Zuger Hotellerie leidet – aber noch nicht so stark wie Luzern
  • News
Der Kanton Zug will für inländische Touristen attraktiver werden. (Bild: zvg)

Bis zu 80 Prozent Einbussen Zuger Hotellerie leidet – aber noch nicht so stark wie Luzern

2 min Lesezeit 28.11.2020, 12:23 Uhr

Bei den Hotels des Kantons Zug fallen vor allem ausbleibenden Geschäftsleute schwer ins Gewicht. Nun hoffen sie auf Härtefallgelder – und wollen in Zukunft fürs Inland attraktiver werden.

«Wir hatten rein im Logiernächte-Bereich Einbussen von fallweise 70 bis 80 Prozent», sagt Renya Heinrich, Geschäftsführerin von Zug Tourismus gegenüber der «Luzerner Zeitung». Das liege vor allem daran, dass der Geschäftstourismus die Hauptquelle für Einnahmen sei – und dieser seit März fast komplett eingebrochen ist. «Da Zug bisher nicht auf den Sektor Freizeittourismus gesetzt hat, konnten auch im Sommer keine oder nur wenige Schweizer Gäste gewonnen werden», wird Heinrich weiter zitiert.

Trotzdem sei die Lage noch nicht so ernst, wie in Luzern. Da hat der Verband Hotellerie Suisse Region Zentralschweiz nämlich mit einem Aufruf an die Regierung und einer Aktion auf dem Schwanenplatz auf die desolate Lage aufmerksam gemacht (zentralplus berichtete). In Zug ist es (noch) nicht soweit. «Bisher kommen die meisten Hotels ohne Kredit aus», sagte Stefan Gareis, Präsident von Hotellerie Suisse Zugerland. Weil die Zuger Hotelbranche klein sei und viele der Hotelbetreiber gleichzeitig auch Besitzer seien, fallen beispielsweise die Mietkosten weg.

Richtungswechsel in der Strategie

Trotzdem haben sich die Zuger Hoteliers dazu entschieden, die finanzielle Härtefallhilfe des Kantons in Anspruch zu nehmen. «Der Hotelbereich schafft Arbeitsplätze und die hier angesiedelten Firmen sind auf Zimmer angewiesen», erklärt Gareis gegenüber der Zeitung. Aktuell könnten die Zuger Hotels die Löhne und Rechnungen noch bis Ende Monat bezahlen.

Für die Zukunft will Zug vermehrt auch auf inländischen Tourismus setzen, um die Abhängigkeit von Geschäftstourismus zu senken. So soll die Region mit gezielten Kampagnen für Freizeitgäste attraktiver werden. «Der inländische Tourismus ist durchaus auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor,» wird Renya Heinrich zitiert.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

War dieser Artikel nützlich für Dich?
Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare

Abonniere den Newsletter

Und erhalte unsere Post ganz nach Deinen Bedürfnissen und Wünschen: Täglich oder wöchentlich.