Zuger Kantonsarzt will Maskenpflicht auf Läden und Plätze ausweiten
  • Gesellschaft
Auf Rudolf Hauris Tisch stapeln sich die Unterlagen zum Coronavirus. (Bild: ios)

«Wäre sinnvoll» Zuger Kantonsarzt will Maskenpflicht auf Läden und Plätze ausweiten

2 min Lesezeit 17 Kommentare 02.07.2020, 08:37 Uhr

Ab Montag müssen Pendler im ÖV Masken tragen. Das reicht nicht, findet der Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärzte und Kantonsärztinnen.

Die Behörden geraten wegen steigender Corona-Fallzahlen zunehmend unter Druck. Der Bundesrat hat nun am Mittwoch reagiert und eine Maskenpflicht für ÖV-Reisende verhängt. Die Pflicht gilt ab Montag.

Der Präsident der Vereinigung der Kantonsärzte und Kantonsärztinnen der Schweiz, Rudolf Hauri, sähe es jedoch als sinnvoll an, die Maskenpflicht auf den gesamten öffentlichen Raum auszuweiten, wie er im Gespräch mit «Heute Morgen» von Radio SRF sagt.

«Epidemiologisch gesehen wäre eine Ausweitung auf den ganzen öffentlichen Raum denkbar und das würden wir auch begrüssen.» Gemeint sind öffentliche Plätze, Menschenansammlungen oder Läden. Das Tragen einer Maske ist dort bisher nicht Pflicht, gerade bei Menschenansammlungen wird es aber dringend empfohlen.

Bei Quarantäne hofft man auf Verständnis der Leute

Im Hinblick auf die Ferienzeit hat der Bundesrat am Mittwoch zudem entschlossen, dass Reisende aus Risikogebieten nach ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen. Überprüft werden kann das aber kaum, da sich die Leute bei den Behörden melden müssen. Hauri appelliert deshalb an die Betroffenen, sich an die Weisung zu halten. «Die Quarantäne ist wichtig. Man setzt auf die Freiwilligkeit. Entscheidend ist, dass man mitmacht. Man kann niemanden einsperren, das war auch nie die Idee.»

Wenn die viele Menschen mitmachen, sei eine einzelne Person nicht entscheidend. Es brauche eine Kontrolle, sie sei jedoch eher Anlaufstelle, damit die Leute die Massnahme begreifen. «Sie ist nicht mit einem Gefängnis zu vergleichen», sagt Hauri.

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17 Kommentare
  1. mebinger, 06.07.2020, 16:19 Uhr

    Bin psychisch schlechter dran als damals, als ich fast von Friedrich Leibacher im Zuger Parlament getötet wurde, aber werde auch diesmal überleben. Das Leben ist und bleibt halt ein Irrsinn. Wegen des Attentates habe ich nie schlecht geschlafen, aber unser Verhalten auf dieses „harmlosen“ Virus macht mich fertig. Ich kann nicht begreifen, dass man so idiotisch handeln kann und das sich das Volk nicht wehrt.

    Ich will damit nicht das Attentat verniedlichen und es geht einzig und alleine um mich persönlich: Mich trifft die momentane unverständliche Hysterie viel mehr als es Leibacher je hätte schaffen können, den die unfähige Politik und die völlige Diskussionsverweigerung der intelligenten Menschen trifft mich in meinem Lebensnerv. Ich werde weiterleben, aber die Lebensfreude ist mir von Euch Politikern gestohlen worden und dafür verachte ich euch alle. Ihr habt alles zerstört woran ich geglaubt habe und Klavier werde ich nie mehr spielen, und ob ich je wieder wählen oder abstimmen gehe, lasse ich noch offen. Wahrscheinlich nur noch, wen ich mit meiner Stimme was tun kann, um internationale Verträge zu beerdigen.

  2. Verar Schung, 06.07.2020, 06:31 Uhr

    Wen ich diese Unordnung auf seinem Pult sehe , da frage ich mich nicht mehr wie gross die Unordnung im Kopf sein muss , da kann man gar nicht mehr klar denken.

  3. Ruth Gygax, 05.07.2020, 18:37 Uhr

    meiner meinung nach handelt es sich bei herrn hauri um eine art profilierung . er hat sich von anfang an n das thema verliebt. keine ahnung welche evtl. interessen dahinter stehen. tatsache ist: die todeszahlen zeigen in einem rückblick von 5 jahren, dass sie im mittleren feld liegen. wir sind ein kleiner kanton und kein hotspot. also bitte vernunft anwenden, keinen weiteren wirtschaftlichen schaden anrichten und demokratische grundrechte respektieren. eine gesichtsmaske macht etwas mit den menschen: es schränkt sie ein, macht sie mundtot und der anblick der mitmenschen mit masken trägt das seine zu einem massiven unwohlsein bei.

  4. Josef Ender, 05.07.2020, 15:15 Uhr

    Seit Wochen gibt es kaum noch positiv Getestete. Gemäss öffentlicher BAG Statistik wurde die letzten Tage bis dreimal mehr getestet. Im Verhältnis sind die positiv Getesteten Tiefer!! https://covid-19-schweiz.bagapps.ch/de-3.html Jetzt zu behaupten, die Zahlen steigen ist eine schlichte Lüge. Darauf auch noch weitere Massnahmen zu fordern muss bei jedem denkenden Schweizer einfach nur kopfschütteln auslösen.

  5. Monika Hunziker, 05.07.2020, 13:34 Uhr

    Ich werde nie und nimmer eine Maske tragen, Punkt! Die Schweizer sind nicht so dumm und werden den Mut haben NEIN zu sagen. Mehr Test gleich mehr infiszierte eine logische Folgerung, nicht wahr? So was zu verlangen oder zu empfehlen. Kopf schüttel!! Schüsch geits no guet?

  6. denis faoroü, 05.07.2020, 12:39 Uhr

    der kriegt bestimmt viel geld dafür. ansonsten nicht nachvollziehbar. absoluter spinner dieser arzt.

  7. Marion Russek, 05.07.2020, 12:20 Uhr

    je mehr ich darüber nachdenke, umso wütender werde ich!!!
    hat dieser beamte zu wenig aufmerksamkeit während dem hype erhalten und will sich jetzt noch wichtig machen???

  8. Marion Russek, 05.07.2020, 12:01 Uhr

    wieso herr kantonsarzt?
    es gibt keine begründung bei sinkenden fallzahlen- und das sogar bei viel mehr tests!
    https://covid-19-schweiz.bagapps.ch/de-1.html
    übrigens: infiszierte sind nicht ‚kranke’….

    der peak war ende märz! sie kommen etwas spät daher…

    ah ja, da hat man ja keine masken gehabt…. jetzt hats millionen, die mal doch irgendwie brauchen sollte vor dem ablaufdatum.

  9. Kurt Flury, 02.07.2020, 16:18 Uhr

    Gates no, Herr Hauri?
    Angenommen, es gäbe tatsächlich gefährliche Viren mit der Maske aufzuhalten, wären die viel grösseren Maskenlöcher für die nanometer-grossen Viren keine Hindernis. Aber darum geht gar nicht, sondern um die gefügig machende Korona-Erzählung* am Köcheln zu halten.
    *mehr Grippetote 2015 als bisher im gleichen Zeitraum in der Schweiz (Bundesamt für Statistik).

  10. mebinger, 02.07.2020, 11:02 Uhr

    Sorry, hier wird gelöscht, wo es nicht brennt, Wir haben höhere Fallzahlen, weil rund zehnmal mehr getestet wird und von den Getesteten sind 0.7 % positiv, das ist keine Realsatire, das ist eine himmelschreiende Hysterie und ich erwarte dass Rudolf Hauri sofort zurücktritt, wenn er nicht einmal willens ist die offiziellen Statistiken des BAG zur Kenntnis zu nehmen

    1. Kasimir Pfyffer, 02.07.2020, 12:22 Uhr

      Nein, hier wird gelöscht, damit das aufflackernde Feuer (siehe Neuinfektionen: von 20/Tag auf 130/Tag, Stichwort exponentielles Wachstum) nicht zum Vollbrand wird. Zur Erinnerung: Es gibt keine Impfung und keine wirksame Behandlung gegen Covid-19. Man weiss fast nichts über die Krankheit und noch weniger über deren Langzeitfolgen.

    2. Manjaro, 02.07.2020, 13:43 Uhr

      Sie nörgeln sowieso rum. … egal was man tut.
      Bis jetzt machte unser Kantonsarzt einen super Job während sie auf allen Kanälen nörgeln

  11. Andreas Peter, 02.07.2020, 09:56 Uhr

    Aufhöööören!
    Das ist langsam beängstigende Realsatire, was hier abgeht.
    Man wünscht sich bald, dass jeder und jede angesteckt wird, damit dieser Wahnsinn endlich aufhört.
    Wehrt euch gegen diese Entmündigung!

    1. Felix, 02.07.2020, 10:54 Uhr

      Also was wirklich beängstigend ist die Arroganz gegenüber einem Virus der vor allem alte Leute tötet. Eine Maske mag nicht angenehm sein aber so lange wir keine Impfung haben ist es nebst der Hygiene Massnahmen und Abstand halten die beste Methode um unsere älteren Mitbürger zu schützen.

    2. Andreas Peter, 02.07.2020, 12:31 Uhr

      @Felix: Sie verstehen es nicht, oder?
      Ich muss ihnen eine traurige Erkenntnis mitteilen: Dass alte Leute sterben ist normal!
      Jetzt sterben halt ein paar mit Corona, sonst sterben sie an anderen Krankheiten oder „einfach so“.
      Das ist bei aller „Empathie“ kein Grund, alle Rechte auszuhebeln und die Wirtschaft gegen die Wand zu fahren.
      Übrigens: in den letzten Wochen oder gar Monaten ist im Kanton Luzern kein Mensch mehr mit Corona gestorben, auch kein alter Mensch.

    3. Hans Peter Roth, 03.07.2020, 03:25 Uhr

      VerschwörungstheoretikerInnen schrecken nicht davor zurück, die nationalsozialistischen Euthanasie-Ideen in aktualisierter Form wiederaufleben zu lassen: Alte Menschen (wie ich) sind nicht mehr lebenswert. Sie bringen der Wirtschaft nicht mehr viel und belasten die Sozialversicherungen. Da sie sowieso bald sterben, erübrigt sich die Rücksichtnahme auf diese Altersgruppe. „Die braune Liesel erkenn ich an ihrem Geläut.“ (Friedrich Schiller in Wilhelm Tell)

    4. Andreas Peter, 03.07.2020, 11:22 Uhr

      @Hans Peter Roth: Finden Sie die Nazi-Keule in diesem Zusammenhang nicht etwas zu wuchtig?
      Gut, die kann man natürlich immer bringen, wenn einem nichts mehr einfällt.
      Was Sie fantasieren, hat hier überhaupt niemand gesagt.
      Es geht nur um die Tatsache, dass bei Höchstbetagten irgend ein Anlass reicht um dahinzuscheiden. Ob Corona, Grippe, Gefässkrankheiten oder sonst irgend etwas.
      Eine liebe Verwandte von mir starb mit 95 Jahren an Multiorganversagen.
      Das Leben ist so, Herr Roth. Dafür braucht es keine Nazis.

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