Zug gehen die Handwerker aus – Branche reagiert
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Handwerkbetriebe haben Mühe, geeignete Lehrlinge zu finden (Symbolbild) (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Bis Oktober sind Verträge möglich Zug gehen die Handwerker aus – Branche reagiert

1 min Lesezeit 16.08.2020, 09:36 Uhr

Ein Viertel der jungen Zugerinnen und Zuger besucht ab Montag das Gymnasium. Für die Handwerksbetriebe wird es immer schwieriger, Lehrlinge zu finden.

«In zwei bis drei Generationen gibt es keine Handwerker mehr.» Diese alarmierende Aussage macht Patrik Langenegger, Inhaber der Patrik Langenegger AG aus Baar gegenüber «Pilatus today». Er beklagt, dass es immer schwieriger werde, geeignete Lehrlinge für seine Steinplattenfirma zu finden.

Auch andere Unternehmungen haben mit dem Problem zu kämpfen. Susanne Beck, Personalverantwortliche der Haustechnikfirma Niedermann AG sieht gegenüber dem Portal auch ein Image-Problem der Handwerksberufe. So seien etwa bei Sanitärinstallateuren Fähigkeiten wie räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis gefragt – die man nicht unbedingt mit einem Handwerksberuf verbinden würde.

Corona macht Kampagne möglich

Doch gerade der Lockdown hätte gezeigt, dass ohne fliessendes Wasser und funktionierendes Internet das Homeoffice nicht möglich gewesen wäre. Sowohl Branchenverbände als auch die Unternehmen wollen nun versuchen, den jungen Menschen eine Handwerkerlehre schmackhaft zu machen – auch in allerletzter Minute.

So startet etwa Branchenverband Suissetec für Gebäudetechnik im September eine Social-Media-Kampagne. Schüler sollen sich noch diesen Herbst für einen Lehrbeginn bewegen. Das geht ausnahmsweise: Wegen der Corona-Krise hat das Staatssekretariat für Bildung die Frist für die Unterzeichnung von Lehrverträgen bis Oktober verlängert.

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