Zug: Viele möchten das alte Bauernhaus Schochenmühle wieder
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Zu retten ist das Haus an der Schochenmühlestrasse nicht mehr. (Bild: wia)

Nach Brand: Wiederaufbau eigentlich erwünscht Zug: Viele möchten das alte Bauernhaus Schochenmühle wieder

2 min Lesezeit 26.06.2018, 23:52 Uhr

Der Zuger Stadtrat möchte das Bauernhaus Schochenmühle aus dem Jahr 1799, welches kürzlich ein Raub der Flammen wurde, nicht wieder aufbauen. Das rief im Stadtparlament Voten des Bedauerns hervor. Damit hatte es sich aber auch.

Am Montag stand im Zuger Stadptarlament eine Interpellation der SVP-Fraktion mit einem enorm blumigen Titel zur Debatte: «Der «Feuerteufel» ist in Zug erwacht – was machen jetzt die «Engel» im Stadthaus, um städtisches Eigentum vor Zerstörung zu schützen und zu bewahren?»

Nach den Bränden im Centro Español in der Kollermühle und im Bauernhaus in der Schochenmühle zeigte sich die SVP-Fraktion besorgt über die Sicherheitsvorrichtungen in den städtischen Liegenschaften und reichte dem Stadtrat einen Fragekatalog zu diesem Thema ein. Festzuhalten, so der Stadtrat in seiner Antwort, gelte es zuerst, dass die Brände nicht wegen mangelnden Sicherheitsvorkehrungen entstanden seien.

Antwort des Stadtrats abgelehnt

Mit einer umfangreichen Liste zeigte der Stadtrat auf, dass er vor 2016 mit der Installation von Brandschutzmassnahmen begonnen hat, die bis spätestens 2021 abgeschlossen sein müssen. Für die Massnahmen wurde eine Vorfinanzierung von 12,5 Mio. Franken bereitgestellt. Die SVP-Fraktion zeigte sich über die «sehr gute Beantwortung» zufrieden und würdigte, dass die Notwendigkeit nach dem Schutz der Immobilien erkannt worden sei.

Weniger glücklich zeigten sich mehrere Fraktionen über die Haltung des Stadtrats zum Wiederaufbau des Bauernhauses aus dem Jahre 1799 in der Schochenmühle. Weil es fast vollständig zerstört sei, müsse es aus Kostengründen neu gebaut werden, sagte Stadtrat Karl Kobelt. Dass dieses historische Haus nicht mehr erhalten und aufgebaut werden könne, bedauerten Sprechende der SVP, SP und der Alternative-CSP. Entsprechend fiel das Resultat der Abstimmung aus: Mit 19 zu 17 Stimmen nahm der Rat die Antwort des Stadtrats «ablehnend» zur Kenntnis.

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