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Zum 200. Geburtstag kommt kein Geringerer als William Turner
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«The Blue Rigi, Sunrise», 1842, Aquarell auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

Kunstmuseum Luzern kooperiert mit Londoner Tate Zum 200. Geburtstag kommt kein Geringerer als William Turner

3 min Lesezeit 19.10.2016, 18:37 Uhr

2019 wird die Trägerin des Kunstmuseums Luzern 200 Jahre alt. Und dafür kann das Museum einen Coup vermelden: Eine exklusive Ausstellung des grossen britischen Malers William Turner. Dazu kooperiert das Kunstmuseum mit der Londoner Tate. Und es wird eigens eine Stiftung gegründet.

2019 feiert die Kunstgesellschaft Luzern, die Trägerin des Kunstmuseums Luzern, ihren 200. Geburtstag. «Ein guter Grund, das Publikum und die Region Zentralschweiz mit einer aussergewöhnlichen Ausstellung zu beschenken», teilt das Kunstmuseum mit. Und das ist nicht übertrieben: Zum Jubiläum zeigt das Kunstmuseum Luzern eine Ausstellung von Joseph Mallord William Turner (1775–1851), einem der bedeutendsten Künstler seiner Epoche.

«Der britische Maler und Zeichner hat die Natur, ihre Schrecken und ihre Schönheit in fantastischen Gemälden und Aquarellen erfasst. Licht, Wasser, Natur und Landschaft sind die Hauptakteure seiner Bilder», teilt das Museum mit. Auf der Suche nach Motiven hat er Europa bereist, 1802 sowie 1844 führten ihn seine Reisen in die Schweiz, auf den Vierwaldstätter- und den Zugersee, in die Stadt Luzern und auf den Gotthard.

«Lucerne: Moonrise over the Kapellbrücke», ca. 1807–19, Aquarell auf Papier, Fotografie © Tate, London, 2016.

«Lucerne: Moonrise over the Kapellbrücke», ca. 1807–19, Aquarell auf Papier, Fotografie © Tate, London, 2016.

«Die Werke J. M. W. Turners in der unmittelbaren Umgebung ihrer Entstehung zu zeigen, ist das bedeutendste Ausstellungsprojekt des Kunstmuseums Luzern und erfordert besondere Partner und ausserordentliche finanzielle Mittel», so das Kunstmuseum weiter. Und es hat einen gewichtigen Partner an Bord: Die Tate London unterstützt das Jubiläumsprojekt.

Leihgaben und Know-how aus London

«Die Tate ist bereit, sich dafür zeitweilig von ihren Schätzen zu trennen. Damit das unvergleichliche Projekt kein Traum bleibt, arbeitet das Kunstmuseum Luzern bereits jetzt an dessen Finanzierung», so das Kunstmuseum Luzern. Die Realisierung sei ohne die Leihgaben und das Know-how aus London undenkbar. Die Tate stellt den Hauptteil der ungefähr 100 Leihgaben. Neben Aquarellen und Skizzen werden mindestens 30 Ölgemälde in Luzern zu sehen sein.

Der Kontakt zur Tate sei entstanden, als deren Kuratoren für eine Ausstellung verschiedene Orte in und um Luzern besuchten, um Turners Motive in natura zu besichtigen. Die Skizzen und Zeichnungen Turners, die auf seinen Reisen entstanden, dienten später als Basis für seine Aquarelle und Ölgemälde. «Sie fanden dank dem aufkommenden Tourismus reissenden Absatz», teilt das Kunstmuseum mit.

«Goldau, with the Lake of Zug in the Distance: Sample Study», ca. 1842-43 Graphit, Aquarell und Filzstift auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

«Goldau, with the Lake of Zug in the Distance: Sample Study», ca. 1842-43 Graphit, Aquarell und Filzstift auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

«J. M. W. Turner. Meer, Alpen, Maschinen und das Erhabene» wird die exklusive Ausstellung heissen, sie wird ab Juli 2019 zu sehen sein und den Höhepunkt der 200-Jahr-Jubiläumsfeier bilden. Die Kunstgesellschaft wurde 1819 von Künstlern und Bildungsbürgern gegründet, um ein visuelles Archiv zu schaffen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig war es die Zeit des aufblühenden Tourismus – «gerade die Zentralschweiz mit ihren zahlreichen Naturschönheiten liess die Herzen der Reisenden höher schlagen», schreibt das Museum.

Das Kunstmuseum Luzern sei besonders mit dem Maler Turner verbunden: Die Landschaft bot ihm Motive – Idyllen, Gebirgsmassen, Wetterlagen, Seen und Ortschaften.

Übersteigt die Mittel bei Weitem

Ebenfalls wichtig für die Ausstellung sei das Engagement des Co-Kurators und Heimweh-Luzerners Beat Wismer. Der langjährige Direktor des Aargauer Kunsthauses und scheidende Direktor des Museums Kunstpalast in Düsseldorf begann seine Karriere als Assistent in Luzern. Er wird für die Ausstellung mit Turner sein Wissen, seine Kontakte und Erfahrung einbringen.

Die grosse Turner-Ausstellung übersteigt die Mittel bei weitem, daher gibt’s am 22. Oktober einen Benefizanlass. Die Kunstgesellschaft Luzern gründet zudem eine Stiftung, die sich als erstes der Finanzierung dieses Jubiläumsprojekts widmet. Kuratiert wird die Ausstellung von Fanni Fetzer und Beat Wismer mit David Blayney Brown (Tate).

«The St Gotthard Road between Amsteg and Wassen, Looking up the Reuss Valley», ca. 1814–15, Gouache, Graphit und Aquarell auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

«The St Gotthard Road between Amsteg and Wassen, Looking up the Reuss Valley», ca. 1814–15, Gouache, Graphit und Aquarell auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

«Brunnen from the Lake of Lucerne: Sample Study», 1843-35 Graphit, Aquarell und Gouache auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

«Brunnen from the Lake of Lucerne: Sample Study», 1843-35 Graphit, Aquarell und Gouache auf Papier. Fotografie © Tate, London, 2016

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