Gesellschaft

Corona verdirbt die Feierlaune
Glencore, Siemens und Roche sagen Weihnachtsfeiern ab

  • Lesezeit: 3 min
  • Kommentar: 1
Auf das Silvester-Festtagsessen musst du auch in diesem Jahr nicht verzichten. (Bild: pexels)
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Die Mitarbeiter von Glencore und Co. müssen auch in diesem Jahr auf ein grosses Weihnachtsfest in der Firma verzichten. (Bild: Nicole Michalou)

Dezember ist die Zeit der Weihnachtsessen. Doch im zweiten Corona-Winter kommt wegen hoher Fallzahlen und Omikron kaum Feierlaune auf. Das zeigt eine Umfrage unter den Zuger Grossunternehmen.

Glühwein, Weihnachtsmärkte, Familienfeste: Was darüber hinaus in Normalzeiten in keinem Terminkalender fehlen darf, ist das Weihnachtsessen mit dem Arbeitgeber. Zwar wird an diesen je nach Unternehmenskultur mehr oder weniger über die Stränge geschlagen, eine Tradition sind sie aber fast überall. Doch viele Zuger Grossunternehmen sagen Feiern wegen Corona ab.

Die pompösen Weihnachtsfeiern sind eine Tradition, mit der die Unternehmen bereits 2020 wegen des Lockdowns unfreiwillig brechen mussten. Und auch in diesem Winter stehen die Vorzeichen nicht gut. Die Corona-Fallzahlen steigen landesweit. Gewisse Kantone haben ihre Massnahmen darum bereits verschärft und der Bundesrat wird am kommenden Montag nachziehen (zentralplus berichtete). Welches Unternehmen kommt unter diesen Umständen überhaupt in weihnachtliche Stimmung?

zentralplus hat bei Siemens und Co. nachgefragt und es zeigt sich: viele Zuger Grossunternehmen sagen Feiern wegen Corona ab und schieben der grossen Sause einen Riegel vor. So heisst es beispielsweise beim US-Pharmakonzern Johnson & Johnson: «Wir werden in Zug kein Weihnachtsessen durchführen. Die globalen Richtlinien von Johnson & Johnson lassen dies derzeit nicht zu», sagt Mediensprecher Thomas Moser.

Keine legendäre Feier bei Glencore

Abgesagt ist auch die berühmte Weihnachtsfeier beim Zuger Rohstoffkonzern Glencore. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit für das Weihnachtsfest in der Bossard Arena angeblich weder Kosten noch Mühen gescheut (zentralplus berichtete). Für die Unterhaltung sorgten internationale Stars wie Pink oder Sting, die Sause soll das Unternehmen gemäss «Bilanz» bis zu 1,5 Millionen Franken gekostet haben.

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Dieses Jahr backt das Unternehmen wie bereits im vergangenen Winter kleinere Brötchen: «Wir werden auch dieses Jahr keine grosse Weihnachtsfeier für alle Mitarbeiter organisieren», sagt Mediensprecherin Sarah Antenore. Es stehe den einzelnen Teams jedoch offen, individuell und im kleinen Rahmen ein Weihnachtsessen zu planen, ergänzt die Sprecherin.

Virtueller Anlass mit 2000 Teilnehmern

Abgesagt ist auch die Weihnachtsfeier bei Siemens. Mediensprecher Marc Estermann sagt: «Die Geschäftsleitung hat schon im Sommer entschieden, dass gross angelegte klassische Weihnachtsessen an den 20 Standorten von Siemens in der Schweiz auch in diesem Jahr nicht möglich sein werden.» Das Unternehmen hat aber Ende November als Ersatz eine virtuelle Alternative organisiert, an der «Spass und Unterhaltung» nicht zu kurz gekommen seien. Gemäss Estermann haben rund 2000 Mitarbeiter daran teilgenommen.

«Natürlich würden viele der Kolleginnen lieber einen physischen Weihnachtsevent durchführen.»

Marc Estermann, Mediensprecher Siemens

Die Mitarbeiter scheinen die Absage der traditionellen Weihnachtsfeier demnach zu verkraften: «Natürlich würden viele der Kolleginnen lieber einen physischen Weihnachtsevent durchführen», sagt Sprecher Estermann. Doch dass aktuell keine grossen Weihnachtsevents stattfinden können, stiess beim Personal auf Verständnis. Zudem stehe es den einzelnen Teams wie bei Glencore offen, im kleineren Rahmen ein Weihnachtsessen zu veranstalten.

Die Kantonalbank macht es anders

Noch etwas defensiver zeigt sich der Pharmakonzern Roche. Auch dort ist kein grosses Weihnachtsessen geplant. Und Feiern im kleinen Rahmen dürften die Ausnahme bleiben: «Generell sind die Mitarbeitenden aktuell aber eher zurückhaltend und verzichten mehrheitlich auf die Organisation von Anlässen», sagt Sprecherin Alma Operta.

Absagen also hüben wie drüben also. Mit einer Ausnahme: die Zuger Kantonalbank. Wobei das nicht ganz der Wahrheit entspricht. Denn die Kantonalbank hat im Gegensatz zu den anderen befragten Unternehmen sowieso nie eine grosse Weihnachtsfeier organisiert. Die Gesamtbank trifft sich jeweils im September zu einem Mitarbeiteranlass. Wobei auch die diesjährige Ausgabe im Zeichen der Pandemie stand. Der Anlass fand in kleineren Gruppen und unter Einhaltung der 3G-Regel statt.

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1 Kommentare
  1. Otilde, 02.12.2021, 20:10 Uhr

    Kein Geld für eine Weihnachtsfeier ausgeben. Gelder spenden und arme Menschen glücklich machen.

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