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Zimmermann, Michel oder Tännler: Wer schafft den Sprung ins Stöckli?
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Wer macht am 17. November das Rennen? Tabea Zimmermann Gibson, Heinz Tännler oder Matthias Michel? (Bild: Montage sib)

Acht Fragen vor dem zweiten Wahlgang in Zug Zimmermann, Michel oder Tännler: Wer schafft den Sprung ins Stöckli?

7 min Lesezeit 12 Kommentare 08.11.2019, 05:02 Uhr

Im Kanton Zug buhlen drei Kandidaten um den zweiten Sitz im Stöckli. Matthias Michel gilt gemeinhin als Favorit, seine Partei hat jedoch auch am meisten zu verlieren. Links und rechts zeigt man sich derweil optimistisch.

Am 17. November entscheidet die Zuger Stimmbevölkerung, wer den Kanton gemeinsam mit Peter Hegglin (CVP) in Ständerat vertreten soll. Zur Auswahl stehen Tabea Zimmermann Gibson (ALG), Matthias Michel (FDP) und Heinz Tännler (SVP) (zentralplus berichtete). Michel und Tännler lagen im ersten Wahlgang fast gleichauf.

Bis zum Wahlsonntag dauert das Spekulieren, Kaffeesatzlesen, Hoffen und Bangen an. zentralplus stellt die wichtigsten Fragen vor dem Showdown.

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1. Rettet Matthias Michel die Ehre der Zuger FDP?

Knapp 3 Prozent weniger Wähleranteil, dazu der Verlust des Nationalratssitzes: Die FDP war im Kanton Zug die klare Verliererin der nationalen Wahlen. Mit Matthias Michel hat sie aber noch ein heisses Eisen im Feuer. Verspürt er nun mehr Druck? Michel antwortet: «Wer ohne Druck in einen solchen Wahlkampf steigt, sitzt wohl auf einem gar hohen Ross.» Es sei ihm bewusst, dass die Erwartungen an ihn hoch sind. «Die Unterstützung aber auch.»

Die Enttäuschung der Nationalratswahlen scheint in der FDP etwas ausgelöst zu haben. «Sowohl seitens des Komitees als auch der Partei spüren wir schon eine zusätzliche Mobilisierung», sagt Michel. Sein Komitee zählt mittlerweile über 400 Personen.

Der zweite Wahlgang dürfte nicht nur für die FDP einen schicksalhaften Ausgang nehmen, sondern auch für die weitere berufliche Zukunft von Michel. Darüber, was er im Falle einer Nichtwahl zu tun gedenke, will er sich aber nicht äussern.

2. Marschiert Michel locker durch?

Die Rechnung ist eigentlich einfach. Matthias Michel kann auf die Unterstützung aus der Mitte hoffen. Sowohl die CVP wie auch die GLP empfehlen den Zuger alt Regierungsrat zur Wahl. Rechnet man die Stimmanteile der beiden Parteien und von Michels FDP bei den Nationalratswahlen zusammen, kommt man auf 44 Prozent. Damit überflügelt Michel die SVP (26,6 Prozent) und das linke Lager aus SP und Alternativen (28,5 Prozent) klar.

Alles klar also? Michel ist zurückhaltend: «Ich behalte den Respekt vor jeder Wahl und konzentriere mich auf meine Stärken. Ausgezählt wird erst am Wahlsonntag.»

Matthias Michel sieht die Ausgangslage vor dem zweiten Wahlgang offen.

CVP-Präsidentin Laura Dittli zeigt sich derweil überzeugt, dass die CVP-Basis für Michel stimmen wird. «Vielen Wählern ist eine starke Mitte wichtig», sagt sie.

3. Im zweiten Wahlgang kann nur noch eine Person gewählt werden. Was hat das für Auswirkungen?

Würden in der Politik rein rationale Faktoren zählen – Matthias Michel hätte im ersten Wahlgang weit vor Heinz Tännler liegen müssen. Geht man davon aus, dass alle Wähler nebst dem Kandidaten der eigenen Partei denjenigen auf die Liste schreiben, der politisch am nächsten liegt – die SVP-Wähler hätten nebst Tännler auch Michel wählen müssen. Zeitgleich hätten mit derselben Logik Michel auch viele Stimmen der CVP zufliegen müssen. Die Stimmen der FDP hätten sich auf Tännler und Hegglin verteilt.

Heinz Tännlers Wahlkampfleiter Gregor R. Bruhin ist solchen Überlegungen gegenüber skeptisch. «Wer effektiv wie abgestimmt hat, wissen wir nicht. Alles andere sind Spekulationen», sagt er. Auch wenn es keine SVP-interne Weisung gab, im ersten Wahlgang «nur» Tännler zu wählen, glaubt Bruhin, dass es durchaus so gewesen sein könnte. «Unsere Wählerschaft steht klar hinter Heinz Tännler.»

Für Michel ist klar, dass die SVP-Wähler nun verstärkt auf ihren Kandidaten setzen. «Das gilt umgekehrt auch für die FDP.» Möglich also, dass Tännler im zweiten Wahlgang die FDP-Wählerschaft wegbricht.

4. Spielt Tabea Zimmermann mit ihrer Kandidatur Heinz Tännler in die Karten?

Noch besser sähen die Karten für Michel aus, wenn das linke Lager auf eine Kandidatur im zweiten Wahlgang verzichtet hätte. Denn sowohl für SP- wie ALG-Wähler ist der FDPler aus inhaltlichen Gründen viel eher wählbar als SVP-Tännler.

Tabea Zimmermann will sich aber keinesfalls als Wegbereiterin eines allfälligen Erfolges von Heinz Tännler sehen. «Genauso gut könnte man argumentieren, dass Michel mir Stimmen wegnimmt», sagt sie. Sie spreche ein anderes Wählersegment an als die beiden bürgerlichen Herren. «Frauen, Junge, Klimaaktivsten», erklärt sie.

Michel kommentiert Zimmermanns Kandidatur nüchtern. «In einer reinen Majorzwahl schadet eine dritte Kandidatur nur schon rein mathematisch immer den beiden Favoriten», sagt er.

SVP-Gemeinderat Gregor R. Bruhin stört Zimmermanns Kandidatur nicht. «Zimmermann machte im ersten Wahlgang bereits ein gutes Resultat und mich freut es, dass den Stimmbürgern im zweiten Wahlgang eine breite Auswahl angeboten wird.»

5. Hat Tabea Zimmermann auf der grünen Welle surfend reelle Wahlchancen?

Von einer «grünen Flut» war mit Blick auf die Wahlresultate der Grünen in der ganzen Schweiz am 20. Oktober die Rede. Grüne und Grünliberale legten massiv zu. Zu einer Sensation kam es etwa im Glarus, wo der Kandidat der Grünen einen amtierenden SVP-Ständerat überholte.

Auch im Kanton Zug legte die ALG massiv zu. Die Partei holte mit 19,2 Prozent ganze 12 Prozentpunkte mehr als noch 2015. Mit Manuela Weichelt kehrte sie nach acht Jahren Abstinenz in den Nationalrat zurück und ist erst noch dafür besorgt, dass der Kanton Zug erstmals eine Frau nach Bern schickt.

Es kann offenbar grossen Spass machen, Blumen an die Bevölkerung zu verteilen.

Diese Tatsachen und ihr eigenes Resultat haben Tabea Zimmermann dazu motiviert, nochmals ins Rennen zu steigen. «Hinzu kommen die vielen Begegnungen auf der Strasse. Die Leute freuen sich über den frischen Wind in der Politik und das hat auch mir nochmals zusätzlich Schub verliehen», sagt sie.

Aber ob es wirklich reicht? Zimmermann beteuert, dass sie es mit ihrer Kandidatur ernst meint. «Ich spüre eine breite Unterstützung.» Aber geht diese auch über das linke Spektrum hinaus? Engagieren sich etwa prominente CVP- oder GLP-Mitglieder in ihrem Komitee? Zimmermann verneint. «Aber ich erhalte von zahlreichen Einzelpersonen aus der politischen Mitte die Rückmeldung, dass sie sich persönlich für mich freuen würden.»

6. Kommt die SVP mit Tännler zu einem Erfolgserlebnis?

Die SVP war bei den nationalen Wahlen die grosse Verliererin. Die Partei gab die Schuld dafür dem Klimahype und den Medien. Mit Heinz Tännler hat die Sünnelipartei in Zug einen Kandidaten im Rennen, der durchaus reüssieren könnte. Sind die SVP-Anhänger wütend über das Resultat vom 20. Oktober? Gibt es eine Erst-recht-Stimmung?

Heinz Tännler rührte bereits vor dem ersten Wahlgang die Werbetrommel.

Bruhin nimmt in der Tännler-Anhängerschaft durchaus viel Enthusiasmus wahr. «Seit dem ersten Wahlgang haben sich nochmals viele Freiwillige gemeldet, die uns als Wahlhelfer unterstützen wollen.» Dass dies eine Trotzreaktion sei, glaubt Bruhin weniger. «Unsere Leute sind überzeugt von den Fähigkeiten von Heinz Tännler.» Er erwähnt dabei Tännlers Regierungstätigkeit und seinen Job als OK-Chef des ESAF.  

7. Haben die Zuger Grünliberalen keinen linken Flügel?

Keine Partei ist politisch so schwierig zu verorten wie die Grünliberalen. Dementsprechend gerieten in den letzten Wochen ihre Wahlempfehlungen in den Fokus. Im Kanton Zürich konnte sich die Partei nicht zwischen Ruedi Noser (FDP) und Marionna Schlatter (Grüne) festlegen. Es wurde Stimmfreigabe beschlossen. Im Kanton Bern wird die Grünen-Kandidatin Regula Rytz ebenso unterstützt wie Christa Markwalder (FDP).

Im Kanton Zug war diese Entscheidung wenig umstritten. Die GLP unterstützt Matthias Michel (zentralplus berichtete), was diesen freut. GLP-Co-Parteipräsident Daniel Stadlin erklärt, dass man sich die Positionen aller drei Kandidaten anschaute. Das Profil von Matthias Michel passe am besten zur GLP, erklärt er.

Und ALG-Frau Zimmermann? Stadlin sagt: «Sie hatte wegen ihrer Positionen einen schweren Stand. Sie steht zu links.» Zimmermann ist vom Kurs der GLP nicht überrascht. «Wir spüren immer wieder grosse Vorbehalte seitens der Zuger GLP. Diese will sich nicht links positionieren sondern bürgerlich und ist ja auch vor vier Jahren eine Listenverbindung mit der FDP eingegangen. Wer grün wählen will, wählt deshalb das grüne Original.» Das sei in Zug die ALG.

8. Passiert in den letzten Tagen noch etwas Einschneidendes?

Seit dem Fall Villiger tut man in Zug gut daran, die Entwicklungen stets bis zum definitiven Schliessen der Urnen im Blickfeld zu halten. Plötzlich lauert irgendwo ein Skandal.

So hat die «Weltwoche» diesen Donnerstag in einem Artikel Matthias Michel mit einer finanziellen Angelegenheit konfrontiert (zentralplus berichtete). Dieser besuchte 2018 Weiterbildungskurse, die ihn auf das Präsidium des Bankrats hätten vorbereiten sollen. Als sich Michel für eine Kandidatur fürs Stöckli entschied, lehnte er diesen Posten allerdings ab.

Michel sagt, er habe die Kurse selbst bezahlt. Die «Weltwoche» berichtet aber, dass die Rückzahlung just an jenem Tag erfolgt sei, als Michel von einem Journalisten damit konfrontiert wurde.

Von zentralplus auf die Geschichte angesprochen sagt Michel: «Es ist bedauerlich, dass die SVP-nahe «Weltwoche» in letzter Minute versucht, den Wahlausgang zu beeinflussen. Die Story selber ist aber reichlich dünn und zeichnet ein Bild von mir, das nichts mit dem zu tun hat, wie man mich kennt.»

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12 Kommentare
  1. mebinger, 12.11.2019, 17:55 Uhr

    Hat sich geklärt, mein Fehler 🙂 Danke für die rasche Antwort

  2. mebinger, 12.11.2019, 16:45 Uhr

    So hat Heinz es geschafft, das meine Bemerkungen gelöscht werden?. Bitte Antwort per Email, [email protected]

  3. jam, 09.11.2019, 11:34 Uhr

    Lieber Daniel, ich sehe keinen Widerspruch darin, einen guten Finanzdirektor und SVP-Mann im Kanton Zug behalten zu wollen. Soll doch ein Jeder das machen, was er am besten kann. Im Fall von Matthias Michel, der als Persönlichkeit gewählt werden soll, aber natürlich auch als Mann der FDP, die ordnungspolitisch an einer liberalen Marktwirtschaft (und einem guten, aber nicht ausufernden Sozialsystem) festhält, sehe ich mehr Chancen, wenn er sich in Bern für den Kanton Zug (und für die Schweiz) einsetzt.

  4. jam, 08.11.2019, 21:01 Uhr

    Heinz Tännler ist ein guter Finanzdirektor, also behalten wir ihn lieber für den Kanton Zug. Matthias Michel, der frühere Volkswirtschaftsdirektor der FDP.Die Liberalen, ist der geeignetere Mann für den Ständerat – also schicken wir ihn nach Bern. Für Zug, aus Zug.

    1. dgruber, 09.11.2019, 10:48 Uhr

      Lieber Jan
      Den finde ich nicht schlecht: Heinz Tännler mit dem klar besseren Leistungsausweis sowie Nachweis als “Macher” gehört “bestraft” und soll im Regierungsrat bleiben, wogegen der FDP Mann (man beachte bei der FDP: es steht die Partei im Vordergrund, nicht die Persönlichkeit) nach Bern geschickt werden soll um sich lukrative VR-Mandate zu sichern und für sich selbst zu lobbyieren anstatt sich für den Stand Zug einzusetzen. Die mehrmalige Wiederholung dieser Aussage macht es auch nicht besser.

  5. mebinger, 08.11.2019, 17:22 Uhr

    PS: Ich bin zwar Mitglied der FDP, engagiere mich für Matthias als Freund und gegen Tännler, weil er mich mehrfach persönlich mit seinem Egoismus massiv enttäuscht hat. Von ihn halte ich persönlich weniger als nichts. Als ich die Kanzleigemeinschaft mit ihm auflöste räumte ich in einer Nacht- und Nebelaktion meine Bibliothek aus, dass ich dies tun zu müssen glaubte spricht wohl für sich

    1. dgruber, 09.11.2019, 10:52 Uhr

      Lieber Herr Ebinger
      Ihren Frust möchte ich nicht werten, wie immer gibt es wahrscheinlich zwei Seiten der Geschichte. Matthias Michel ist mir bislang eher mit Opportunismus aufgefallen denn mit Einsatz für den Kanton Zug, was bei Hein Tännler genau gegenteilig ist. Privat wie auch geschäftlich habe ich mit Heinz Tännler vor und während seiner Regierungsratszeit ausschliesslich die besten Erfahrungen gemacht und unterstütze ihn deshalb aus Überzeugung, weil er die klar beste Wahl als Standesvertreter unseres Kantons in Bundesbern ist. Als Brückenbauer, als Macher, als Persönlichkeit!

  6. Hans Peter Roth, 08.11.2019, 12:00 Uhr

    Zu der angezweifelt Integrität von Matthias Michel passt auch die Plakataffäre sehr gut. Der sich als Brückenbauer und Vermittler anpreisende Michel hat mit rechtlichen Schritten verlangt, dass ein Plakat von oppositionellen Jungpolitikern zum Thema “bezahlbare Wohnungen” entfernt werden müsse. Die daraus resultierenden Anwalts- und Gerichtskosten führten dazu, dass die jungen Leute (zumeist noch in Ausbildung) Kredite aufnehmen müssten, um die Kosten zu bezahlen. Diese Methode, mit ruinösen Gerichtsverfahren die Opposition mundtot zu machen, kennen wir bestens aus totalitären Staaten. Wäre Michel ein Brückenbauer, hätte der mehrfache Millionär zum Zeichen der Versöhnung einen Batzen aus seinem Portokässeli springen lassen. Hat er aber nicht. Auch der mitbeteiligte Tännler tat dies nicht. Politiker sollten nicht aufgrund ihrer Hochglanzprospekte gewählt werden, sondern aufgrund ihrer Taten, die sich häufig hinter den Kulissen abspielen. Für mich gibt es nur eine einzige integre Kandidatin für den Ständerat: Tabea Zimmermann Gibson.

    1. mebinger, 08.11.2019, 17:17 Uhr

      So So Matthias ist mehrfacher Millionär, wusste ich gar nicht aber scheinbar ist im Moment jedes Mittel recht ihn in den Dreck zu ziehen und dass Tabea Zimmermann dies nicht unterbindet spricht nivht gerade für sie und ihre Anhänger. Das Verhalten von Matthias und Heinz bei der Plakataktion habe ich auch kritisiert, aber ihn deswegen im Dunstkreis von Despoten zu stellen ist unter jedem Niveau. Ich kenne Matthias seit über 30 Jahren und ivh kann mir keinen integren Kandidaten vorstellen.

  7. dgruber, 08.11.2019, 09:10 Uhr

    Nach Wikipedia ist die Integrität eine ethische Forderung des philosophischen Humanismus nach möglichst weitgehender Übereinstimmung zwischen den eigenen Idealen und Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis. Soweit so gut.

    Im Zuge des kürzlich in der Weltwoche publizierten Artikels zu den Ständeratswahlen im Kanton Zug muss die Frage erlaubt sein, wie es denn um die Integrität des Ständeratskandidaten der FDP steht, zumal er mit diesem Begriff für sich wirbt? Ich hätte mir gewünscht, dass diese unschöne Sache schon bei der Nominationsversammlung vom 28.03.19 thematisiert worden wäre, welche nur ein paar Tage nach den kritischen Fragen der Zuger Zeitung abgehalten wurde. Wusste die Parteileitung der FDP Kantonalpartei von diesen unbeglichenen Kurskosten des dannzumal noch nicht nominierten Ständeratskandidaten? Hätten die FDP Parteimitglieder ihn wohl nominiert, sofern dieser offen, ehrlich und transparent orientiert hätte? Wäre es wohl zur Nicht-Nominierung gekommen, analog zur Nicht-Nominierung der heutigen FDP Kantonalpräsidentin vor der Regierungsratswahl von vor einem Jahr, nachdem diese die Versammlung über eine unschöne Geschichte in ihrer Wohngemeinde Steinhausen orientiert hatte?

    Fragen, die sich alle Wahlberechtigten stellen müssten vor ihrer Abwägung, wem sie am 17. November ihre Stimme als glaubwürdigen und integren Zuger Standesvertreter geben.

    1. mebinger, 08.11.2019, 17:09 Uhr

      So jetzt mal halblang: wäre Matthias ende März nicht nominiert worden, wäre das Bankratspräsidium eine Option gewesen und erst mit der Nomination ergab sich die Notwendigkeit die Kurskosten zurück zu erstatten. Man kann auch Probleme konstruieren, wo keine sind, wenn man um jeden Preis gewinnen will. Aber scheinbar hat Heinz so Winkelzüge notwendig.

    2. dgruber, 09.11.2019, 10:55 Uhr

      Auf die gestrige Antwort von Hr. Ebinger: Das gegenteilige ist der Fall! Wären diese Ungereimtheiten (womöglich gibt es noch mehr, typischerweise kommt immer zuerst die Spitze des Eisbergs an die Oberfläche) von Anfang an klar kommuniziert worden wie dannzumal es Carina Brügger anlässlich der RR-Nominationsversammlung der FDP gemacht hat, wäre die Chance für Andi Hotz sehr gross gewesen als Kandidat nominiert zu werden, denn auch so ist er mit 100 Stimmen gegen 150 Stimmen für Michel nur marginal “unterlegen”.