Zu viele Arbeitslose in Luzern – zu wenig Unterstützung beim Bewerben
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Im Corona-Jahr 2020 waren durchschnittlich 5198 Personen aus Luzern auf Jobsuche.

SP-Kantonsrat fordert neues Angebot Zu viele Arbeitslose in Luzern – zu wenig Unterstützung beim Bewerben

2 min Lesezeit 13.03.2021, 11:02 Uhr

SP-Kantonsrat Marcel Budmiger fordert die Regierung auf, zu den bestehenden Unterstützungsangeboten im Bewerbungsprozess ein neues und niederschwelliges Angebot zu schaffen. Das, weil weder die RAV noch andere Institutionen für den Ansturm an Arbeitslosen in Coronazeiten ausgerüstet seien.

Coronabedingt mussten verschiedene Angebote zur Arbeitsintegration wie die Infozentren des Schweizerischen Arbeitershilfswerk (SAH) und der Lese- und Schreibdienst der Caritas schliessen. Als Ersatz wurde die SAH-Bewerbungsunterstützung geschaffen. Unterstützung bei seiner Bewerbung erhält jedoch nur, wer durch eine zuweisende Stelle angemeldet wird. Zudem können nicht mehr als 450 Personen jährlich von diesem Angebot profitieren.

Das reicht nicht, gerade nicht in Krisenzeiten, findet SP-Kantonsrat Marcel Budmiger. Mit dem neuen Angebot will WAS wira den Fokus mehr auf eigenverantwortliches Handeln legen, was «sicher sinnvoll» sei. «Es fallen dabei aber viele Menschen durch die Maschen, welche sich nun in grosser Zahl bei den RAV oder Beratungsangeboten der Zivilgesellschaft wie Solinetz, Hello Welcome und Sentitreff melden.»

Im Corona-Jahr 2020 waren durchschnittlich 5198 Personen aus Luzern auf Jobsuche. Die Arbeitslosen-Quote war damit so hoch, wie seit der Finanzkrise nicht mehr (zentralplus berichtete).

In seinem dringlich eingereichten Vorstoss schreibt Budmiger: «Weder die RAV noch die zivilgesellschaftlichen Institutionen sind für diesen Ansturm ausgerüstet.» Es werde offensichtlich, dass ein niederschwelliges Angebot fehle. Eines, an das sich Menschen wenden können, die nicht genügend Ressourcen haben. Sei das sprachlich, oder weil sie keinen Zugang zu einem Computer haben. Um die Betroffenen möglichst rasch wieder ins Erwerbsleben zu integrieren, müsse «unverzüglich» ein ergänzendes Angebot bei der Bewerbungsunterstützung geschaffen werden, welche sich sowohl an die hier geborene und die migrantische Bevölkerung richte.

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