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Yoga, Zumba und Bistro im Lagerhaus der «Papieri»
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So stellt sich der Kampfsportverein Shinson Hapkido das Bistro vor. Er und die IG Langhuus dürfen das Lagerhaus der Papieri gemeinsam nutzen. (Bild: zVg)

Zwischennutzung im Areal der Papierfabrik in Cham Yoga, Zumba und Bistro im Lagerhaus der «Papieri»

3 min Lesezeit 17.10.2017, 18:39 Uhr

Nun ist der Entscheid gefallen: Mit Verzögerung gibt die Gemeinde Cham endlich ihren Entscheid bekannt, wer das Lagerhaus im Papieri-Areal die nächsten Jahre zwischennutzen darf. Den Zuschlag erhielten der Chamer Kampfsport-Verein Shinson Hapkido und die «IG Langhuus», die sich das Gebäude teilen werden.

Das Lagerhaus – im Volksmund Langhaus – des Papier-Areals soll umgenutzt werden, um die Entwicklung des Gebiets «positiv zu beeinflussen« und die Fläche zu beleben. Die Gemeinde veranstaltete deshalb einen Wettbewerb für die Zwischennutzung, an dem sieben Projekte eingereicht wurden (zentralplus berichtete mehrmals).

Ein halbes Jahr Verspätung

Eigentlich hätte schon im Frühjahr 2017 der Entscheid fallen sollen, wer den Zuschlag erhält, nun ist es Oktober geworden. «Die Fläche von rund 600 Quadratmetern wird zu fünf Elfteln von den Erstrangierten Shinson Hapkido und zu sechs Elfteln von den zweitrangierten IG Langhuus genutzt werden», teilte die Gemeinde Cham am Dienstag mit. «Wichtigstes Kriterium war für uns, dass möglichst viele Chamer von den zukünftigen Nutzungen profitieren», sagt Rolf Ineichen, Vorsteher Planung und Hochbau der Gemeinde Cham.

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Um die Zwischennutzung erfolgreich und gemeinschaftlich aufzugleisen, werde nun eine Ad-hoc-Kommission zusammen mit den zukünftigen Nutzern ins Leben gerufen.

Begegnung und Bewegung

Dem Verein Shinson Hapkido, der mit seiner Projektidee den ersten Platz belegt, werden für die Realisation seiner Idee 260 Quadratmeter der Grundfläche von 570 Quadratmeter zugeteilt. Das Projekt-Team des Siegerprojekts wird wie folgt zitiert: «Unser Lagerhus- & Bistro Projekt soll ein einzigartiger Begegnungs- und Bewegungsort mit einer einladenden und aussergewöhnlichen Atmosphäre für Jung und Alt im neuen Chomer Papieri-Areal werden».

Verschiedene Sportarten

Der Verein plant im Innenbereich einen multifunktionalen Raum mit einem Atelier/Werkraum und einem Lager. Für den multifunktionalen Raum gibt es Anfragen für Yoga, Pilates, Zumba, Indoor-Bogenschiessen, Kollektionspräsentationen, Ausstellungen, Workshops, Kurse und mehr. Im Aussenbereich auf dem Geleise ist ein Eisenbahnwagen mit Gastrobetrieb vorgesehen.

Die IG Langhuus wird 6/11 der Fläche beleben, mit einem Marktplatz, Kunst, Design und Handwerk, Ausstellungen und einer Bühne. Die Verantwortlichen sind Roman Ambühl, Nic Baschung und Xaver Inglin. Ambühl: «Einen Ort voller Ideen, Lebensfreude und Begegnungen wünschen wir uns im Langhuus». Auch die IG Langhuus prüfe, ein gastronomisches Angebot zu realisieren.

Gemeinde erhofft sich Synergien

Der Gemeinderat hat den Vergabevorschlag der Jury am 3. Oktober beschlossen und ist erfreut, dass beide Prämierten an der Umnutzung des Lagerhauses mitwirken werden. «Ich bin sicher, es werden sich tolle Synergien ergeben», ist Rolf Ineichen von der Gemeinde überzeugt. «Uns ist es wichtig, dass wir den Umnutzungsprozess nun gemeinsam angehen.»

Bebauungsplan von Regierungsrat genehmigt

Im September 2016 stimmte Cham dem Bebauungsplan und einer Zonenplanänderung für eine neue Nutzung und teilweise Überbauung des Papierfabrik-Areals zu. Der Bebauungsplan ist wegen Einwendungen aber noch nicht rechtsgültig.

Der Entscheid des Zuger Regierungsrats vom 3. Oktober liegt laut Publikation im Amtsblatt momentan in Cham und im Amt für Raumplanung in Zug öffentlich auf. Der Bebauungsplan ist danach mit bestimmten Auflagen genehmigt worden.

Nach Erlangen der Rechtskraft des Bebauungsplans, wird die Einwohnergemeinde Cham als Teil des zwischen Gemeinde und der Cham Paper Group vereinbarten Planungsausgleichs an der Ecke Knonauer-/Fabrikstrasse eine Landfläche von 5’400 Quadratmetern übernehmen können. Auf dieser Landabtretungsfläche befinden sich das denkmalgeschützte Lagerhaus, der angrenzde Gleisraum sowie eine Bauparzelle, die an eine oder mehrere Trägerschaften für eine öffentlich orientierte Nutzung im heutigen Zustand abgegeben werden sollen.

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