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Zuger CVP stösst Vroni Straub vor den Kopf
  • Politik
Es wird ein Zweikampf: Der freisinnige Karl Kobelt und die christlichsoziale Stadträtin Vroni Straub-Müller wollen beide auf den städtischen Thron. (Bild: wia)

Kampf um Zuger Stadtpräsidium Zuger CVP stösst Vroni Straub vor den Kopf

3 min Lesezeit 17.10.2018, 09:43 Uhr

Am 2. Dezember wird in den Zuger Gemeinden erneut gewählt. Unter anderem geht es um das Zuger Stadtpräsidium. Noch im Rennen: Vroni Straub-Müller (CSP) und Karl Kobelt (FDP). Nun zeigt sich, dass die Bürgerlichen vereint marschieren. Straub ist überrascht.

Es bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen an. Nachdem die beiden Stadtpräsidiumskandidaten André Wicki (SVP) und Urs Raschle (CVP) nach dem ersten Wahlgang beschlossen, der Thronfolge Dolfi Müllers nicht weiter nachzujagen, bleiben noch Vroni Straub-Müller (CSP) sowie Karl Kobelt (FDP).

Wer städtisches Oberhaupt wird, hängt massgeblich davon ab, ob man auf eine breite Unterstützung der Parteien zählen kann. Nachdem ihr eigener Kandidat aus dem Rennen ausgestiegen war, teilte die SVP mit, per sofort Karl Kobelt als Stadtpräsidenten zu unterstützen. «Wir sind überzeugt, dass nach zwölf Jahren linker Führung unser Stadtrat wieder bürgerlich geführt werden soll», so die städtische SVP. Die Stimmbevölkerung habe diesem Umstand Ausdruck verliehen, indem sie vier bürgerliche Stadträte gewählt habe. Dies auf Kosten der Linksparteien.

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Die SVP will bürgerliche Energien bündeln

Bewusst habe die SVP entschieden, nicht mit André Wicki in den zweiten Wahlgang einzusteigen. «Dies unter dem Aspekt, die bürgerlichen Stimmen auf einen Kandidaten zu konzentrieren», so die Partei.

Auch die CVP wird sich im verlängerten Wahlkampf für Kobelt einsetzen. «Die CVP Stadt Zug hat an der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen, als bürgerliche Partei den bürgerlichen Stadtrat zu unterstützen», erklärt Präsident Benny Elsener gegenüber zentralplus. Weiter erklärt dieser, dass man mit der Arbeit der Stadträtin Vroni Straub im Bildungsdepartement sehr zufrieden sei. «Sie macht einen sehr guten Job und wir würden es bedauern, wenn sie dieses Departement nicht mehr führen würde.»

Straub: überrascht und etwas enttäuscht

Straub zeigt sich überrascht über den Beschluss der CVP. «Ich bedauere ihn ausserdem etwas, hätte ich doch erwartet, dass die CVP die Stimmfreigabe beschliesst.»

Sie erklärt: «Wenn ich sehe, von wie vielen CVP-Mitgliedern ich unterstützt werde, kann ich nur vermuten, dass dieser Entscheid an der Basis vorbeigeht.» Straub weist darauf hin, dass die CSP ja einst den linken Flügel der CVP abgedeckt habe.

«Vermutlich ist die Stadt Zug noch nicht bereit für eine Frau an der Spitze, dazu noch eine links-alternative.»

Vroni Straub, Kandidatin fürs Stadtpräsidium

Straub lag mit 1’974 Stimmen im ersten Wahlgang rund 400 Stimmen hinter Karl Kobelt. Dass sie deshalb auf den zweiten Wahlgang verzichtet, kommt für sie nicht infrage. «Es ist meine Verpflichtung, anzutreten. Allein schon vom Resultat her.» Und dies, obwohl sie ihre Lage durchaus realistisch sieht.

«Wenn sich die Bürgerlichen derart zusammenrotten, sind meine Chancen natürlich geringer als die von Karl Kobelt. Das gäbe ja eine kleine Sensation, würde ich gewählt», so die Bildungschefin. Und sie gibt zu bedenken: «Vermutlich ist die Stadt Zug noch nicht bereit für eine Frau an der Spitze, dazu noch eine links-grün-christlich-soziale.»

Neben den Alternativen, zu deren Fraktion die CSP gehört, darf Straub wohl auch auf die Unterstützung der SP zählen. Dies, obwohl die SP wegen vieler Ferienabsenzen die Frage noch nicht abschliessend habe klären können. Darum gibt die städtische Präsidentin Karin Hägi vorerst ein vorsichtiges Statement ab: «Vroni Straub steht unserer Partei politisch viel näher als Karl Kobelt. Daher denke ich, dass wir sie unterstützen werden.»

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