Zwei Filialen in Luzern betroffen: Lolipop ist Konkurs
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BIld aus besseren Zeiten: Die Lolipop-Filiale an der Luzerner Hertensteinstrasse. (Bild: Google Streetview)

Laden ist versiegelt Zwei Filialen in Luzern betroffen: Lolipop ist Konkurs

2 min Lesezeit 03.02.2021, 14:55 Uhr

Der Süsswarenladen Lolipop muss aufgeben. Die Filialen an der Hertensteinstrasse und im Emmen-Center wurden vom Konkursamt Luzern versiegelt. Unklar ist, wie viele Mitarbeiter und Filialen betroffen sind.

«Die Webseite ist wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar», heisst es auf der Website lolipop.ch. Aber offenbar ist nicht nur die Website des Süsswarenladens im Stile eines amerikanischen Candy-Shops offline, sondern das ganze Filialnetz. Mehrmaliges Anrufen bei der Hotline des Unternehmens führt ins Leere.

An der Hertensteinstrasse 41, wo bis zum Lockdown Süssigkeiten, Schoggi, Snacks und Getränke angeboten wurden, ist ein Konkurssiegel angebracht. Auf Anfrage im Emmen-Center wird bestätigt, dass auch die Filiale dort geschlossen wurde.

Nachgefragt beim Konkursamt Luzern bestätigen sich die Vermutungen: Es handle sich um ein Rechtshilfegesuch aus Zürich, dem man nachgekommen sei. Die Versiegelung der Ladenlokale sei eine Massnahme, die im Falle einer angeordneten Liquidation oder eines Konkurses ergriffen werde, heisst es auf Anfrage von zentralplus. Der Zweck: Alles zu sichern, was noch von Wert ist, und die Haftungsrisiken der Konkursverwaltung zu reduzieren.

Kein besonders guter Ruf als Arbeitgeber

Das Konkursverfahren betrifft die Lolox AG, die in den besten Zeiten schweizweit rund 40 Filialen betrieben hat. Eine Auskunft, wie viele Mitarbeiter von der Zwangsschliessung betroffen sind, hat zentralplus bis dato nicht erhalten. Bei der Lolox AG mit Sitz in Zürich geht niemand ans Telefon, E-Mails bleiben bisher unbeantwortet.

Auch beim Konkursamt in Schlieren hat man noch nicht die Übersicht, wieviele Filialen es schweizweit zuletzt waren – sicher «mehr als zehn» gibt man telefonisch gegenüber zentralplus zur Auskunft. Die entsprechenden Anfragen und Gesuche an andere Kantone laufen derzeit noch.

Die Frage, was mit den Mitarbeiterinnen passiert, die von der Schliessung betroffen sind, bleibt also vorerst unbeantwortet. Die Lolipop-Betreiber haben sich in den vergangenen Jahren nicht unbedingt einen guten Ruf als gute Arbeitgeber eingehandelt. Im September 2018 streikten die Mitarbeiter verschiedener Filialen und forderten bessere Arbeitsbedingungen.

Die Filiale an der Luzerner Hertensteinstrasse ist amtlich versiegelt.

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