Velos sollen in Luzern mehr Platz vor Ampeln erhalten
  • News
Hier täte ein Velosack gut: Die Einfahrt von der Hirschmattsrasse in die Pilatusstrasse. (Bild: uus)

Neues Bundesgesetz machts möglich Velos sollen in Luzern mehr Platz vor Ampeln erhalten

2 min Lesezeit 2 Kommentare 21.12.2020, 16:43 Uhr

Viele Kreuzungen mit Ampeln in der Stadt Luzern sind bereits mit sogenannten Velosäcken ausgestattet. Sie ermöglichen das Aufreihen vor den Autos, bevor die Ampel wieder auf Grün schaltet. Die SP und die Grünen sind vom Sicherheitsgewinn dieser Aufstellbereiche überzeugt und fordern, sie nun flächendeckend zu prüfen.

Der jüngste Velosack in Luzern wurde kürzlich bei der Einfahrt der Hünenbergstrasse in die Maihofstrasse angebracht. Neuralgische Stellen wie bei der Seebrücke sind schon länger damit ausgestattet. Für Nico van der Heiden von der SP-Fraktion ist klar, dass diese Verkehrsmassnahme ein Sicherheitsgewinn für Auto- und Velofahrer ist. In einem gemeinsamen Postulat mit Raphaela Meienberg (SP) und den Grünen Barbara Irniger und Martin Abele fordert er nun weitere Velosäcke.

Diese böten nämlich den Vorteil, «dass Autos und schwere Motorfahrzeuge die Velofahrenden im toten Winkel nicht übersehen» und würden den Velos ein sicheres Vorausfahren ermöglichen. Dies auch über Kreuzungen, bei denen Autofahrer in mehrere Richtungen aus einer Spur ausfahren dürfen.

Gleichzeitig sind die Postulanten der Überzeugung, dass die Behinderung des motorisierten Individualverkehrs minim ist und die bessere Sichtbarkeit auch von vielen Autofahrern geschätzt würde.

Aufstellbereiche auch auf engen Strassen

Möglich wird die Forderung nach mehr Velosäcken durch eine Änderung einer Bundesverordnung. So können ab dem 1. Januar 2021 auch dort Aufstellbereiche für Velos festgelegt werden, wo es keinen Veloweg gibt. Das war bisher die Bedingung. Deshalb war dies «in Luzern mit den engen Platzverhältnissen auf den Strassen häufig nicht möglich.»

Van der Heiden könnte sich nun etwa vorstellen, dass die Ausfahrten aus der Hirschmattstrasse in die Pilatusstrasse in den Genuss von Velosäcken kommen. Bei der Kreuzung am Paulusplatz erachtet er es bei «so ziemlich jeder Zufahrtsstrasse in die Obergrundstrasse» als sinnvoll. Auch die Kreuzung Eichhof nennt er als Beispiel.

Van der Heiden betont aber, dass die Liste nicht abschliessend sei. «Die Quantifizierung ist nicht ganz einfach.» Grundsätzlich komme jede lichtsignalgesteuerte Kreuzung infrage. «Davon dürfte es Dutzende geben in der Stadt, die noch keinen Velosack haben.» Es gebe aber sicher auch Beispiele, wo es nicht geht oder nicht sinnvoll sei, «zum Beispiel, wenn die Autos die Kreuzung nur in eine Richtung befahren können.» Dies zu klären, ist die Stadt Luzern mit dem Vorstoss nun aufgefordert.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

2 Kommentare
  1. Martin Abele, 22.12.2020, 20:22 Uhr

    Guten Tag Herr Schorno
    In Ihrem Beitrag über die Velosäcke schrieben sie von den „Grünliberalen“ Barbara Irniger und Martin Abele. Gerne weise ich sie darauf hin, dass wir beide Mitglieder der Grünen sind. Ich bitte Sie, die fehlerhafte Stelle zu korrigieren.
    Freundliche Grüsse
    Martin Abele

  2. Samuel Kneubühler, 21.12.2020, 18:57 Uhr

    Grüne, nicht Grünliberale

Wie viel ist Dir unabhängiger Journalismus wert?

Schön besuchst Du zentralplus. Für Dich gehen wir vor Ort, sind mitten drin und nahe dran. Doch ganz gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Um die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben, benötigen wir Deine Unterstützung. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

Schön besuchst Du zentralplus. Du verwendest einen Adblocker. Werbung ist für eine wichtige Einnahmequelle, die uns hilft, die unabhängige Stimme zu den Grossverlagen in der Zentralschweiz zu bleiben. Denn gratis geht Qualitätsjournalismus nicht. Zeig uns mit Deinem freiwilligen Abo oder einem einmaligen Beitrag, was wir Dir wert sind.

CHF