG Freestyle-Halle Zug. Dieses soll im Minimum 150’000 Franken betragen. «Doch das Ziel sind 200’000 Franken, damit wir im Fall der Fälle noch Reserven besitzen», erklärt Kiatprasert.

Damit das Wunschbudget auch tatsächlich erreicht werden kann, laufen derzeit noch Gespräche mit potenziellen Sponsoren. Auch mit der Gemeinde Baar will der Vorstand noch zusammensitzen. Zudem werde man beim Sportlotteriefonds noch einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen. Doch dafür ist ein Baubewilligungsverfahren notwendig.

Abgesehen von den Gesprächen sind der IG-Freestyle-Truppe momentan die Hände gebunden. Denn ohne Baubewilligung bleibt der Keller auf dem Spinniareal vorerst so, wie er sich schon länger präsentiert – leer. «Wir hoffen, dass wir die Bewilligung noch diesen Monat erhalten. Anschliessend beginnen wir sofort mit dem Bau», sagt Marut.

Handwerker sind gefragt

Ob das ambitionierte Ziel, die Freestyle-Halle im Oktober zu eröffnen, erreicht werden kann, hänge ganz vom Baugesuch ab. Es sei aber nach wie vor möglich.

«Für dieses Jahr ist aber ein ganz normaler Betrieb geplant. So, dass wir erste Events hoffentlich auf Anfang 2019 ansetzen können.»

Damit auch die Manpower passt, wurden alle Leute im Verein angefragt, wer zwischen August und Oktober Zeit hat, bei den Bauarbeiten Hand anzulegen. Vor allem die Handwerker unter ihnen sind gefragt.

Kiatprasert kann noch nicht sagen, wie viele Vereinsmitglieder zu Schrauber und Bohrer greifen werden. «Die Antworten, wer dabei sein wird, kommen nun erst langsam rein. Aber fünf bis zehn Mitglieder werden es auf jeden Fall sein», erklärt er.

Architekten stehen zur Seite

Neben seinen Mitgliedern kann der Verein auch auf professionelle Unterstützung zählen. Er wird von der Architekturfabrik und Abt Holzbau unterstützt. «Die Unternehmen kamen auf uns zu. Sie stehen für Fragen zur Verfügung und helfen uns vor allem in Bezug auf das Material», so Kiatprasert.

Marut Kiatprasert in der noch leeren Halle auf dem Lorzenareal in Baar.

Sobald die Baubewilligung vorliegt, soll die Halle ordentlich umgekrempelt werden.

(Bild: wme)

Die Freestyle-Halle wird nicht nur ein Spielplatz für Skater und Co. sein, sondern auch ein Café enthalten. Nachdem der Vorstand lange unentschlossen war, ob sie dafür junge, motivierte Leute wie Studenten einstellen oder den Bereich ausmieten sollen, habe man sich zumindest vorerst für erstere Variante entschieden. «Wir schauen, wie es läuft. Wenn der Betrieb durch die Decke gehen sollte, können wir ihn immer noch ausmieten», sagt Marut.

Werden auch Wettkämpfe stattfinden?

Der IG Freestyle mangelt es nicht an Ideen, was sie in der Halle zukünftig alles anbieten könnte. Die Rede ist unter anderem von Konzerten, Skate- und Parkourkursen. Doch das ist vorerst Zukunftsmusik, wie Marut betont. «Es ist noch offen, wann wir was anbieten können. Für dieses Jahr ist aber ein ganz normaler Betrieb geplant. So, dass wir erste Events hoffentlich auf Anfang 2019 ansetzen können.»

Für die fernere Zukunft träumt Marut Kiatprasert zudem von alljährlichen Skate- und Parkourwettkämpfen in der Halle. «Solche Freestyle-Contests sind eher rar gesät in der Region.»

Die IG-Freestyle-Truppe bedankt sich artig für die Unterstützung:

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