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Zuger Gemeinden drohen Mindereinnahmen in Millionenhöhe
  • Politik
Die persönlichen Abzüge sollen erhöht und der Mieterabzug ausgebaut werden. (Bild: zvg)

Wegen der Corona-Hilfe Zuger Gemeinden drohen Mindereinnahmen in Millionenhöhe

2 min Lesezeit 26.05.2020, 15:50 Uhr

Der Zuger Regierungsrat schlägt dem Parlament als «Massnahme zur Bewältigung des Corona-Virus» eine Änderung des Steuergesetzes vor. Dieses hat massive Auswirkungen auf den Finanzhaushalt der Gemeinden.

Einerseits soll der Steuerfuss von derzeit 82 Prozent für die Steuerjahre 2021 bis 2023 auf 80 Prozent gesenkt werden. Andererseits sieht die Regierung auch zwei dauerhafte Änderungen vor: Die persönlichen Abzüge sollen erhöht und der Mieterabzug ausgebaut und vereinfacht werden.

Der persönliche Abzug betrug bisher – Zahlen immer teuerungsbereinigt – 7’100 Franken für Alleinstehende und 14’200 Franken für Verheiratete. Neu soll der Abzug für Alleinstehende 11’100 Franken und für Verheiratete 22’000 Franken betragen.

Anders als bisher soll der Mieterabzug neu einkommensunabhängig gewährt werden. Neu sollen generell 30 Prozent der Wohnungsmiete bis zu einem Maximalbetrag von 10’000 Franken in Abzug gebracht werden können.

Gemeinden fehlen 15 Millionen Franken pro Jahr

Die geplante Senkung des kantonalen Steuerfusses wird beim Kanton für die nächsten Jahre die folgenden Mindereinnahmen bewirken: 2021 wird der Kanton 12 Millionen Franken weniger einnehmen, 2022 und 2023 je 20 Millionen und 2024 8 Millionen.

Die Änderungen im Bereich des persönlichen Abzuges werden beim Kanton jährliche Ausfälle von 14 Millionen Franken zur Folge haben, jene beim Mieterabzug solche von 6 Millionen Franken.

Mindereinnahmen werden wegen der  Massnahmen im Bereich der Abzüge aber auch für die Gemeinden entstehen. Die Neuerungen beim persönlichen Abzug werden bei den Gemeinden ab dem Jahre 2022 ein Minus von 10.5 Millionen Franken bewirken, jene beim Mieterabzug ein Minus von 4.5 Millionen Franken. Insgesamt werden den Gemeinden wegen diesen beiden Änderungen also 15 Millionen Franken pro Jahr fehlen.

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