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«Zug kann einer der besten Plätze für junge Spieler werden»
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Der neue Academy-Coach Stefan Hedlund ist bereits sehr engagiert dabei. (Bild: Felix Klaus/EVZ)

«Laissez-faire» hält Einzug in die EVZ Academy «Zug kann einer der besten Plätze für junge Spieler werden»

3 min Lesezeit 15.09.2017, 11:53 Uhr

Diesen Freitag bestreitet das EVZ-Academy-Team sein erstes Heimspiel in der zweiten Saison in der zweithöchsten Spielklasse. Das Swiss-League-Team möchte nun neben der Ausbildung höhere sportliche Ambitionen im Tagesgeschäft verfolgen – und kann bei diesem Unterfangen auf einen altbekannten Star und einen neuen Coach zählen.

 

Die EVZ Academy hat das seltene Privileg im Sport, dass der Erfolg ihres Bestehens nicht am letzten Spiel gemessen wird, sondern viel eher die mittel- und langfristige Entwicklung talentierter Junioren im Fokus steht. Die Academy soll als Zwischenstufe zwischen den Elite-Junioren und der ersten Mannschaft dienen und den Jungen den Sprung ins Profi-Eishockey abfedern.

Erste Früchte davon zeigen sich diese Saison bereits bei der ersten Mannschaft, wo eine ganze Sturmlinie von Academy-Absolventen aufgrund der Verletzungsmisere Eiszeit erhält und mit dem höheren Rhythmus passabel mithalten kann.

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Mehr Gestaltungsmöglichkeiten für die Spieler

Die gegenwärtige vierte Linie des EVZ, bestehend aus Fabio Kläy, Fabio Arnold sowie alternierend Sandro Forrer und Fabian Haberstich, unterstreicht, dass die gewünschte individuelle Entwicklung der Jungen auf gutem Weg ist. Diese Bestätigung der Academy-Arbeit schmälert indes die Erfolgsaussichten des Academy-Teams, das seinerseits nun auf seine potentiell besten Spieler verzichten muss.

Obwohl der neue Academy-Coach Stefan Hedlund das Spielen um die Playoff-Plätze als Ziel formuliert hat, stellt dies für ihn kein Problem dar. «Die Leistungen der Jungen zeigen, dass sie sich gut entwickeln. Nun erhalten andere in der Academy die Gelegenheit, sich zu zeigen.» Mit der Verpflichtung des Schweden, der zuletzt das U20-Team des schwedischen Top-Clubs Lulea – und damit auch den Zuger Livio Stadler – trainierte, setzt der EVZ voll auf die schwedische Ausbildungsphilosophie. Dort wird das aktive Einbeziehen und die Förderung der Selbstreflexion von Spielern grossgeschrieben. Dies wirkt sich konkret auf die Trainings in Zug aus. So definiert Hedlund die Merkmale eines guten Trainings, «dass wir alle mitentscheiden und auch während des Trainings darüber reflektieren».

«Die Spieler beteiligen sich sehr beim Treffen von Entscheidungen und schätzen das.»

Stefan Hedlund, neuer Academy-Coach

Hedlund findet, dass seine Spieler gut auf die flachere Hierarchie und offenere Gesprächskultur ansprechen. «Sie sind sehr motiviert und nehmen die Möglichkeit, sich in die Gestaltung und Beurteilung des Trainings einzubringen, gerne wahr. Die Spieler beteiligen sich sehr beim Treffen von Entscheidungen und schätzen das.» Der 42-Jährige, der bereits seit acht Jahren als Cheftrainer amtet, sprüht vor Vorfreude auf seine erste Station ausserhalb Skandinaviens. «Die langfristige Perspektive, hier zu bleiben, und die Philosophie, auf eigene Junioren zu setzen, reizt mich. Zug kann einer der besten Plätze für junge Spieler in Europa werden.»

Überdies biete die moderne Infrastruktur beste Voraussetzungen und die Organisation arbeite enorm professionell. Ihm und seiner Familie – darunter drei Söhne, die nun im EVZ-Nachwuchs antreten – gefalle es folglich ausserordentlich in Zug. Man fühle sich willkommen.

Wann kommt Holden?

Mit der stärkeren Einbeziehung der jungen Spieler in die Entscheidungsfindung wird deren Eigenverantwortung und Mündigkeit nicht nur auf, sondern auch neben dem Eis gestärkt. Sie sollen einen wesentlichen Teil dazu beitragen, dass der Lernprozess in den Trainings und Spielen in erfolgreichen Bahnen verläuft. Deswegen brauche es eine ständige Evaluation und stetige Verbesserung – auch in den Spielen. Schliesslich «spielen die Spieler, um zu gewinnen».

Damit die Zuger diese Saison konstanter auftreten und nicht wieder demoralisierende Niederlagenserien historischen Ausmasses wie vergangene Saison erleben müssen, als sie von 24 aufeinanderfolgenden Spielen nur eines gewinnen konnten, können sie diese Saison auf die Hilfe eines altbekannten Gesichtes zählen.

Josh Holden würde definitiv eine Verstärkung für das Academy-Team darstellen. Das Problem ist nur, dass der Nati-B-Spieler Holden, der 2004 mit dem mittlerweile bankrotten Forward Morges bereits einmal einen NLB-Vertrag abgeschlossen hatte, ohne eine einzige Partie zu bestreiten, weiterhin eine Hypothese bleibt.

Zunächst musste er aufgrund einer Operation an der Schulter auf die Testspiele verzichten, bevor er letzten Samstag sein Saisondebüt überraschend in der ersten Mannschaft gab, wo er nach der mindestens dreiwöchigen Verletzungspause McIntyres wohl bis auf Weiteres bleiben wird (zentralplus berichtete). Handkehrum ist dies für die Jungen eine gute Gelegenheit, um mit ihrer neugewonnenen Eigenverantwortung umsichtig und erfolgreich umgehen zu lernen.

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