Zuger Schüler mit Sportdispens sollen sich trotzdem bewegen
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Gips weg, Krücken weg: Zuger Schüler mit Verletzungen sollen künftig auch am Sportunterricht in irgendeiner Form teilnehmen können. Dazu sind 54 Übungen entwickelt worden. (Bild: zvg)

Zuger Ärzte schreiben Schüler meist komplett krank Zuger Schüler mit Sportdispens sollen sich trotzdem bewegen

2 min Lesezeit 19.09.2017, 10:07 Uhr

Nicht mehr nur auf der Bank sitzen und nur zuschauen: An den Schulen des Kantons Zug soll vermehrt mit Teildispensen gearbeitet werden. Dazu braucht es auch die Unterstützung der Zuger Ärzte, so die Zuger Gesundheitsdirektion.

Vor zwei Jahren wurde im Kanton Zug das Projekt «activdispens.ch — Bewegen trotz Sportdis- pens» lanciert. Mit diesem Projekt des Schweizerischen Verbands für Sport in der Schule (SVSS) und des Vereins Schweizerische Arbeitsgruppe für Rehabilitationstraining (SART) wird Ärztinnen, Ärzten und Sportlehrpersonen die Möglichkeit geboten, verletzte oder leicht erkrankte Kinder und Jugendliche durch klar definierte Teildispensen nach wie vor aktiv am Sportunterricht teilhaben zu lassen.

54 Übungen entwickelt

Dazu wurden 54 Übungen entwickelt, die trotz Verletzung oder Krankheit ausgeführt werden können. Je nach Art und Lokalisierung der Verletzung oder Krankheit kann die Lehrperson die Übungen zusammenstellen.

Eine Auswertung des Projekts hat ergeben, dass «activdispens.ch» von den sportunterrichten- den Lehrpersonen genutzt und geschätzt wird. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Zuger Ärzteschaft nach wie vor und vorwiegend zu Totaldispensen neigt. Nur in Einzelfällen wird das Dispensationsformular von «activdispens.ch» ausgefüllt.

«Wenn wir grössere vollständige Unterbrüche der Aktivitäten vermeiden können, ist allen gedient.»

Martin Pfister, Zuger Gesundheitsdirektor

Die Schulen verfügen mittlerweile über die notwendige Infrastruktur und die Sportlehrpersonen über das notwendige Wissen, um das Projekt «activdispens.ch» umsetzen zu können. Damit dies gelingt, sollen Schulleitungen, Lehrpersonen, aber auch Eltern vermehrt die Möglichkeit von Teildispensen ansprechen.

Rasche Rekonvaleszenz fördern

Um lange Verletzungspausen zu vermeiden und eine rasche Rekonvaleszenz zu fördern, sollen Ärztinnen und Ärzte verletzten Schülerinnen und Schülern, wenn immer möglich, eine Teildispens ausstellen. Die Gesundheitsdirektion unterstützt das Projekt, denn «Sport leistet einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Erhaltung der Gesundheit!», wie Gesundheitsdirektor Martin Pfister betont. «Wenn wir grössere vollständige Unterbrüche der Aktivitäten vermeiden können, ist allen gedient.»

«Damit das Projekt gelingt, gehen wir nochmals auf die Zuger Ärzteschaft zu», beschreibt Bildungsdirektor Stephan Schleiss das Nachfassen seitens Kanton. Dazu ist in diesen Tagen ein Schreiben an die Zuger Ärztinnen und Ärzte ergangen.

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