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«Rock of Ages» – der Musical- Broadway-Smash-Hit erstmals in der Schweiz
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Rock of Ages. (Bild: zvg)

Mitreissend, frech, sexy: Die kultigste Rockmusik einer Epoche «Rock of Ages» – der Musical- Broadway-Smash-Hit erstmals in der Schweiz

4 min Lesezeit 12.09.2019, 08:46 Uhr

Über 2’300 Vorstellungen begeisterten New York, eine der 30. erfolgreichsten Shows am Broadway ever. Jetzt schwappt das Rock-Fieber nach Europa über. Le Théâtre inszeniert die Schweizer Premiere mit deutschen Dialogen. Im Gespräch mit Irène Straub vom Le Théâtre.

Irène Straub, warum wollte Le Théâtre unbedingt diese Schweizer Erstaufführung?

«Rock of Ages» ist von der Ouvertüre bis zum Schlussapplaus konsequent hochklassiges, mitreissendes Entertainment. Keine Längen, kein triefendes Moralin, keine gesuchte Spannung. Pointiert zusammengefasst: Ein «ganz anderes» Musical!

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Was unterscheidet diese Show von anderen?

In den meisten Jukebox-Musicals, in denen eine neue Handlung mit bekannten Melodien unterlegt wird, herrscht eine Diskrepanz zwischen dem Anspruch der Musik und einer vielfach an den Haaren herbeigezogenen Story. Der Autor von «Rock of Ages» Chris D’Arienzo setzte von Anfang an die grossartige Rock-Musik in den Mittelpunkt und kreierte eine zu diesem Sound sich schlüssig ergebende Handlung.

Rock of Ages. (zvg)

So spielt das Ganze im Umfeld der Rockstars. Lange Haare, enge Hosen, grosse Klappe, aber eigentlich «liebi Sieche». Ab der ersten Zeile ist zünftig Humor im Spiel; eine herrliche Milieu-Karikatur.

Ein Musical braucht doch eine Liebesgeschichte?

Haben wir auch bei «Rock of Ages», aber nicht den üblichen Schmalz mit gesuchter Tragik, sondern eine Liebesgeschichte, durchdrungen von jugendlicher, frecher Leichtigkeit. Wir erleben das Landmädel Sherrie (gespielt von Jessica Lapp) in der Grossstadt L. A., wo sie mitten in die Wirren um die Schliessung eines In-Rocklokals gerät. Keine Bange, es gibt ein Happy End für alle.

Das Ganze spielt in den Achtzigerjahren …

was viel Witz generiert, waren doch die Benimmregeln in der Zeit aus heutiger Sicht, sagen wir mal, ziemlich originell. Die Achtziger werden in «Rock of Ages» mit liebevollem Augenzwinkern genussreich durch den Kakao gezogen.

Irène Straub ist begeistert von der Musik von «Rock of Ages». (Bild: zvg)

Die Musik ist beinahe die Komplettsammlung der grössten Rock-Formationen der Achtziger. Fehlt jemand?

AC/DC (lacht)! Ansonsten sind sie alle da, Whitesnake, Europe, Steve Perry, Poison, Pat Benatar, Twisted Sister, Bon Jovi, Foreigner und viele mehr. Unglaublich diese Dichte an hoch klassigem Rock von Weltniveau.

Wer wagt sich musikalisch an die Rock-Denkmäler?

Unsere Le-Théâtre-Band. Die fünf Mann werden arbeitsintensive Abende durchleben mit diesem Groove (lacht). Zudem stehen sie auch optisch im Fokus, in der Mitte der Bühne platziert.

Woher kommen die Darstellerinnen und Darsteller?

Wir haben die Produktion international ausgeschrieben. 400 Personen aus zehn Ländern haben sich gemeldet für die Auditions. Schlussendlich stehen jetzt 24 auf der Bühne, darunter einige Cracks der internationalen Musicalszene. Sympathisch: Auch ein lokaler Chor ist dabei.

Rock of Ages – das 80s Rock-Musical
  • Vom 14. Dezember 2019 bis 19. Januar 2020 im Le Théâtre, Emmen
  • Vorstellungen immer von Mi – So
  • Kombiangebote Nachtessen/Musical
  • Spezialvorstellung an Silvester mit Buffet & Party
  • Spezialpackages für Firmen und Vereine
  • Vorverkauf: www.le-theatre.ch,
    Telefon 041 348 05 05, LZ-Corner, TicketCorner

Auf der Darstellerliste stehen auch Namen, die schon in anderen Le-Théâtre-Produktionen zu sehen waren.

Unser Haus hat den Ruf eines familiären, sympathischen Theaterbetriebes in einer pittoresken Region mit hoher Aufenthaltsqualität. So kommen Künstlerinnen und Künstler immer wieder gerne zurück. Daraus haben sich Freundschaften entwickelt. Eine deutsche Darstellerin schrieb uns: «Es freut mich, wieder nach Hause zu kommen.»

Bekannte und neue Namen finden sich im Produktionsteam.

Silvio Wey macht seine vierte Regie bei uns. Seine letzten Produktionen wurden sehr gelobt. Neu ist Maria Focaraccio als Choreografin im Team, eine Italienerin, die in Berlin lebt, mit eindrücklichem künstlerischem Curriculum. Die Luzernerin Janina Ammon ist zum zweiten Mal unsere Ausstatterin. Arno Renggli, unser musikalischer Leiter seit zwölf Jahren, ist natürlich auch im Einsatz für die Arrangement-Arbeit und als Keyboarder.

Welche Rolle bekleiden Sie bei «Rock of Ages»?

Nach der Mutter Oberin bei «Sister Act» 2018 und Maria Magdalena in «Jesus Christ Superstar» diesen Frühling habe ich bei «Rock of Ages» ein Kontrastprogramm: Ich spiele «Justice Charlier», die Chefin eines Pole-Dance-und-Striptease-Lokals. Eine herrliche Rolle mit tollen Liedern, unter anderen das weltberühmte «Any way you want it» von Journey.

Jessica Lapp in der weiblichen Hauptrolle «Sherrie». (Bild: zvg)

Striptease-Lokal? Ist das Musical für Kinder geeignet?

Kinder haben mächtig «de Plausch» an der Musik und der Handlung. Die Show lebt auch von dezent-erotischen Momenten. Aus Erfahrung mit anderen Musicals wissen wir, dass Eltern diesbezüglich unterschiedlich denken. Wir weisen einfach darauf hin, dass es bei «Rock of Ages» völlig gewaltfrei, aber durchaus knisternd zu und her geht.

Sie sagten, «Rock of Ages» sei ein «anderes Musical». Ist es auch für ein anderes Publikum?

Musicalfans kommen voll auf ihre Rechnung. Aber auch Männer und Frauen, die sagen, Musicals seien ihnen zu kitschig, werden «Rock of Ages» lieben. Die Thematik, die geniale Musik und die Inszenierung lassen wohl etwas Kitsch zu, relativieren ihn aber immer wieder mit frechen Sprüchen, Tempo und Humor. «Rock of Ages» nimmt sich selbst ständig ein wenig auf die Schippe. Am Ende verlässt man das Theater in bester Laune!

Irène Straub ist dipl. Musikpädagogin und Sängerin. Seit 2002 steht sie auf der professionellen Musicalbühne. Im Le Théâtre ist sie auch für die künstlerische Koordination zuständig.

Weitere Informationen: www.le-theatre.ch