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A for President
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Der Architekt und neue Präsident der Kunstgesellschaft Luzern, Andi Scheitlin, präsentiert seine Volumenstudie für den Ausbau von Fürigen NW. (Bild: Gerold Kunz)

Ausstellungskritik A for President

2 min Lesezeit 09.11.2013, 16:30 Uhr

Mit Andi Scheitlin ist am 23. Oktober 2013 ein vielfach ausgezeichneter Architekt zum Präsidenten der Kunstgesellschaft Luzern gewählt worden. Der Innerschweizer Kulturpreisträger von 2003 gilt vielen als Garant, dass im Kunstmuseum vermehrt Architektur zum Ausstellungsthema werden könnte.

Der Innerschweizer Kulturpreis ist eine Auszeichnung von hohem Wert. Er wurde 2003 gleichzeitig den Architekten Daniele Marques, Andi Scheitlin und Marc Syfrig verliehen. Die öffentliche Anerkennung ihrer Arbeit wurde damals auch als eine Aufwertung der Architektur verstanden. «Mit dem Preis an euch wird die Architektur als Trägerin kultureller Botschaften ernst genommen. Kommt hinzu, dass gerade eure Arbeiten wesentlich zur verstärkten Wahrnehmung des regionalen Schaffens beitragen und zur Entwicklung der hiesigen Architektur als wichtige Orientierungspunkte dienen,» schrieb ich als Geschäftsführer des Innerschweizer Heimatschutzes, zu deren Mitglieder die drei Architekten zählten, in meinem Gratulationsschreiben. 

Das ist lange her. Und die Architekten haben ihre Führerschaft in der Region bis heute halten können. Ein Glücksfall also, dass mit Andi Scheitlin am 23. Oktober 2013 ein Architekt zum Präsidenten der Kunstgesellschaft Luzern gewählt worden ist. Er gilt vielen als Garant, dass im Kunstmuseum nun vermehrt Architektur zum Ausstellungsthema werden könnte. 

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Zu den legendären Architekturausstellungen im Kunstmuseum Luzern zählt jene zum Luzerner Architekten Albert Zeyer. Als 1978 an das Werk dieses wichtigen Erneuerers der Zentralschweizer Architektur und Pionier des Schweizer Funktionalismus erinnert wurde, hatte sich auch Andi Scheitlin von der Konzeption und Gestaltung dieses Meisters elektrisieren lassen. Zwei Jahre vor seinem Diplom an der ETH Zürich steuerte Scheitlin eine Zeichnung zur «Überbauungsstudie für sozialen Wohnbau, Bellerive Luzern,1936» an die Ausstellung bei, die weit über die Zentralschweiz hinaus grosse Aufmerksamkeit erlangte. 

Die aktuelle Ausstellung im Kunstmuseum Luzern mit Arbeiten von Thomas Schütte skizziert schon heute eine mögliche Annäherung zum Gegenstand der Architektur. In der sehenswerten Schau werden nicht nur die Objekte gut platziert, sondern es wurde auch mit dem Raum gearbeitet. Zu hoffen ist, dass Andi Scheitlin den Anspruch einlöst, dass der Innerschweizer Kulturpreisträger von 2003 in der Funktion als Präsident der Kunstgesellschaft Luzern nun den Anliegen der Architektur ein stärkeres Gehör verschaffen kann.

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