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Zunft zu Safran springt für Luzern in die Bresche
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Nach langem «Bitti-Bätti»: Zürichs Zünftler, auf dem Foto beim Ritt um den Böögg, haben nun doch noch einen Gast gefunden. (Bild: Andreas [email protected])

Zürcher Sechseläuten gehen Gäste aus Zunft zu Safran springt für Luzern in die Bresche

3 min Lesezeit 13.05.2015, 13:40 Uhr

Luzern ist nächstes Jahr doch noch Gast am Zürcher Sechseläuten. Allerdings nicht offiziell als Kanton. Die älteste Zunft der Stadt Luzern tritt in die Fussstapfen der Gastkantone, die seit 1991 jeweils am Frühlingsfest teilnahmen. Das hat gleich mehrere Gründe.

Die Luzerner Zunft zu Safran Luzern nimmt 2016 als Gast am Zürcher Sechseläuten teil, wie die Zünftler beider Städte am Mittwoch bekannt gaben. Dies, nachdem die drei angefragten Kantone Appenzell Ausserrhoden, Jura und Neuenburg, die noch nie an dem Traditionsanlass teilgenommen hatten, abgesagt haben. Zuvor hatte schon der Kanton Luzern die Einladung aus Spargründen ausgeschlagen (zentral+ berichtete).

Zürcher Charmeoffensive zeigt Erfolg

Zur Freude der Zürcher haben die Luzerner Zünftler an der ausserordentlichen Zusammenkunft vom Montag die Einladung aus Zürich mit grosser Begeisterung angenommen. Kein Wunder, in der Mitteilung wird die Zunft denn auch als «wichtigste gesellschaftliche Vereinigung der Stadt Luzern» bezeichnet. Die Einladung aus Zürich sei mit grosser Begeisterung und einstimmig angenommen worden. Details zum Luzerner Auftritt würden an der Medienkonferenz zum Sechseläuten im Frühjahr 2016 bekannt, hiess es.

Keine Lückenbüsser

Laut Thomas Bucher, Zunftmeister der Zunft zu Safran, sieht man sich nicht als Lückenbüsser: «Man hat sich mit uns bewusst für etwas Neues als interessante Alternative entschieden. Das ehrt uns.»

Die Luzerner Zünftler wollten sich bewusst von den Gastkantonen abheben, wie Bucher klar macht. «Wir treten mit einem eigenen Konzept auf.» Details seien noch in der Ausarbeitung, es gäbe viele gute Ideen, so Bucher. Eines sei aber jetzt schon klar: «Wir werden am 18. April 2016 geharnischt und mit Hellebarden in Zürich einmarschieren», sagt der Luzerner Zunftmeister.

Es soll ein denkwürdiger Auftritt werden: «Die Erwartungen sind sehr gross», meint Bucher. «Man bringt uns aber auch viel Vertrauen entgegen.» Schliesslich seien die Zürcher Zünfte freundschaftlich mit den Luzernern verbunden, erklärt Bucher. «Gegenseitige Einladungen, zum Beispiel am Schmutzigen Donnerstag zum Start der Luzerner Fasnacht, haben Tradition.»

Kosten zum Teil noch nicht gedeckt

Von da her wisse Zürich auch, was die Luzerner alles zu bieten hätten. Und was lässt sich die Zunft zu Safran die Einladung kosten? «Budgetiert sind vorerst 50’000 Franken aus der Zunftkasse», gibt Bucher preis. Den Rest begleiche man über Sponsoren. Sich aus dem Topf der Lotteriefonds-Gelder zu bedienen, wie das der Kanton damals plante, sei laut Bucher bis zum heutigen Zeitpunkt kein Thema. «Wir werden aber selbstverständlich in den kommenden Wochen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.»

Und was meint das offizielle Luzern zur Zürcher Einladung? «Wir freuen uns selbstverständlich, dass das Sechseläuten in dieser Form stattfinden kann. Der Kanton Luzern ist aber in die Zusammenkunft der beiden Zünfte nicht involviert und hat deshalb keinen Anlass, sich wertend dazu zu äussern», sagt Kommunikationsbeauftragter Philipp Berger.

Mit der Teilnahme der Zunft zu Safran am Sechseläuten 2016 werde «die seit 1991 gepflegte Tradition der Gastkantone um eine Facette reicher», so das Zentralkomitee der Zürcher Zünfte. Über eine neue, längerfristige Ausgestaltung des Gastkonzepts werde diesen Sommer eine Arbeitsgruppe der Zürcher Zünfte beraten.

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