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«Müssen den Spagat zwischen Sicherheit und Fankultur schaffen»
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Mike Hauser übernimmt das Präsidium von Fanarbeit Schweiz. (Bild: freshfocus/ Martin Meienberger )

Mike Hauser wird Präsident von Fanarbeit Schweiz «Müssen den Spagat zwischen Sicherheit und Fankultur schaffen»

2 min Lesezeit 27.09.2017, 16:11 Uhr

Die Fanarbeit Schweiz hat einen neuen Präsidenten: den Luzerner Hotelier Mike Hauser. Der ehemalige FCL-Präsident war auch in Luzern massgeblich am Aufbau der Fanarbeit beteiligt. Jetzt kehrt er nach einer fussballlosen Zeit ins Business zurück.

An der jährlichen Mitgliederversammlung der Fanarbeit Schweiz vom 25. September wurde Mike Hauser zum neuen Präsidenten gewählt. Der ehemalige Präsident des FC Luzern war während 12 Jahren im Vorstand des FCL aktiv, wo er sich vor allem mit dem Thema «Fans und Sicherheit» beschäftigte. Als langjähriges Vorstandsmitglied der Fanarbeit Luzern war der 46-Jährige massgeblich für den Aufbau und die Etablierung dieser präventiven Arbeit verantwortlich.

Der neue Präsident Mike Hauser sagt: «Ich freue mich auf die Aufgabe und bin überzeugt, zusammen mit dem Team die sehr gute Arbeit von Fanarbeit Schweiz weiterführen und weiter entwickeln zu können.»

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Hauptaufgabe Kontaktpflege

Über den ehemaligen Luzerner Fanarbeiter und mittlerweile höchsten Fanarbeiter der Schweiz, Christian Wandeler, sei der erste Kontakt zu Stande gekommen, sagt der Luzerner Hotelier gegenüber zentralplus. «Nach einer fussballlosen Zeit habe ich mich dazu entschlossen, dieses Mandat zu übernehmen.» Hauser: «Die Heterogenität in einer Fankurve hat mich schon immer fasziniert.» Es müsse gelingen, den Spagat zwischen Sicherheit und Fankultur zu schaffen.

In seiner Funktion als Präsident wird Hauser vor allem strategisch tätig sein. «Ich werde den Kontakt mit den verschiedenen Playern wie SBB, Verband, Liga und weiteren pflegen.» Grundsätzlich befinde sich die Fanarbeit in einem guten Fahrwasser. «Bevor ich mir Ziele setze, will ich mich mit den Beteiligten an einen Tisch setzen und den Puls fühlen.»

Immer wieder brandet in der Fanszene die Diskussion um Pyros auf (zentralplus berichtete). Hauser hat ein klare Haltung: «Ich befürworte Pyros nicht.» Man müsse jedoch im Umgang mit Pyros auch differenzieren. «Wer eine Fackel zündet, ist nicht gleich zu behandeln wie jemand, der mit einem Böllerwurf jemanden akut gefährdet.»

Fanarbeit als wichtiges Bindeglied

Mike Hauser lagen die Fans schon als Vorstandsmitglied und FCL-Präsident am Herzen. Im Magazin zu «10 Jahre Fanarbeit Luzern» sagte er: «Die Fanarbeit führt Junge an die Fankultur heran und wirkt als Bindeglied deeskalierend.» Über die Fanarbeit könne man die Fans direkt ansprechen. 

Kritisch sei zu Beginn vor allem die Akzeptanz nach aussen gewesen: «Die kennen ja die Übeltäter und schützen sie», höre man leider oft, so Hauser. Ebenfalls war die Finanzierung immer wieder Thema.

Christian Wandeler begrüsst seinen neuen Chef:


 

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