Zuger Gemeinden beschliessen gemeinsame Informatik-Strategie
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Noch sind in Zug zwei Standorte für ein künftiges Informatik-Departement im Rennen. (Bild: Hochschule Luzern)

Jeder Fünftklässler bald mit eigenem Gerät Zuger Gemeinden beschliessen gemeinsame Informatik-Strategie

2 min Lesezeit 31.10.2018, 17:18 Uhr

Sämtliche Zuger Gemeinden haben eine neue Informatik-Strategie für die gemeindlichen Schulen beschlossen, welche sie 2022 umsetzen wollen. Sie haben dabei einen Mindeststandard festgelegt, damit Schüler und Lehrer im Hinblick auf den neuen Lehrplan die notwendigen Informatikmittel haben.

Die Zuger Gemeinden haben eine neue, gemeinsame Informatik-Strategie für verbindlich erklärt. «ICT-Strategie der gemeindlichen Schulen 2018–2022» heisst sie. Diese wollen sie bis 2022 umzusetzen. Die ICT (Informatik- und Kommunikationstechnik)-Strategie definiert einen gemeinsamen Mindeststandard der Ausrüstung mit Informatikmitteln und die Unterstützung der Lehrpersonen mit ICT-Animatoren in den Volksschulen.

Den Gemeinden ist es freigestellt, über diesen Standard hinauszugehen. Der Mindeststandard soll jedoch sicherstellen, dass sowohl die Schüler, als auch das Lehrpersonal im Hinblick auf den neuen Lehrplan mit den notwendigen Informatikmitteln ausgestattet sind.

Eine erste Beschaffung von 3’200 tragbaren Computern haben die Gemeinden Cham und Steinhausen zusammen mit der Stadt Zug als ausschreibende Stelle am 26. Oktober veröffentlicht. Die Beschaffungen werden mehrheitlich auf das Schuljahr 2019/2020 erfolgen.

Ab der fünften Klasse wird in Zukunft jeder Schüler über ein eigenes Gerät verfügen. Als Cloud-Lösung bei allen Schulen dient Microsoft Office 365 Education. Die Strategie wurde durch die Datenschutzstelle des Kantons Zug geprüft und die notwendigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingebaut.

Ausbildung durch PHs Luzern und Zug

«ICT-Animatoren», wie sie in Zug genannt werden, sind zukünftig mit 1.5 Stellenprozent pro Schulklasse verfügbar, berechnet vom Kindergarten bis zur dritten Sekundarklasse. Die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen und der pädagogischen ICT-Animatoren erfolgt durch die PH Luzern und die PH Zug.

Weitere Massnahmen betreffen Datenhaltung, Wissensmanagement und Information. Ziel der Schulen ist es, mit der Umsetzung dieser Strategie den Schülern den Umgang mit den neuen Medien, der Informatik und der Kommunikation stufen- und zeitgerecht vermitteln zu können.

Im Hinblick auf den neuen Lehrplan hatte die Zuger Bildungsdirektion den Gemeinden im Januar 2017 eine Medien- und ICT-Empfehlung zugestellt. Die Gemeinden hatten auf Antrag der Schulpräsidentenkonferenz letztes Frühjahr die IG Gemeindeinformatik Zug beauftragt, eine auf den Empfehlungen basierende ICT-Strategie für die Schulen zu entwickeln.

 

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