Zehn Dinge, die man über das Ägeribad wissen sollte
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So präsentiert sich Zugs neuer Wellnesstempel Zehn Dinge, die man über das Ägeribad wissen sollte

4 min Lesezeit 20.09.2018, 20:49 Uhr

Am Samstag kommender Woche feiert das Ägeribad seine Eröffnung, bevor es dann am Sonntag effektiv seine Schleusen öffnet. Wir waren schon jetzt zu Besuch und haben die 10 Höhepunkte und spannendsten Fakten zusammengetragen, die das millionenschwere Gemeinschaftsprojekt der beiden Ägerer Gemeinden auszeichnet.

1. Aussenbad mit Panorama

Bei einem der insgesamt drei grossen Becken handelt es sich um das Aussenbecken. Hier können sich die Gäste auch im Winter bei einer Wassertemperatur von 34 Grad entspannen. Unterstützend wirken hierfür die Massagedüsen und Sprudelliegen, sowie der wundervolle Ausblick über den Ägerisee. Zu geniessen gibt es diesen ab dem 30. September, wenn das Ägeribad offiziell eröffnet wird.

Aussenbecken Ägeribad

Aussenbecken Ägeribad

(Bild: zvg)

2. Eine heisse Sache

Das Aussenbecken ist das wärmste von allen, aber geheizt werden müssen alle. Um das zu schaffen, wird die beeindruckend grosse Holz-Schnitzel-Heizung etwa 4’100 Kubikmeter Holz pro Jahr verbrennen. Die Silos mit den Holzschnitzeln fassen 410 Kubik und werden entsprechend zehn mal pro Jahr mit Holz aus der Region befüllt.

 

Die Holzschnitzelheizung im Untergeschoss des Ägeribades

Die Holzschnitzelheizung im Untergeschoss des Ägeribades

(Bild: zvg)

3. Für die sportlichen Geister

Das Ägeribad hat drei grosse Pools. Das Grösste davon ist das Schwimmbecken. Es bietet acht Schwimmbahnen, die 25 Meter lang sind. Dieses Becken dient insbesondere dem Wasserball-Club SC Frosch Ägeri, der hier endlich heimische Trainingsmöglichkeiten vorfindet. Das Becken ist auch für Meisterschaftsspiele geeignet.

Schwimmbecken im Ägeribad

Schwimmbecken im Ägeribad

(Bild: zvg)

4. Das intelligente Becken

Nicht nur beim Wasserball, wo es hart zu und her geht, kann es Unfälle im Wasser geben. Die Gefahr zu ertrinken ist reell und das grösste Problem hierbei ist die Zeit. Drei Becken, das stellt für den Bademeister eine Herausforderung dar. Doch das Schwimmbecken bietet mit vielen elektronischen Helferlein Unterstützung. Unterwasser-Detektoren erfassen Schwimmer und senden einen Alarm an den Bademeister, wenn sich jemand während 15 Sekunden nicht bewegt. Dieser kann dann sofort reagieren.

5. Planschen für die Kleinen

Das Kinderbecken ist nicht nur für die Kleinen toll, die sich im wundervoll arrangierten Pool zum ersten mal ans Wasser gewöhnen können. Es ist auch speziell an die Eltern gedacht worden. Denn wenn die Möglichkeit besteht etwas zu plaudern, während das Kind tobt, bleiben die Eltern eher und passen selbst auf ihr Kind auf.

Das Planschbecken für die ganz Kleinen

Das Planschbecken für die ganz Kleinen

(Bild: zvg)

6. Weil Wasser schon feucht genug ist

Was optisch etwas an ein Weltraumgefährt erinnert, hat nicht viel damit zu tun. Es handelt sich um eine Lüftung, die 18’000 Kubikmeter Luft pro Stunde austauscht. Ohne sie, so Geschäftsführer Stefan Schlatter, würde die Luftfeuchtigkeit bereits nach einer halben Stunde rund 85 Prozent betragen.

 

Was wie ein Weltraumgefährt aussieht, ist eigentlich die Lüftung.

Was wie ein Weltraumgefährt aussieht, ist eigentlich die Lüftung.

(Bild: zvg)

7. Erlebnisbecken für alle

Dieses ist speziell für Schüler und Nichtschwimmer mit einem Hubboden ausgestattet. Das Wasser ist über eine Fläche von 10 auf 15 Metern verteilt. Die Belegungspläne sind so ausgerichtet, dass eine Schulklasse nicht das ganze Hallenbad für sich einnimmt, sondern alle anderen Gäste immer noch genügend Platz finden.

Erlebnisbecken mit Hubboden

Erlebnisbecken mit Hubboden

(Bild: zvg)

8. Sauberkeit – das A und O

Alle Becken zusammen fassen 2’100 Kubikmeter Wasser. Zum Vergleich, das sind gegen die 14’000 Badewannen. Und diese Wassermengen gehen sechs mal pro Tag durch die Aufbereitung, einen riesigen Raum mit etlichen Tanks. Und anschliessend durch drei kleine Räume mit unterschiedlichen Chemikalien. Diese werden eingesetzt um unter anderem den Säuregehalt des Wassers in einem optimalen Bereich zu halten. Die Werte werden maschinell rund um die Uhr überwacht.

Einmal täglich werden aber auch Proben von Hand genommen, um sicher zu stellen, dass die Maschinen richtig arbeiten. Die Reinigung fängt aber schon vorher an, so sind die Bademeister beispielsweise dazu aufgerufen, den Vorplatz sauber zu halten. Die Gäste wiederum sollen – das ist nicht wirklich neu – vor dem Baden duschen gehen.

9. Wellness – warme und kalte Höhlen

Wer will, kann für einen Aufpreis zum normalen Badeeintritt auch den Wellness-Bereich lösen. Dort stehen Sauna, Dampfbad und Kaltwasserzonen zur Verfügung. Für die Zeit zwischen den Saunagängen stehen eine gemütliche Wohlfühloase und ein «Silent-Room» zur Verfügung. Dort gilt es nicht nur leise zu sein, sondern zu schweigen.

Laut könnte es allerdings bei den Abkühlmöglichkeiten werden, denn neben der standardmässigen Kessel kalten Wassers, den man sich über den Kopf schütten kann, besteht auch ein Kältebad. Der Abstieg dorthin mutet mysteriös und etwas höhlenähnlich an.

Abstieg zum abkühlenden Wasser

Abstieg zum abkühlenden Wasser

(Bild: zvg)

10. Das Ägeribad behält die Wärme für sich

Vom Wasser, das nicht mehr zurück in den Kreislauf des Hallenbades fliesst, gehen 50 Prozent zur Kläranlage, der Rest kann frisch gereinigt dem See zugeführt werden. Von allem Wasser aber, welches das das Ägeribad verlässt, wird erst die Wärme zurückgewonnen.

Einer der ominösen silbernen Kästen, welche die Wärme des Abwassers zurückgewinnen

Einer der ominösen silbernen Kästen, welche die Wärme des Abwassers zurückgewinnen

(Bild: zvg)

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