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Zuger Regierung spannt für Kitas einen Rettungsschirm
  • Wirtschaft
Die Zuger Regierung spricht einen Notstandskredit in der Höhe von 2,8 Millionen Franken aus. Dies entspricht 80 Prozent des maximal zu erwartenden Defizits der Kitas. (Bild: Adobe Stock)

Notstandskredit in Höhe von 2,8 Millionen Franken Zuger Regierung spannt für Kitas einen Rettungsschirm

2 min Lesezeit 08.04.2020, 17:35 Uhr

Die Zuger Regierung will verhindern, dass Zuger Kitas und Tagesfamilien aufgrund der Corona-Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten oder gar in ihrer Existenz bedroht werden. Darum kommt der Kanton für die Elternbeiträge jener Familien auf, die ihre Kinder nicht mehr in einer Kita betreuen liessen. Zur Verfügung stehen 2,8 Millionen Franken.

Laut Entscheid des Bundesrates dürfen die Kitas aufgrund ihrer wichtigen Rolle in der Grundversorgung nicht geschlossen werden. Dem gegenüber steht der Appell an die Eltern, ihre Kinder nur in Ausnahmefällen und aus beruflichen Gründen familienextern betreuen lassen (zentralplus berichtete).

Dies stiess mancherorts auf Unmut. Kita-Betreiber wiesen den Kanton Zug denn auch darauf hin, dass ein Teil der Eltern aufgrund der Corona-Situation selber Einkommenseinbussen erleidet und Mühe bekundet, die Beiträge zu begleichen. Um zu verhindern, dass den Zuger Kitas und Tagesfamilien eine Vielzahl Elternbeiträge geschuldet bleiben und es allenfalls sogar zu Kündigungen von Kita-Arbeitsplätzen kommt, spricht die Regierung einen Notstandskredit in der Höhe von 2,8 Millionen Franken. Dies entspricht 80 Prozent des maximal zu erwartenden Defizits der Kitas, teilt die Direktion des Innern des Kantons Zug mit. Der relevante Zeitraum beginnt rückwirkend per 16. März und endet am 19. April 2020.

Bewährte Strukturen sollen erhalten bleiben

Primär gilt es gemäss Zuger Regierung zu verhindern, dass die in den letzten zehn, fünfzehn Jahren mit viel personellem und finanziellem Aufwand realisierten Kita-Strukturen einen langfristigen Schaden von der Corona-Pandemie davontragen, beziehungsweise ernsthaft in ihrer Existenz bedroht werden. Aktuell werden nur noch gerade 30 Prozent der in Kitas und Tagefamilien angemeldeten Kinder dort betreut.

Beteiligung der Gemeinden wird angestrebt

Für die operative Umsetzung dieser finanziellen Abfederung ist die Direktion des Innern zuständig. Sie richtet eine Anlaufstelle ein, stellt die für die Gesuchseinreichung notwendigen Formulare online und entscheidet über die Gesuche.

Die Finanzdirektion wurde beauftragt, einen Antrag an den Kantonsrat für die Genehmigung eines entsprechenden Nachtragskredits auszuarbeiten. Zudem ist diese in Kontakt mit den Gemeinden. Der Kanton klärt nächste Woche, ob, und wenn ja in welcher Grössenordnung diese bereit sind, sich ebenfalls am Defizit der Kitas zu beteiligen.

Auch die Luzerner Regierung ist gefordert

Auch die Luzerner Kitas stehen unter Druck. Die Stadt hat die Luzerner Regierung in einem Brief gebeten, rasch zu handeln und sich aktiv dafür einzusetzen, dass die finanziellen Folgen der Pandemie auf die Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung abgefedert werden. Die Stadt Luzern führt zudem ein Monitoring durch (zentralplus berichtete).

Bereits die Grünen und die SP haben die Regierung aufgefordert, während der Corona-Krise die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung sicherstellen (zentralplus berichtete).

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