Zentralschweizer Kantone beenden «Terrassen-Zoff»
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Tische auf den die Gartenterrassen in den Skigebieten bleiben vorerst nicht erlaubt.

Corona-Regeln nicht umgesetzt Zentralschweizer Kantone beenden «Terrassen-Zoff»

2 min Lesezeit 3 Kommentare 26.02.2021, 13:54 Uhr

Nun also doch: Die Tische und Bänke auf den Restaurantterrassen der Skigebiete werden wieder abgeräumt. Mehrere Kantone wollten der Aufforderung des Bundesrates zunächst nicht nachkommen, wonach die Aussenbereiche der Restaurants zu schliessen seien.

Der Mini-Aufstand ist beendet. Nidwalden, Obwalden, Uri, Schwyz, Glarus und Tessin werden die Terrassen ihrer Skigebiete nun doch schliessen. Die Kantone zogen mit ihrer Weigerung die Aussenbereiche zu schliessen den Unmut des Bundesrates auf sich.

Gaben sich die Kantone zunächst kämpferisch, ist nun bereits die Kehrtwende erfolgt. Nach diesem Wochenende ist der Verzehr von Take-Away auf den Sonnenterrassen nicht gestattet. Der Bundesrat sieht vor, die Öffnung der Aussenbereiche von sämtlichen Gastronomiebetriebe für den 22. März in Erwägung zu ziehen.

Gespräch brachte keinen Kompromiss

Gemäss den Medienmitteilungen aus den betroffenen Kantonen, hat am Donnerstagabend ein Gespräch zwischen dem Bundesrat und den Kantonsregierungen stattgefunden. «Wir bedauern sehr, dass wir keine Kompromisslösung erzielen konnten», schreibt Nidwaldens Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger. «Aus epidemiologischer Sicht sind wir von unserer Lösung nach wie vor überzeugt, aus staatspolitischer Sicht aber reichen wir die Hand, weil wir an einer guten Zusammenarbeit mit dem Bundesrat interessiert sind», fährt Michèle Blöchliger fort.

In Absprache mit dem Nachbarkanton Graubünden, werden in Uri bereits am Samstag die Terrassen geschlossen sein. Der Kanton verweist aber daraus, dass der Take-Away-Betrieb, getreu dem Bundesrecht, ausdrücklich erlaubt bleibt.

Luzern fährt bisheriges Regime weiter

Unverändert bleibt die Lage derweil in Luzern, wie die Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilt. Die zuvor ausgestellten Bewilligungen für die Skigebiete laufen am 28. Februar ab, werden nun aber bis 25. April verlängert. Dies unter den gleichen Bedingungen wie bisher. Das bedeutet:

  • Die Konsumation in Restaurationsbetrieben ist nicht möglich, es stehen jedoch Take-Away-Angebote zur Verfügung. Für Take-Away-Konsumation dürfen keine Sitzplätze auf Terrassen etc. zur Verfügung gestellt werden. Zudem gilt weiterhin ein Alkoholverbot.
  • Die Skigebiete können ihren Betrieb täglich öffnen (inklusive allen Pisten und Freeride).
  • Es gilt eine grundsätzliche Kapazitätsbeschränkung der Gäste, die bei 66 Prozent liegt (der Wert bemisst sich nach der Anzahl der Gäste an Spitzentagen).
  • Die von den Bergbahnbetreibern angelegten Schlittelwege bleiben, wegen des Verletzungsrisikos, bis auf Weiteres geschlossen.
  • Die Fenster in Gondeln und Windschutzklappen auf Sesselliften müssen nach Möglichkeit immer offen sein.

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3 Kommentare
  1. Land ob de Wolke, 26.02.2021, 14:43 Uhr

    In meinen Augen nimmt sich Blöchliger etwas gar wichtig ohne für den Kanton wirklich etwas geleistet zu haben! Sie sollte sich lieber darum kümmern, dass es mit dem Impfstoff im Kanton endlich vorwärts geht……. Da läuft nämlich seit Wochen gar nichts mehr!

    1. Kasimir Pfyffer, 26.02.2021, 16:29 Uhr

      «Aus epidemiologischer Sicht» ist das neue «grundsätzlich». Es wird von WichtigtuerInnen aller Parteien und Fachrichtungen so grosszügig verwendet wie Aromat. Das hier jemand auch noch gleich von «staatspolitischer Sicht» schwafelt, wo es lediglich um gesunden Menschenverstand geht, ist geradezu rekordverdächtig.

    2. Patkuet, 26.02.2021, 22:56 Uhr

      Apropos Gesunder Menschenverstand… Wir müssen wieder lernen selber zu denken!!
      Ich bin gespannt wie die Statistik am ende dieser «Pandemie» und vor allem deren Maßnahmen aussehen!?
      So wies aussieht werden mehr Menschen Verarmen und Verblöden als das sie am virus sterben werden!! Wir werden es Erfahren, eine Chance daraus zu lernen.

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