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Die Ruhe nach dem Sturm
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Morgens um 9 Uhr wollen bereits mehr Menschen weg von Zug als umgekehrt. (Bild: wia)

ESAF: Volle Züge, leere Stadt Die Ruhe nach dem Sturm

3 min Lesezeit 24.08.2019, 11:35 Uhr

Schwing-unfreudige Zuger haben sich zu Unrecht vor den Menschenmassen während des ESAF gefürchtet. Am Vormittag ist alles verhältnismässig ruhig in der Innenstadt. Wenige Stunden davor sah es allerdings noch ganz anders aus.

Während nur wenige hundert Meter entfernt die grösste temporäre Arena der Welt brechend voll ist, spürt man im Stadtzentrum kaum etwas davon. Um 9 Uhr morgens sind es mehr Leute, welche die Stadt Zug verlassen, als solche, die sie besuchen. Es sind wohl einige darunter, die überhaupt nichts mit dem ganzen Schwingerzirkus anfangen können und darum flüchten.

Hoselupf

Die Securitas-Arbeiter, die in der Bahnunterführung stationiert sind, scheinen leicht gelangweilt. Aber auch entspannt. «Klar, heute morgen war der Ansturm hier riesig», sagt einer von ihnen. «Aber zu tun gab es für uns nur wenig. Jeder Hundertste etwa hat uns nach dem Weg gefragt. Das war’s dann auch. Alles ging sehr gesittet zu und her.»

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9 Uhr morgens: Von einem Andrang ist kaum mehr etwas zu spüren.

Die Bahnpolizei erzählt Ähnliches. «Wie zu erwarten war, hatten wir heute morgen zwar volle Züge, doch waren alle sehr freundlich und ruhig.» Einzig einen Sanitätsfall habe es gegeben.

Übervolle Züge im Morgengrauen

Für die Schwingfans dürfte die Anreise nicht nur gemütlich gewesen sein. So seien die Züge teilweise übervoll gewesen, sagen einige Frühaufsteher.

«Wir waren mit der maximal möglichen Anzahl Extrazüge im Einsatz.»

Reto Schärli, SBB-Mediensprecher

SBB-Mediensprecher Reto Schärli bestätigt, dass es bei der Bahn zu Wartezeiten gekommen sei bei den ESAF-Anreisenden. «Wir waren mit der maximal möglichen Anzahl Extrazüge im Einsatz.» Will heissen: Mehr Züge hätten auf den Schienen nicht Platz gehabt. Zudem seien die Kompositionen des normalen Fahrplans zusätzlich verlängert worden. «Trotzdem kam es teilweise zu Wartezeiten und zu Verspätungen im Minutenbereich.»

Auf dem Hauptparkplatz ist alles übersichtlich

Weniger Dichtestress gab es beim Hauptparkplatz des ESAF in der Chollermühle. Die Helfer erklären: «Auch in den frühen Morgenstunden war alles ziemlich überschaubar.» Tatsächlich ist der designierte Parkplatz noch halb leer. Alle paar Minuten kommt mal wieder ein Auto an. «Die Leute scheinen sich also tatsächlich an die dringende Bitte des Organisationskomitees zu halten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen», so eine andere Helferin.

Vielleicht sind es auch die Parkgebühren, welche die Schwingfans abhält, ihr Auto hier abzustellen.

Bewegt man sich während der Morgenstunden durch Zug, zeigt sich ein ungewohntes Bild. Die Gegend um den Bahnhof wurde für den Verkehr gesperrt, doch auch dort, wo man theoretisch fahren dürfte, ist wenig los.

Öffentliche Plätze werden kaum besucht. Ein Beispiel: In der Badi Brüggli herrscht morgens um 10 Uhr gähnende Leere.

Gähnende Leere im Brüggli.

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