Gesellschaft

Eine persönliche Bilanz
Zum zweiten Mal an Corona erkrankt – trotz drei Impfungen

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  • Kommentare: 18
Fechten: Für den Autor eine Versinnbildlichung des Gefühls, das der Kampf gegen Corona auslöst.
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Fechten: Für den Autor eine Versinnbildlichung des Gefühls, das der Kampf gegen Corona auslöst.

Bereits zum zweiten Mal ist unser Autor an Corona erkrankt – trotz drei Impfungen. Ähnlich geht es einigen Menschen in seinem Umfeld. Es scheint, als ob wir uns dem Virus ergeben hätten. Zeit, die letzten zwei Jahre Revue passieren zu lassen.

Gerade einmal vorweg: Wir sitzen nicht alle im gleichen Boot. Mich haben Corona oder die daraus entstandenen Schicksale nicht sehr hart getroffen. Die ganze Zeit über gehörte ich zum stark privilegierten Teil der Gesellschaft.

Dennoch schreibe ich meine ganz persönliche Geschichte mit Corona auf. Als Persondie viel unterwegs ist, gerne möglichst häufig soziale Kontakte pflegt und sich gleichzeitig sehr wohl der Schutzmassnahmen gegen das Virus bewusst ist.

Leere Strassen: ein apokalyptischer Moment

Ich war 20 Jahre jung, kam frisch aus der Ausbildung und war gerne und viel in der Kulturszene unterwegs, als uns die Corona-Pandemie in der Schweiz erreichte. Wir schrieben den Frühling 2020. Im März feierte ich meinen Geburtstag. Grundsätzlich ist mir dieser Event total egal, sag ich mir immer, doch auf einmal so gut wie alleine in der Wohnung zu sitzen und den Tag total unbemerkt an sich vorbeiziehen zu lassen, war schon ziemlich komisch.

Ein apokalyptischer Moment, die Leere auch auf den Strassen zu sehen. Wenige Tage später erkrankte mein Nachbar an Covid-19. Heute totale Normalität, aber im März 2020 war das noch krass – sehr krass. Er war der erste Coronakranke, den ich persönlich kannte. Mein individueller Patient null. Wir desinfizierten das ganze Haus.

Den Sommer über lebten wir in Freiheit. So fühlte es sich zumindest an. Um diesem Gefühl alle Ehre zu machen, organisierten wir Feste, die von mehreren hundert Personen besucht wurden. Das waren überwältigende Momente, nachdem wir wochenlang keinen Mensch richtig zu Gesicht bekommen hatten. Für einen kurzen Moment dachten wir alle: «Es ist vorbei!» Nicht umsonst hatte eines unserer Sommerfeste das Motto «We Are United Again».

Und schon wird es wieder ernst

Mit der Dunkelheit des Herbstes wurde es auch rund um die Corona-Pandemie wieder düsterer. Die Fallzahlen stiegen, immer mehr Personen infizierten sich mit dem Virus. Auch ich.

Zehn Tage Isolation warteten auf mich, so wie auf viele andere. Was anfangs ziemlich komisch und lustig war, endete am Ende der Isolation in einer kleinen Krise – psychisch. Ich wurde mir bewusst, was es heisst, eingesperrt, abhängig von anderen Personen zu leben. Und mein Zuhause war ja schön, ich fühlte mich wohl und darf mich auf keinen Fall beklagen.

Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie sich eine Isolation für jemanden anfühlen muss, der oder die ein Zuhause hat, das keine Geborgenheit verleiht. Ein Zuhause, das keine Sicherheit gibt. Auf einmal stellte ich mir die Frage: Ist eine fast zwei Wochen lang dauernde Isolation überhaupt psychisch tragbar? Sie muss es einfach sein, dachte ich. Immerhin bin ich mit ein paar Tagen Geschmacksverlust davongekommen.

Vom Gelaber und der vermeintlichen Super-Lösung

Der Winter kam. Der Gute-Laune-Tenor in meinem Umfeld hielt sich stark in Grenzen, niemand wusste so genau, was jetzt passiert. Auch die Behörden nicht. Dass die Geschichte noch lange nicht vorbei ist, ahnte damals noch kaum jemand. Befürchten hätte man es aber können – retrospektiv gesehen.

Selbsternannte Visionäre sprachen auf einmal von einer Pandemie, die es gar nicht gebe oder die einfach durchseucht werden müsse. «Was ist denn jetzt plötzlich passiert?», schoss es mir durch den Kopf.

Im Frühling dann erreichte uns endlich die Lösung – dachten wir zumindest. Die Impfung trat als Heilsbringerin des Jahres 2021 in unsere Köpfe und Gespräche, ich bekam auf bizarre Art und Weise einen Termin zusammen mit den Grauhaarigen unserer Gesellschaft. Und so drehten per Ende April bereits zwei Ladungen Moderna ihre Runden in meinen Blutbahnen.

Naiver Glaube an ein Wundermittel

Angst vor der Impfung? Aber nein doch. Ich war überzeugt – und ja, im Nachhinein vielleicht auch etwas naiv – dass dies nun das Wundermittel sei. Mit dem Impfstoff im Blut war Corona weg aus meinem Kopf. Im Sommer 2021 dachte ich nur an das Virus, wenn ich damit direkt konfrontiert wurde. Und das war nicht sehr oft der Fall. Glück? Vielleicht. Auf jeden Fall eine Verschnaufpause, die sehr gut getan hat.

Was nicht so schnell verschwand, waren die endlosen Diskussionen rund um die Massnahmen, die immer stärker zunahmen, auch in meinem Umfeld. In der Familie, unter manchen Freunden, am Arbeitsplatz, im Fernsehen, einfach immer ging es um die neusten Neuigkeiten rund um Corona. Irgendwann drohte es unerträglich zu werden. Insbesondere die Demozüge und die als Schwurblerinnen bezeichneten Personen schlugen mir auf den Magen, lagen wie ein Stein im Verdauungstrakt. Ich musste einen Umgang damit finden.

Boost me up!

Der Herbst 2021 kam, die Corona-Fallzahlen nahmen wieder zu. Infektionsherd hier, Impfdurchbruch da, es hörte nicht mehr auf. Nicht zu vergessen auch die Mutationen, die uns immer wieder überraschten.

«Kann ich weiterhin arbeiten?» – «Möchte ich noch mit allen Menschen aus meinem Umfeld über dieses Thema sprechen? Auch mit solchen, die mir nahestehen und eine ganz andere Meinung haben?» – «Setze ich mich weiterhin vielen Menschen aus?» All diese Fragen schwirrten mir im Kopf herum.

Kurz vor Ende des Jahres 2021 dann scheinbar wieder eine Lösung. Die Booster-Impfung ist da. Und leider nicht nur sie: Auch die explodierenden Fallzahlen sind da. Anfang Januar 2022 würden wir mehr als 20’000 Corona-Fälle an einem Tag schreiben, hiess es. Dass es wenige Tage später über 30’000 sein würden, wussten wir damals noch nicht. Wow. Die Situation ist unübersichtlicher als je zuvor, scheint es mir. Ich melde mich für den Booster an.

Ins Bett mit dem Booster

Ende Dezember geht es zum Termin. Kurz vor dem geplanten Schuss geht dieser aber nach hinten los. Was braucht der junge Mann für einen Impfstoff? Das fragen sich die zuständigen Personen. Moderna? Oder doch lieber Pfizer? Einen klaren Rat habe ich auch von Fachpersonen nicht erhalten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt für junge Personen unter 30 Jahren den Pfizer-Impfstoff, der Kanton Luzern serviert aber auf der Luzerner Allmend leider nur Moderna. Enttäuscht verbringe ich Silvester mit einem negativen Testresultat anstelle des Booster-Kicks.

2022 geht es dann endlich los, die Auffrischimpfung steht vor der Tür. Nun doch Moderna. Sei’s drum, es ist besser, geimpft zu sein als nicht. Der Booster haut mich sofort ins Bett. Rumhängend werde ich zudem informiert, dass rund zehn Personen, mit denen ich ins neue Jahr gefeiert habe, positiv auf Corona getestet wurden. Wohlgemerkt: Alle doppelt oder gar bereits dreifach geimpft, teilweise zusätzlich getestet. Ich machte einen Selbsttest. Er fiel, genau wie ein späterer PCR-Test, positiv aus.

Ende gut, alles gut? Noch nicht wirklich

Und da sitze ich nun, zum zweiten Mal in Isolation. Dreifach geimpft, doppelt erkrankt und irgendwie etwas ratlos. Das soll keine Klagerede sein. Nochmals: Ich gehöre wohl zum privilegierten und gesunden Teil unserer Gesellschaft. Dennoch dürfte meine Geschichte wohl einige Erfahrungen Gleichaltriger widerspiegeln.

Es sind jene Erfahrungen von jungen, kontaktfreudigen Menschen, für welche das derzeit geltende Gebot der sozialen Distanz eine grosse Herausforderung und Selbstverständnis zugleich ist. Die nachts im Club auch mal feiern, obwohl es nicht die gescheiteste Idee ist. Die in einer Lebensphase sind, die immer wieder mit inneren Widersprüchen gespickt ist.

Es sind aber auch die Erfahrungen von jungen Personen, die mithelfen wollen, Menschenleben zu schützen. Jede und jeder auf eigene Art und Weise, sich an die Massnahmen haltend. Teils mit dreifachem Impfschutz, teils auf andere Art, die meiner Meinung nach auch akzeptiert werden muss. Andere marschieren noch immer durch die Strassen, versuchen mit lautem Schreien und Glocken die Pandemie zu beenden. Doch die Lage in den Spitälern bleibt angespannt.

Freiheit – aber bitte ohne Kuhglocken

Wohl oder übel wird es Personen geben, die auch diesen Text für ihre eigenen Zwecke verwenden werden. Es bleibt nur zu sagen: Massvoll zu sein geht anders und in schlechter Verfassung sind höchstens schwer Erkrankte. Mit Kuhglocken wurde bisher noch selten Freiheit geschaffen – und von Bundesrat Berset werde ich für diesen Text auch kein Trinkgeld erhalten.

Es ist nur schwer zu ertragen, wie viele Menschen es gerade ausnutzen, Gesundheitsprobleme politisch zu instrumentalisieren. Leider haben einige von uns irgendwie den Fokus etwas verloren, so dünkt es mich. Ging es nicht einmal darum, das Virus zu bekämpfen? Und nicht andere Menschen?

Vielleicht schaffen wir es ja, wieder zusammenzufinden – alle mit ihrer eigenen Geschichte und Färbung im Gepäck. Meine wird mir nachhaltig in Erinnerung bleiben.

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18 Kommentare
  1. Maya Gander, 09.01.2022, 22:42 Uhr

    Toller, ehrlicher Artikel.
    Gut bekommen die Leser auch solche Geschichten mit.
    Nicht nur Angstmachereien….

    Mein Mann und ich sind vor dem „ Gstürm“ geflohen.
    In die Karibik, schützen uns auch hier, denn auch hier gibst den Virus.
    Gehen an keine Veranstaltung und Partys.
    Halten uns hauptsächlich draussen auf und leben in Apartments.
    Bereiten unsere Mahlzeiten selber zu.

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  2. Barbara Beck-Iselin, 09.01.2022, 16:11 Uhr

    Sehr guter Artikel, danke.

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  3. Fabrizio, 08.01.2022, 21:27 Uhr

    So kann man auch einen “Pechvogel” nennen.

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  4. Beat Zünd, 08.01.2022, 18:04 Uhr

    Was mich auch immer wieder enttäuscht: Wie dieselbe Jugend, die bei jedem fehlenden Genderstern schon «Diskriminierung!» ruft, kein Problem hat, dass zwei Millionen Menschen in diesem Land eben mal ihr Menschenrecht auf Gleichberechtigung und Teilnahme am kulturellen Leben weggenommen wird, selbst wenn sie beweisen können, gesund zu sein. Und dass der Autor selbst nach zwei Infektionen und möglicher Weitergabe des Virus dieses absurde 2G immer noch nicht zu hinterfragen scheint, sondern sich Seitenhiebe auf die wenigen Grassroots-Initiativen, die sich dagegen wehren, nicht verkneifen kann. Das ist für mich einer der traurigen Enttäuschungen dieser Pandemie.

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    1. Daniela Uebersax, 08.01.2022, 18:51 Uhr

      Was wäre denn Ihre Lösung für die Pandemie? Ignorieren, ungeachtet der Probleme, die sich ergeben würden oder ergeben hätten? Das ist für mich das Schlimme an dieser Pandemie: Dass Leute wie Sie einfach alle Massnahmen und Personen, die anders denken, kritisieren, ohne auch nur einmal einen konstruktiven Vorschlag zu machen. Einfach nur billig und nervig.

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    2. Remo, 08.01.2022, 20:19 Uhr

      Herr Zünd haben Sie eine bessere Lösung? Falls ja wie sieht diese aus? Ich bin sehr gespannt. Unsere Spitäler haben eine begrenzte Kapazität. Das bitte beachten. Einfach laufen lassen ist also keine adäquate Lösung.

      Ich höre nur immer Kritik von gewissen Leuten. Lösungen kommen nie. Kein einziges Mal.

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      1. Fabrizio, 08.01.2022, 21:28 Uhr

        Eine schlechte Alternative ist für mich keine Lösung.

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      2. George, 08.01.2022, 22:11 Uhr

        @Fabrizio, meiner Meinung nach eine sehr idealistische Aussage. Alternative bezeichnet ursprünlich die Wahl zwischen zwei Optionen. Die Auswahl verlangt nicht das Vorhandensein einer guten, sondern lediglich einer besseren Option. Schade finde ich allerdings, dass sie die gewählte als die schlechtere bezeichnen, ohne jedoch die ihrer Ansicht nach bessere Option darzulegen.

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  5. Silvan Studer, 08.01.2022, 17:03 Uhr

    Was mir nach zwei Jahren Corona in Erinnerung bleibt.
    Das Schlimmste war für mich zu erkennen, dass ich in einer unglaublich leicht zu manipulierenden Gesellschaft lebe.
    Alles, was längst überwunden schien: Die mir nur aus der Geschichte bekannten 30er Jahre, waren und sind plötzlich ganz nah.
    Man muss den Menschen nur mit einer konzertierten Propagandaaktion Angst machen und schon gehen sie aufeinander bzw. auf Minderheiten los.
    Die Hetze von Seiten des Staates und staatsnaher Medien (Blick etc.) gegenüber den «Ungeimpften» konnte und kann ich nicht fassen.
    Ich kann es nicht glauben, wie schnell der Lack des Anstandes und der Rechtsstaatlichkeit ab ist, gerade bei denen, die sonst die Gesellschaft immer mit Minderheitenproblemen behelligen.
    Orwell ist ja noch fast harmlos gegen diese Realität.

    Ich bin wirklich gespannt, wie es weiter geht. Ohne Entschuldigungen und Rücktritte der Verantwortlichen, kann ich mir eine friedliche Zukunft in diesem Land kaum noch vorstellen.
    Vielleicht ist das so gewollt? Aber warum?

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    1. Daniela Uebersax, 08.01.2022, 18:54 Uhr

      Hetze gegen den Staat, die Justiz, die Medien und Anlehnungen an Nazis und Faschismus: Und Sie werfen den anderen Spaltung der Gesellschaft vor? Man ohmann, soviel Verblendung muss man erst einmal schaffen. Glauben Sie wirklich an diesen Unsinn, den Sie hier von sich geben?

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      1. Silvan Studer, 08.01.2022, 19:35 Uhr

        @Daniela Uebersax: Welcher Unsinn? Ich habe beschrieben, was viele von uns erleben müssen.
        Sie wollen jetzt nicht ernsthaft behaupten, dass man den Staat und die Medien vor den «Minderheiten» schützen muss und dass es im Gegenzug in Ordnung sei, wenn Staat und gewisse Medien gegen «die Kleinen» hetzen? Was ist denn das für ein Bild der Gesellschaft?

        «Man ohmann, soviel Verblendung muss man erst einmal schaffen. Glauben Sie wirklich an diesen Unsinn, den Sie hier von sich geben?» (Zitat Daniela Uebersax 2022)

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      2. Daniela Uebersax, 08.01.2022, 20:36 Uhr

        @ Silvan Studer: Von welchen Kleinen sprechen Sie? 2 Millionen, die wie Sie gegen Staat, Justiz, gewählte Politiker und Medien hetzen sind keine «Kleine». So wenig wie Trump Anhänger, die eben mal das Kapitol stürmen, weil ihnen ein demokratischer Entscheid nicht passt. Sehen Sie die Parallelen?

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      3. Silvan Studer, 09.01.2022, 13:28 Uhr

        @Daniela Uebersax: Ojeoje, jetzt müssen Sie noch den von den Medien bis ins Lächerliche überhöhte «Sturm auf das Kapitol» heranziehen?
        Nein, die Parallelen sehe ich nicht. Ich will ja nicht das Bundeshaus stürmen, ich will nur, dass die Hetze und der mittlerweile eindeutig als nutzlos erkennbare Impfdruck aufhört, dann werden auch die Menschen wieder friedlich.
        Sie sollten vielleicht auch einmal Medien konsumieren, die Ihnen eine etwas andere Sicht nahe bringen (Das ist nicht gegen Z+ gerichtet).

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    2. Remo, 08.01.2022, 20:20 Uhr

      Ach und jetzt wieder der Vergleich mit den Dreissiger Jahren in Deutschland. Das ist schon sehr armselig.

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    3. George, 08.01.2022, 22:33 Uhr

      «Man muss den Menschen nur mit einer konzertierten Propagandaaktion Angst machen und schon gehen sie aufeinander bzw. auf Minderheiten los.» Es existiert da eine ziemlich erfolgreiche Partei, welcher Angehörige sich seit Jahrzenten dieser «Politischen Mittel» bedient. Sie dürfen selbst erraten um welche genau es sich handelt.

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  6. Christine Forster, 08.01.2022, 16:38 Uhr

    Danke für den interessanten und ehrlichen Einblick. Ich denke nur, wenn man sich mit den Argumenten der kritischen Stimmen besser auseinandergesetzt hätte, statt sie zu diffamieren, wäre man nicht überrascht gewesen, dass die Krise noch lange andauert, dass mit Impfungen ein Coronavirus nicht ausgerottet wird und dass Massnahmen wie 3G/2G sowie ein Boostern bei jungen Menschen erst recht nicht zielführend sind. «Gut gemeint» ist manchmal das Gegenteil von gut.
    In der Corona-Pandemie orientieren sich die meisten Menschen an der Mehrheitsmeinung, weil wir soziale Tiere sind und nichts mehr fürchten, als öffentlich einen Fehler zu machen und anders zu sein. Dies führt aber auch dazu, dass sich kaum eine Fachperson traut, öffentlich eine abweichende Meinung kundzutun, da ja niemand mit Sicherheit die Pandemie voraussagen kann. Dadurch entsteht der Eindruck, dass fast alle Experten dieselbe Meinung haben. Wer hingegen Kritik anbringt, muss sich seiner Sache ziemlich sicher sein, riskiert in dieser Krise Ruf, Karriere, soziale und mediale Ausgrenzung. Schon rein deshalb höre ich den Experten aufmerksam zu, die nicht dem Mainstream folgen. Keine Evolution des Wissens/Denkens begann je als Mainstream.

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    1. Laurin Villiger, 09.01.2022, 09:15 Uhr

      «Keine Evolution des Wissens/Denkens begann je als Mainstream», schreiben Sie. Ein interessanter Satz, aber irgendwie kann man ihn auch gegen das Schwurblen einsetzen. Nehmen wir ein Beispiel: Die Erde ist rund. Auch dieser Gedanke fing einmal klein an und musste sich gegen starke andere Meinungsvertreter (z.B. Kirche) durchsetzen. Aber er setzte sich durch, weil immer mehr wissenschaftliche Fakten dies einfach bestätigten. Wer heute noch behauptet, die Erde sei flach, ist ein Schwurbler.
      Bei Corona war die «Evolution» ähnlich, aber Sie scheinen sich immer noch in der Anfangsphase zu wähnen und lehnen jedes noch so aufschlussreiche Argument zum Virus partout ab. Der «Mainstream», wie sie schreiben, war vor zwei Jahren noch davon ausgegangen, dass eine Pandemie in unserer Zeit nicht mehr möglich sei. Einzelne Forscher warnten dagegen schon lange. Erst als das Virus und die Folgen in unserem Nachbarland Italien direkt sichtbar wurden, war auch dieses Thema im «Mainstream» angelangt. Tausende Wissenschaftler beschäftigten sich nun mit dem Thema und täglich bestätigten sich neue Fakten. Wer nun, zwei Jahre später, immer noch lieber nur auf einzelne gegenteilige Meinungen hört, glaubt wohl auch immer noch, dass die Erde flach sei.

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      1. Roli Greter, 09.01.2022, 22:50 Uhr

        Wer heute noch behauptet die Impfung sei der einzige Weg aus der Pandemie, ist ein Schwurbler.

        Und wer heute noch bei diesem Thema immer wieder diese unsägliche Flacherde-Vergleiche auf den Tisch bringt ganz besonders. Laaangweilig…

        1 👍 Gefällt mir 0 👏 Applaus 0 🤔 Nachdenklich 0 👎 Daumen runter

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