Wurden Luzerner Lehrerinnen zu Corona-Massentests gedrängt?
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Ende Januar fand im Maihof-Schulhaus ein breit angelegter Corona-Test statt. (Bild: zvg)

Politiker stellen kritische Fragen Wurden Luzerner Lehrerinnen zu Corona-Massentests gedrängt?

2 min Lesezeit 23.02.2021, 14:08 Uhr

Kürzlich fand am Schulhaus Maihof ein Corona-Massentest statt. Danach wurden kritische Stimmen laut, wie fünf Luzerner Grossstadträte in einer dringlichen Interpellation schreiben. Unter anderem wollen sie vom Stadtrat wissen, ob ihm Fälle bekannt seien, bei denen Lehrerinnen unter Androhung einer hohen Busse zum Test gedrängt worden wären.

Ende Januar fand im Maihof-Schulhaus ein breit angelegter Corona-Test statt. Zuvor war bei vier Schülerinnen und Schülern dieses Schulhauses eine Infektion mit dem mutierten Virus bekannt geworden; die positiv Getesteten wurden sofort isoliert und die betroffene Klasse unter Quarantäne gestellt (zentralplus berichtete).

Die Resultate des Massentests: Von den total 374 Tests fielen 18 positiv aus – bei 13 Kindern sowie fünf erwachsene Personen. Bei zwölf dieser 18 Fälle wurde eine Corona-Mutation festgestellt (zentralplus berichtete).

Dabei wurden auch kritische Stimmen laut, insbesondere in den sozialen Medien. Das halten die fünf Grossstadträte Christov Rolla (Grüne), Michael Zeier-Rast (CVP), Adrian Albisser (SP), Jona Studhalter (Junge Grüne) und Tamara Celato (SP) in einer dringlichen Interpellation fest.

Klarheit über die Situation schaffen

«Für Kritik sorgte bei einigen dieser Stimmen vor allem die kurzfristige Ankündigung, aufgrund derer manche Eltern offenbar erst nach den Tests von der Testung erfuhren», schreiben die Interpellanten. «Zudem gibt es widersprüchliche Aussagen über die Verbindlichkeit der Testung, beziehungsweise, ob und unter welchen Umständen Kinder getestet wurden, die Angst hatten oder sich weigerten.»

Mit ihrer Interpellation wollen sie Klarheit über die aktuell geltende Rechtssituation im Zusammenhang mit der Volksschule schaffen. Zudem wollen sie im Falle weiterer Testungen an städtischen Schulen die Zusicherung erhalten, dass frühzeitig und umfassend über bevorstehende Tests kommuniziert wird und diese kindgerecht durchgeführt werden.

Vom Luzerner Stadtrat wollen sie wissen, wie die aktuell geltende Rechtssituation hinsichtlich Massentests und Quarantäne-Verfügungen ist, und ob Eltern ihr Kind von einer Testpflicht ausnehmen können. Weiter fordern sie Antworten darauf, ob dem Stadtrat Fälle bekannt seien, bei denen anlässlich der Testung im Schulhaus Maihof Lehrerinnen «unter Androhung einer hohen Busse zum Test gedrängt» worden wären und wenn ja, ob dies rechtsmässig war.

Falls nein, so sei davon auszugehen, «dass es sich um ein absichtlich gestreutes Gerücht handelt». In diesem Fall stellt sich den Interpellanten die Frage, ob dem Stadtrat oder dem Rektorat bekannt sei, dass ein solches Gerücht im Umlauf sei, und ob etwaige Massnahmen dagegen in die Wege geleitet worden seien.

Woher die Interpellanten diese Info haben oder auf welche Quellen sie sich stützen, bleibt unklar. Sie schreiben in ihrer Interpellation, dass sich diese kritischen Stimmen «nicht verifizieren oder widerlegen lassen, wenn man nicht selber vor Ort war.»

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