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Zug setzt auf Konstanz – aber knapp
  • Politik
Knapp wiedergewählt. Manuela Weichelt-Picard von den Alternativen – die Grünen. (Bild: anm)

Alle Zuger Regierungsräte wiedergewählt Zug setzt auf Konstanz – aber knapp

3 min Lesezeit 05.10.2014, 19:12 Uhr

Kurz vor 18 Uhr am Sonntagabend hatte das lange Warten für die Regierungsratskandidaten ein Ende. Alle bisherigen Regierungsräte und die Regierungsrätin wurden in ihrem Amt bestätigt. Der Sitz von Manuela Weichelt-Picard konnte aber nur knapp verteidigt werden. Ihr Herausforderer Martin Pifster von der CVP nimmt es gelassen.

Warten mussten sie lange, die Ansage war dann aber kurz. Der Landschreiber Tobias Moser verkündete kurz vor 18 Uhr am Sonntagabend die Resultate der Regierungsratswahl. Alle sieben Bisherigen wurden in ihrem Amt bestätigt. Am meisten Stimmen erhielt der Finanzdirektor Peter Hegglin (21’585) von der CVP.

An zweiter Stelle steht Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel mit 19’828 Stimmen. Ebenfalls für eine neue Legislatur gewählt sind Sicherheitsdirektor Beat Villiger von der CVP (18’479) und der Vorsteher der Gesundheitsdirektion, Urs Hürlimann von der FDP (18’342). Die beiden SVP-Regierungsräte Heinz Tännler und Stephan Schleiss erhielten 16’997 und 14’610 Stimmen. Heinz Tännler wird für die nächsten zwei Jahre das Amt des Landammans von Beat Villiger übernehmen.

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Nur rund 200 Stimmen Differenz

Knapp wurde es für die einzige Frau in der Regierung. Manuela Weichelt-Picard von der Alternative – die Grünen setzte sich mit 12’558 Stimmen gegen den neu antretenden Martin Pfister durch. Sie holte sich 205 Stimmen mehr als der Herausforderer der CVP. Pfister sagt zum Wahlresultat: «Mir geht es sehr gut dabei, das ist ein tolles Resultat.» Ob er sich darüber nicht grämt, dass nur rund 200 Stimmen gefehlt haben? «Das kann man sich immer überlegen, aber wenn die Wahl vorbei ist, ist die Wahl vorbei.»

Auf Anfrage, ob seine Kandidatur als Aufbaukandidatur funktioniert habe, falls Peter Hegglin im nächsten Jahr bei den National- und Ständeratswahlen antreten wird, sagt Pfister: «Man kandidiert immer nur für die momentanen Wahlen. Und ob ich mich wieder aufstelle? Ich denke, jeder Politiker hat schon mehrmals für dasselbe Amt kandidiert.»

Achtungserfolg für die Piratenpartei

Die SP konnte wie schon vor vier Jahren keinen Sitz in der Zuger Regierung gewinnen. Ihre Kandidatin, Christina Bürgi-Dellsperger erreichte 8’910 Stimmen.

Keine Chance hatte Stefan Thöni von der Piratenpartei. Mit 3’669 Stimmen liegt er auf dem letzten Platz der Rangliste. Er hat aber einen Achtungserfolg erzielt für seine Partei, die zum ersten Mal überhaupt in Zug angetreten ist. Thöni ist zufrieden: «Wir hätten nicht gedacht, dass es so viele Stimmen gibt. Das ist für uns ein klarer Auftrag, weiterzumachen.» Für die Piraten hat es auch bei den Gemeinderatswahlen zu keinem Mandat gereicht. Wie geht es jetzt weiter? «Wir haben noch Energie, und wir werden jetzt in Luzern weitermachen mit den Kantonsratswahlen», sagt Thöni.

SP weiter nicht vertreten

Auch Christina Bürgi-Dellsperger ist es nicht gelungen, für die Zuger SP einen Sitz im Regierungsrat zu ergattern. Woran ist sie gescheitert? «Mit dem neuen Wahlsystem ist es für die SP noch schwieriger geworden. Auch weil alle Bisherigen wieder angetreten sind.» Aber unmöglich sei es nicht: «Es kann immer wieder Änderungen gegeben. Gerade wenn es zwei Vakanzen geben würde.» Hat der Support aus der Partei nicht gereicht? «Ich wurde gut unterstützt. Wir glauben nicht an Plakate, sondern haben auf Begegnungen gesetzt, sind auf die Strasse.»

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