Zuger Jungparteien sträuben sich gegen die Sperrstunde
  • News
  • Politik
Zurzeit gilt: Wer in Zug länger feiern will, braucht dafür eine Bewilligung. (Bild: Adobe Stock)

Brief an den Kantonsrat Zuger Jungparteien sträuben sich gegen die Sperrstunde

2 min Lesezeit 19.11.2020, 20:03 Uhr

In einem Brief an den Zuger Kantonsrat legen Zuger Jungparteien von links bis rechts den Parlamentariern ans Herzen, der Vorlage zur Abschaffung der Sperrstunde eine Chance zu geben. Es sei Zeit für eine Veränderung – finden sie.

Gerade die Jungen sind besonders von der Sperrstunde betroffen. In Zug gilt sie schon seit langer Zeit. Ende November berät der Kantonsrat über eine Vorlage zur Abschaffung ebendieser Sperrstunde – und das gefällt den Jungparteien grundsätzlich.

Bedürfnisse Anpassen – Eigenverantwortung stärken

In einem Brief an die Parlamentarier des Zuger Kantonsrates machen die Jungen aber ihren Standpunkt klar: Die Sperrstunde gehöre abgeschafft. Dahinter stehen die Junge CVP, die Jungfreisinnigen, die Junge SVP, die Junge GLP, sowie die Junge Alternative Zugs.

In ihrem Brief schreiben sie: «Genau wie bei den Kantonalparteien, sind auch wir Jungparteien oft nicht gleicher Meinung. Nicht so bei der Abschaffung der Sperrstunde – da sind wir uns einig! Es ist Zeit die Prozesse in der Verwaltung zu überdenken, den Bürokratieaufwand zu vermindern, die Gesetze den heutigen Bedürfnissen anzupassen und die Eigenverantwortung zu stärken.»

Sollte die Motion unter den Kantonsrätinnen zur Genüge unterstützt werden, wird die Regierung einen vernünftigen Vorschlag zur Anpassung des Gastgewerbegesetzes ausarbeiten. Zurzeit gilt – abgesehen von der aktuellen Corona-Situation: Wer seinen Laden länger offen halten will, braucht dafür eine Bewilligung.

«Diese Praxis geht eindeutig zu weit und grenzt an einen Bürokratie-Wahnsinn. Auch ohne die Verlängerungsbewilligungen könnte per Gesetzesanpassung genügend Einfluss auf Betriebe genommen werden», klingt etwa die Antwort seitens der Jungparteien auf die genannte Gesetzgebung.

Gemeinden sollen bei fehlbarem Verhalten eingreifen

Die Absender vermerken zudem, dass es im Gegenzug auch nicht in ihrem Sinne sei, ein ausuferndes Nachtleben im Kanton Zug gutzuheissen und ergänzen: «Die Ansprüche im Gastronomiebereich sind völlig unterschiedlich und da soll aus unserer Sicht der Grundsatz gelten, dass Betriebe selbst bestimmen dürfen und die Gemeinden eingreifen können, sobald sich ein fehlbares Verhalten abzeichnet.»

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.