Zuger Prämienverbilligung wird deutlich aufgestockt
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Die Ausgleichskasse und IV-Stelle Zug hat ihren Sitz an der Baarerstrasse 11 in Zug.

6000 Personen dürften profitieren Zuger Prämienverbilligung wird deutlich aufgestockt

2 min Lesezeit 24.01.2020, 08:57 Uhr

64,5 Millionen Franken stehen 2020 für die Zuger Prämienverbilligung zur Verfügung. Das sind 5,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Die Einkommensobergrenzen werden um 10 000 Franken angehoben. Der Regierungsrat will damit ein klares Zeichen zugunsten des Mittelstands setzen.

Neu beträgt die obere Grenze für das massgebende Einkommen bei der Prämienverbilligung rund 80’000 Franken, heisst es in einer Mitteilung der Gesundheitsdirektion. Für eine vierköpfige Familie entspricht dies im Allgemeinen einem Bruttoeinkommen von über 100’000 Franken (abhängig von den individuellen Steuerfaktoren).

Circa 6’000 Personen – insbesondere aus Haushalten mit Kindern – werden von der Verbesserung profitieren, indem sie entweder neu Prämienverbilligung erhalten oder mit höheren Beiträgen rechnen können. Der Kanton Zug trägt die Kosten weitgehend selbst: Von den zusätzlich benötigten Mitteln gehen 5,4 Millionen Franken zu seinen Lasten und nur 0,2 Millionen Franken kommen vom Bund.

Der Kanton Zug bietet nicht nur gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, sondern ebenso für die Bevölkerung, so die Regierung. Dies zeige sich deutlich am Beispiel der Prämienverbilligung. In keinem Kanton sei die Wirkung der Prämienverbilligung besser als in Zug – speziell bei Familien und Teilen des Mittelstands. «Für die Finanzierung braucht es einen starken Wirtschaftsstandort», betont Gesundheitsdirektor Martin Pfister. «Gleichzeitig braucht die Wirtschaft den Rückhalt in der Bevölkerung. Diese Balance ist entscheidend.»

Ausgleichskasse ist vorbereitet

Mit der Erhöhung der Einkommensobergrenzen wird auch die Zahl der Prämienverbilligungsanträge steigen. Diese werden von der Ausgleichkasse Zug verarbeitet. Direktor Rolf Lindenmann ist zuversichtlich: «Das zusätzliche Volumen ist eingeplant. Unser oberstes Ziel ist und bleibt die korrekte und zeitgerechte Auszahlung der Beiträge. Der Versand der Informationsbriefe läuft schon.»

Personen, welche voraussichtlich Anspruch auf Prämienverbilligung haben, werden persönlich angeschrieben. Auch Haushalte mit fehlenden Steuerzahlen erhalten entsprechende Unterlagen. Antragsformulare sind zudem direkt bei den zuständigen Gemeindestellen oder im Internet erhältlich.

Frist nicht verpassen

Die ausgefüllten Formulare müssen bis am 30. April 2020 bei der Wohngemeinde eingereicht werden, sonst erhält man keine Prämienverbilligung. Massgebend für die Berechnung des Anspruchs sind in der Regel die persönlichen Verhältnisse am 1. Januar 2020 und die definitive Steuerveranlagung 2018. Die Überweisung der Beiträge erfolgt direkt an die jeweilige Krankenkasse zur Verrechnung mit den Prämien.

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