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Zuger Innovationspreis geht an Baarer Medaxis
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Das Medaxis-Team mit ihrem Gewinnerprodukt. (Bild: zvg)

Neues Produkt generiert Arbeitsplätze Zuger Innovationspreis geht an Baarer Medaxis

2 min Lesezeit 09.11.2017, 18:32 Uhr

Anlässlich des Zuger Innovationstags im Theater Casino Zug vergab Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel heute den mit 20 000 Franken dotierten Zuger Innovationspreis 2017. Die Gewinnerin: das Baarer Medizintechnikunternehmen Medaxis in Baar. «Die Entwicklung des Produkts steigert das Medtech Know-how im Kanton», ist Michel überzeugt.

Die Medaxis entwickelt und produziert Mikrowasserstrahlgeräte für die Reinigung von akuten und chronischen Wunden. Der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel begründet den Entscheid der Jury in der Medienmitteilung: Durch die Entwicklung des neuartigen, gewebeschonenden Mikrowasser- strahl-Debridements bringt Medaxis ein volkswirtschaftlich, sozial sinnvolles und vielversprechendes Produkt auf den Markt, das sieben neue Arbeitsplätze geschaffen hat.» Weitere Arbeitsplätze seien bereits geplant und würden zudem auch bei externen Partnern generiert.

Gewinn für Patienten und Zug

Profitieren könnten von der Neuentwicklung nicht nur die z.B. rund 220 000 Patientinnen und Patienten in der Schweiz, die an einem offenen Bein leiden, sondern auch der Wirtschaftsraum Zug, gibt Für die gut dreijährige Entwicklung mit einem Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Franken seien insbesondere lokale Dienstleister berücksichtigt worden. Und nicht zuletzt leiste die neue Technologie einen Beitrag zur Reduktion der Gesundheitskosten, betonte Volkswirtschaftsdirektor Michel weiter.

Geringere Kosten durch ambulante Behandlung

Beat Moser, Geschäftsführer der Baarer Medizintechnikfirma Medaxis freut sich: «Mit dem Mikrowasserstrahlgerät debritom+ bringt das Unternehmen ein Präzisionsgerät auf den Markt, das mittels Mikrowasserstrahl chronische Wunden von Wundbelägen befreit».

Zum Einsatz komme das Gerät in Wundambulatorien, in Angiologie- und Dermatologieabteilungen von Spitälern, bis hin zu Arztpraxen. Da es ambulant eingesetzt werden könne, würde keine OP-Bereitstellung und keine Vollnarkose benötigt. Das Resultat: Deutlich geringere Behandlungskosten.

Zuger Innovationspreis

Nach der Preisausschreibung im Frühling 2017 wurden 24 Bewerbungen eingereicht, davon zwei Nominierungen. Der mit 20 000 Franken dotierte Preis geht jeweils an ein Unternehmen aus dem Kanton Zug, das mit einer volkswirtschaftlichen, sozial und/oder ökologisch sinnvollen Innovation neue Arbeitsplätze geschaffen oder bestehende Arbeitsplätze erhalten hat. Für die Nomination zum Innovationspreisträger sind folgende Kriterien relevant: Idee und Originalität, Erfolg am Markt sowie Durchsetzungsvermögen, Schaffung respektive Erhaltung von Arbeitsplätzen, Potenzial der nachhal­tigen Sicherung von Unternehmen, Produkt und Arbeitsplätzen, Wert für den Kanton Zug sowie die Attraktivität der Bewerbung.

Die Jury setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen: Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (Vorsitz), René Bläuer (Vertreter Gewerbeverband des Kantons Zug), Reto Karich (Vertreter Arbeitnehmervereinigungen), Andreas Kleeb und Andreas Widmer (Vertreter Zuger Wirtschaftskammer Bereiche Dienstleistungen bzw. Industrie), Gianni Bomio (Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion) führt das Sekretariat.

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