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Zug: Tännlers next Topmuni
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Zickenkriege gibt's auch bei Munis. Vielleicht erst recht, wenn sie auf dem Laufsteg stehen? Wir werden es erfahren. (Bild: zentralplus)

Der Muni fürs «Eidgenössische 2019» wird gewählt Zug: Tännlers next Topmuni

3 min Lesezeit 02.09.2016, 17:30 Uhr

Am Mittwoch findet in Zug ein aussergewöhnliches Casting statt. Nicht hübsche Frauen oder starke Männer werden inspiziert, nein, es geht um viel Gewichtigeres. Der perfekte Stier muss her! Einer, der am Eidgenössischen in drei Jahren den ehrwürdigen Hauptpreis gibt. Heinz Tännler ist schon ganz aufgeregt.

«Estavayer ist vorbei, jetzt ist Zug dran», betont Heinz Tännler, der OK-Präsident des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2019. Und Zug hat sich schon mal was Lustiges ausgedacht. Hat sich offenbar von «Germany’s next Topmodel», dem «Bachelor» und «Dem grössten Schweizer Talent» anstecken lassen. Ein Casting soll’s geben. Nicht, um den OK-Präsidenten zu eruieren – dieser Zug ist schon lange abgefahren – nicht, um den nächsten Schwingerkönig nach Schönheit zu wählen. Per Casting soll kommenden Mittwoch eruiert werden, welcher Muni in drei Jahren beim Gewinner des Eidgenössischen in den Stall kommt.

Ganz entzückt scheinen Tännler und die Mitglieder des Schweizer Braunvieh-Verbands von ihrer Idee, als sie die Medien am Freitagmorgen über das Casting vorinformieren.

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«Chömed, Boys, zeiged oii Hörner»

Darum geht’s: Fünf Munis, die heute eher noch Muneli sind, sollen kommenden Mittwoch am Zuger Stierenmarkt vor tobendem Publikum gewertet werden. Können Sie sich nicht vorstellen? Die Viecher werden vorgeführt, die Jury eruiert Eleganz, Figur, Frisur, Charakter. Ganz ähnlich also wie bei Germany’s next Topmodel. Ausser, dass dort weniger Charakter gefragt ist. Auch steht nicht Heidi auf der Bühne: «Kommt schon, Meeedchen, Schultern raus, macht mir den Tiger!», sondern Heinz: «Chömed, Boys, zeiged oii Hörner.»

«Ich komme da überhaupt nicht draus.»

Heinz Tännler, OK-Präsident Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 2019

Denn Tännler, das scheint ihn ausserordentlich zu freuen, ist Mitglied der Jury. «Ich komme da überhaupt nicht draus», gesteht er, blickt etwas hilflos zum Präsidenten des Braunvieh-Verbands und fragt: «Aber gell, da sind ja auch noch ein paar Experten im Jury-Team. Das kommt schon gut?» Der Braunvieh-Direktor Lucas Casanova beteuert in breitem Bündnerdialekt, dass das tipptopp kommt. Denn neben Tännler, dem Laien, dem Gabenchef Kurt Häfliger und dem einzigen Zuger Schwingkönig Harry Knüsel sind auch drei Muni-Experten aus dem Braunvieh-Verband in der Jury dabei. «Und dann sind noch zwei weitere prominente Leute in der Jury. Wer das ist, verraten wir jedoch noch nicht.» – Casting und Landliebe? Wir tippen auf Renzo Blumenthal und Christa Rigozzi als Ehrengäste.

Keine Hörner, keine Chance, heisst es bei der Auswahl des Siegermunis. (Bild: zentralplus)

Keine Hörner, keine Chance, heisst es bei der Auswahl des Siegermunis. (Bild: zentralplus)

Nur eine Fellfarbe wird toleriert

Leider haben wir heute keinen Muniring für dich …

Am kommenden Mittwoch um 20 Uhr wird im Rahmen des Zuger Stierenmarktes mittels Casting der Hauptpreis-Muni fürs Schwing- und Älplerfest 2019 ermittelt. Mitreden darf nur die Jury. Das gemeine Volk kann sich einzig mittels Wettbewerb beteiligen – so man denn auf den richtigen Stier tippt. Dann hat man Chancen auf zwe…i Freikarten für die kommende Staffel Germany’s next Topmodel … äh, fürs Schwingfest 2019 in Zug natürlich.

Die Auswahl des Munis, das ist nicht irgendwas und will wohlentschieden sein, macht man den Journalisten an der Information klar. «Ich war ja in Estavayer», so Tännler, «und das ist also schon ein Erlebnis, wenn diese Lebendpreise in die Arena hereingebracht werden. Dieser tonnenschwere Stier macht den Leuten grossen Eindruck.»

Fünf der Viecher haben es in die engere Auswahl geschafft, «und alle Munis erfüllen drei klare Kriterien», betont Stefan Hodel von Braunvieh Schweiz. «Es sind Tiere der Rasse Schweizer Braunvieh. Sie tragen Hörner. Und sie kommen aus dem Kanton Zug.»

Die Tiere wurden von verschiedenen Züchtern zur Verfügung gestellt. Ein grosszügiges Angebot, denn «nicht jeder Züchter ist willig, seinen Muni vier Jahre zu behalten und aufzuziehen».

«Zytturm» hat ein Horn verloren

Und was, wenn nun die Jury am Mittwoch das hübscheste Tier zum Sieger erkürt und dieses während der kommenden Jahre ein Horn verliert? «Das ist tatsächlich schon passiert», erklärt Freddy Trütsch, der Sprecher des Eidgenössischen 2019. «Aber mit solchen Dingen rechnet man. Darum werden die drei erstplatzierten Munis sicher bis zum Schwingfest gehalten.»

Ein Punkt ist dem Castingteam besonders wichtig. «Der Name des Gewinnertiers, der ändert sich noch», so Tännler. «Es kann also gut sein, dass der Muni Kolin heissen wird, oder Zytturm.»

Wir dürfen uns denn nicht wundern, wenn uns in den kommenden drei Jahren die Nachricht ereilen wird: «Leider hat ‹Zytturm› ein Horn verloren und ‹Parktower› liegt mit der Maul- und Klauenseuche im Stall. Darum ist ‹Chriesiwurst› der neue Lebendpreis am kommenden Eidgenössischen. Möge er lange leben.»

<p>«Nummer 136, du bist raus. Wir haben leider keinen Muniring für dich.» Vielleicht klingt es am Mittwochabend am Muni-Casting genau so. (Bild: zentralplus)</p>

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