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Zwölf Filme ausgezeichnet – Ehrenpreis für Erich Langjahr
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Der Dokumentarfilm «Das Mädchen vom Änziloch» von Regisseurin Alice Schmid ist einer der zwölf ausgezeichneten Filme. (Bild: zvg)

Gewinner des Innerschweizer Filmpreises bekannt Zwölf Filme ausgezeichnet – Ehrenpreis für Erich Langjahr

3 min Lesezeit 16.01.2017, 11:45 Uhr

Die Albert Koechlin Stiftung hat erstmals den Innerschweizer Filmpreis vergeben. Zwölf Produktionen werden ausgezeichnet. Der Filmschaffer Erich Langjahr wird speziell geehrt. Alle Siegerfilme werden im März an einem Kulturwochenende in den Kinos Stattkino und Bourbaki in Luzern gezeigt.

Die Gewinner des Innerschweizer Filmpreises 2017 im erstmals ausgetragenen Wettbewerb der Albert Koechlin Stiftung (AKS) stehen fest. Die Fachjury wählte aus 33 Eingaben zwölf Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme für die Preisauszeichnung. Vergeben wurden zudem zwei Spezialpreise. Einen Ehrenpreis für sein Schaffen erhält der Filmemacher Erich Langjahr.

Laut Christoph Lichtin, Vorsitzender der Fachjury, sah sich die Jury mit einer eindrücklichen Themen- und Genrevielfalt konfrontiert. «Wir haben uns vertieft mit dem professionellen Filmschaffen der Innerschweiz auseinandergesetzt und stellten eine reichhaltige und sehr lebendige Szene fest. Diese Breite und Professionalität überzeugt, mit den Preisauszeichnungen wird die ganze Filmszene ein Mehr an Wertschätzung erfahren.»

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Die Fachjury kam im Jurierungsprozess zu eindeutigen Ergebnissen und vergab in Einklang mit der Zielsetzung des Wettbewerbes – Geleistetes anerkennen, kontinuierliches Schaffen unterstützen und neue Projekte ermöglichen – die folgenden Preisauszeichnungen:

Preise für Regie und Filmproduktion:

  • Alleinerziehende Väter – Regie: Ursula Brunner, Luzern, Dokumentarfilm, 50 Minuten, 2016

  • Das Mädchen vom änziloch – Regie: Alice Schmid, Romoos, Dokumentarfilm, 87 Minuten, 2016

  • Die Brücke über den Fluss – Regie: Jadwiga Kowalska, Luzern, Animationsfilm, 6 Minuten, 2016

  • Die weisse Arche – Regie: Edwin Beeler, Eschenbach, Dokumentarfilm, 89 Minuten, 2016

  • En La Boca – Regie: Matteo Gariglio, Luzern, Dokumentarfilm, 26 Minuten, 2016

  • Geislemacher – Co-Regie: Silvio Ketterer, Arth, Dokumentarfilm, 36 Minuten, 2016

  • Gotthard – Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 180 Minuten, 2016
  • Heidi – Produktion: Zodiac Pictures Ltd, Lukas Hobi, Reto Schaerli, Luzern, Spielfilm, 106 Minuten, 2015

  • Heimatland – Co-Regie: Michael Krummenacher, Schwyz, Spielfilm, 99 Minuten, 2015

  • Immersion – Regie: Lalita Brunner, Emmenbrücke, Animationsfilm, 4 Minuten, 2016

  • Ivan’s Need – Co-Regie: Veronica Lingg, Emmenbrücke, Animationsfilm, 7 Minuten, 2015

  • RAKIJADA – Distillated Village Tales – Regie: Nikola Ilić, Luzern, Dokumentarfilm, 19 Minuten, 2016

Der Spielfilm «Heimatland», bei dem Michael Krummenacher Co-Regie führte, gehört zu den Gewinnern.

Der Spielfilm «Heimatland», bei dem Michael Krummenacher Co-Regie führte, gehört zu den Gewinnern.

(Bild: zvg)

Spezialpreise:

  • Schnitt: Thais Odermatt, Luzern, im Film En La Boca (Regie: Matteo Gariglio, Dokumentarfilm, 2016)

  • Sounddesign: Oswald Schwander, Escholzmatt, im Film Imagine Waking Up Tomorrow And All Music Has Disappeared (Regie: Stefan Schwietert, Dokumentarfilm, 2015)

Ehrenpreis an Erich Langjahr

Die Fachjury sprach sich zudem für die Vergabe eines Ehrenpreises an den Innerschweizer Filmemacher Erich Langjahr aus. Erich Langjahr (geboren 1944) begann ab 1973 als Autodidakt als Filmregisseur, Kameramann und Produzent in Personalunion Dokumentarfilme zu drehen, die insbesondere in der Schweiz und in Deutschland auf eine grosse Resonanz stiessen. Sein grösster Erfolg war Langjahr 2003 mit «Hirtenreise ins dritte Jahrtausend» beschieden. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise, darunter 2003 den Schweizer Filmpreis als besten Dokumentarfilm (hier geht’s zum ausführlichen 50-Fragen-Interview mit Erich Langjahr).

Erich Langjahr: Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent, Kameramann, Verleiher und Museumsgestalter.

Erich Langjahr: Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent, Kameramann, Verleiher und Museumsgestalter.

(Bild: zvg)

Ein Höhepunkt der Aktivitäten zum Innerschweizer Filmpreis 2017 wird die Preisverleihung am Samstag 4. März sein, an der die Albert Koechlin Stiftung die Auszeichnungen im Hotel Schweizerhof an die Filmschaffenden übergeben wird. Die Höhe der Förderpreise und die Gewinner einer besonderen Hervorhebung werden erst an der feierlichen Preisübergabe bekannt gegeben.

Alle ausgezeichneten Filme werden am 4./5. März in den Kinos Stattkino und Bourbaki in Luzern öffentlich aufgeführt. Die Filmschaffenden sind für anschliessende Gespräche anwesend. «Die erstmalige Austragung des Innerschweizer Filmpreises 2017 wird ein tolles Kulturwochenende, auf das sich die Öffentlichkeit freuen darf», wird Christoph Lichtin in einer Medienmitteilung zitiert. «Der konzentrierte Einblick in die Innerschweizer Filmlandschaft ist ein Ereignis, das man sich unbedingt jetzt schon vormerken muss.»

Podium zur regionalen Filmförderung

Die Filmszene der Zentralschweiz präsentiert sich an Infoständen und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen: Begegnungen mit Schauspielerinnen und Schauspielern, Filmschaffenden, Filmtechnikern und Vermittlern, Workshops für Kinder und Erwachsene, an denen das Medium Film spielerisch erprobt werden kann. Dazu gibt es Kinotickets, DVD’s und viele andere Preise zu gewinnen.

Die Fachjury

Die Fachjury bestand aus Christoph Lichtin (Leiter Kantonale Museen, Konsultativrat AKS, Vorsitz), Sabine Boss (Filmschaffende, u.a. Gewinnerin Schweizer Filmpreis 2014 für «Der Goalie bin ig»), Christian Frei (Filmschaffender, u.a. Oscar-Nomination für «War Photographer», «Space Tourists»), Peter-Christian Fueter (Filmproduzent, u.a. Oscar für «Reise der Hoffnung», TV «Lüthi und Blanc») und Hans-Peter Müller-Drossaart (Schauspieler, u.a. Wiener Burgtheater, «Dällebach Kari», «Grounding»).

An einem Podiumsgespräch unter der Leitung von Monika Schärer diskutieren Filmemacher und -förderer über den Stand der Dinge und wie sich die regionale Filmförderung weiterentwickeln könnte.

Geleistetes anerkennen, kontinuierliches Schaffen unterstützen, neue Projekte ermöglichen: Mit dieser Zielsetzung startete die Albert Koechlin Stiftung die Ausschreibung zur ersten Ausgabe des Innerschweizer Filmpreises. Während drei Tagen visionierte die unabhängige Fachjury die 33 eingegebenen Filmproduktionen aus den Jahren 2015 und 2016. Eingabeberechtigt waren in der Innerschweiz wohnhafte Filmschaffende sowie hier domizilierte Produktionsfirmen.

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