Zug verbietet selbstgenähte Stoffmasken an Schulen
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Selbstgemachte Stoffmasken sind in Zuger Schulen bald verboten. (Bild: Unsplash/Hamza Nouasria)

Masken brauchen ein Zertifikat Zug verbietet selbstgenähte Stoffmasken an Schulen

2 min Lesezeit 03.02.2021, 17:15 Uhr

Nach den Sportferien führen die Schulen im Kanton Zug regelmässige Corona-Tests durch. Ausserdem sind bestimmte Stoffmasken neu verboten. Damit reagiert der Kanton auf die Unsicherheit bezüglich der Schutzwirkung.

Die Mutationen des Coronavirus haben die Diskussion rund um Stoffmasken neu entfacht. Helfen diese wirklich? Oder sind Hygienemasken doch sicherer? In einigen Ländern sind sie bereits verboten, andere diskutieren bereits darüber, ob sogar FFP2-Masken zum Standard werden sollten. Auch der Kanton Aargau hat bereits ein Verbot von selbstgenähten Stoffmasken gefordert.

Nun prescht der Kanton Zug vor und verbietet Schülern und Lehrerinnen nach den Sportferien selbstgenähte Stoffmasken, wie er am Mittwochmorgen mitteilte. «Zertifizierte Stoffmasken dürfen noch getragen werden», präzisiert Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) auf Anfrage von zentralplus.

Livinguard-Masken weiterhin erlaubt

Dabei stellt sich die Frage nach dem richtigen Zertifikat. Auf der Website des Branchenverbandes Swiss Textiles sind Marken aufgeführt, welche den Empfehlungen der «National Covid-19 Science Task Force» entsprechen. Das wären beispielsweise die Community-Masken der Zuger Firmen Livinguard, der auf Hightech-Textilien spezialisierten Schoeller Textil AG oder von Okutex. Weitere Hersteller sind hier genannt.

Wie viele Schüler derzeit lieber Stoffmasken statt Einwegmasken tragen, kann Schleiss nicht sagen. Fragen dazu seien aber postwendend aufgetaucht. Der Zuger Regierungsrat stellt klar: «Wer keine zertifizierten Stoffmasken trägt, kann disziplinarisch belangt werden.»

Von einer FFP2-Masken-Pflicht für Lehrer sieht der Kanton Zug dafür vorerst ab. «Zurzeit sind wir der Auffassung, dass es keine Pflicht braucht», so Schleiss. Die Lehrpersonen seien aber an einem besseren Schutz interessiert, «gerade auf Kindergarten- und Primarstufe, wo die Kinder keine Masken tragen».

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