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«Wolfsgötti» werden und andere Ideen
  • Gesellschaft
Das richtige Geschenk zu finden, ist schwierig. Besonders einen Tag vor Weihnachten. (Bild: Emanuel Ammon )

Gute Geschenke in letzter Minute «Wolfsgötti» werden und andere Ideen

4 min Lesezeit 23.12.2014, 11:00 Uhr

Wir schreiben den 23. Dezember. Wer jetzt noch keine Geschenke hat, ist offiziell spät dran. Doch nicht zu spät. zentral+ greift dem Christkind unter die Arme und hilft euch in letzter Minute mit guten Ideen für Mutti, Vati und die Schwiegereltern.

Noch ist nichts verloren. Doch schon morgen ist Heiligabend, wer es also bis jetzt vergeigt hat mit den Geschenken und unterm Weihnachtsbaum nicht ausgebuht werden will, möchte sich sputen.

Grundsätzlich gilt: Finger weg von Verlegenheitsgeschenken wie Geschenkbüchern mit Titeln wie «Lass die Seele baumeln» oder «Ich hab dich lieb». Gegenüber Titeln wie: «Persönliches Geschenkbuch für erotische Stunden» dürfte man ebenfalls in höchstem Masse skeptisch bleiben. Persönlich ist nämlich was anderes. Ein guter Roman beispielsweise – mit handgeschriebener Widmung. Lassen Sie sich also auf ein Gespräch bei Ihrem Buchhändler des Vertrauens ein. Sie haben keinen? Dann ab in die Buchhandlung Schmidgasse in Zug oder in die Hirschmattbuchhandlung in Luzern.

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Von blutig bis beeindruckend

Die Auswahl ist zwar überschaulicher als beim Grossgeschäft Lüthi Balmer Stocker, aber gut. Nun gilt es, herauszufinden, was denn der oder die zu Beschenkende gern liest. (Wenn gar nichts, dann schleunigst wieder raus aus der Buchhandlung und weiterscrollen zu «Piñatas für Partyratten».) Ein packender Krimi gefällig? Wenn blutig, dann Jo Nesbø. Lieber etwas menschlicher? Dann Åsa Larsson. Erzählerisch toll? Das «Havanna-Quartett» von Leonardo Padura. (Beginnend mit dem «Winter». Dann haben Sie für die nächsten drei Weihnachtsfeste schon vorgesorgt.) Darf es etwas Lokales sein? Luzerner Krimis gibt’s von Silvia Götschi, der Krimi «Kalte Schüsse» von Petra Ivanov spielt teilweise im Kanton Zug.

Lieber was Vernünftiges? Schon ein paar Jahre alt aber dafür umso besser: «Die Eleganz des Igels» von Muriel Barbery. Schwer, schön, traurig. Ein Buch für Frauen jeden Alters. Abenteuer für Mann und Frau gibt’s in «Die tausend Herbste des Jacob de Zoet» von David Mitchell. Oder möchten Sie gar jemanden beeindrucken mit Ihrem Geschenk? Dann verschenken Sie «Anna Karenina» von Leo Tolstoi. Wollen Sie jemanden loswerden? Dann James Joyces «Ulysses».

Piñata für Partyratten

Ist der Beschenkte mehr Party- als Leseratte, empfiehlt sich was Aufregendes. Eine Tischbombe beispielsweise, gefüllt mit allem, was der Beschenkte mag. Zigaretten, Oropax, Alka Seltzer, ein Taxi-Gutschein. Leere Tischbomben findet man beispielsweise in Kriens im Ballonshop. Dieser führt im Übrigen auch Piñatas, quasi als subtile Therapiemassnahme für Menschen mit einem leichten Aggressionsproblem.

Noch keinen Plan, was man Grossmama schenken soll?  Wie wär’s mit gemeinsamer Zeit? Etwa eine Fahrt auf dem Zmorge-Schiff in Zug? Dieses einfache Angebot gibt es jeweils von Montag bis Samstag von April bis im Oktober. Sonntags-Brunchs gibt es zudem auf dem Vierwaldstätter– wie auf dem Zugersee. Oder möchten Sie lieber das Klischee bedienen und ihre Grosseltern in Luzern oder Zug auf eine Nachmittagsfahrt mit Kirschtorte einladen?

Die Sippe beeindrucken 

Apropos Zuger Kirschtorte. Wer seine Sippe mit einem Geschenk beeindrucken will und nicht den ganzen 24. Dezember mit Aschenbrödel-Gucken verbringen mag, der kann sich an eine selbstgemachte Zuger Kirschtorte wagen. Betty Bossi erklärt, wie’s geht. Wem die Zeit dazu fehlt, der kann umdisponieren auf selbstgebrannte Mandeln. Simpel, schnell, lecker. (Achtung: Nicht geeignet für Grosis dritte Zähne.)

Brunch-Gutscheine zu verschenken ist schwer in Mode und es gibt auch nur wenig dagegen einzuwenden. Weltoffene Brüder und Schwestern freuen sich jedoch besonders über einen Brunch der anderen Art, beispielsweise beim Türkischen Verein Zug. Nett, wenn man Oliven, üppige Desserts und starken Schwarztee zum Frühstück mag.

Kinder einpacken und raus!

Fehlt noch ein Geschenk fürs Göttikind? Zugegeben, das ist etwas lausig und eigentlich fast schon nicht mehr zu entschuldigen. Doch auch hier bieten sich Lösungen an. Der Tierpark Goldau ist nicht weit und allemal eine Reise wert. Ein Tagesausflug dorthin lohnt sich. Mit Wurst, Zeitungen und Zündhölzern im Rucksack, versteht sich. (Achtung, die frei herumlaufenden Rehe klauen Brot, wenn man nicht aufpasst.) Das kann auch im Winter eine lustige Abwechslung sein. Wer kein Feuer hinkriegt, kann in der Not immer noch auf Pommes im Restaurant umsatteln.

Wer Gutes tun will, verschenkt eine Tierpatenschaft. Einen Feuersalamander gibt’s für 100 Franken im Jahr, einen Wolf für 1’000, ein Wisent für 4’000 Franken. Damit finanziert man ein Jahr lang die Unterhaltskosten fürs entsprechende Tier.

Gemeinsam im Schnee

Auch ein Tag im Schnee kann ein prächtiges Geschenk für ein Göttikind sein. Schlitteln auf der Fräkmüntegg ist geeignet für grössere, mutige Kinder. Eine Bergfahrt von Kriens aus kostet für Kinder oder Erwachsene mit Halbtax 10 Franken. Schlitten mieten kann man ganz oben. Einen Cordon-Bleu-Boxenstopp gibt’s im Restaurant Krienseregg.

Auch Eltern oder Schwiegereltern freuen sich über einen Schneetag. Wohl weniger über eine Schlittenabfahrt als über eine idyllische Winterwanderung mit anschliessendem «Kafi fertig». So beispielsweise vom Eigenthal her in die Gastwirtschaft «Unterlauelen», wo währschafte Kost serviert wird.

Diese Ausflugstipps lösen zugegebenermassen nicht das eigentliche Problem. Nämlich dass man am 24. Dezember nichts Handfestes unter den Baum legen kann. Darum ist es empfehlenswert, selber einen Gutschein zu basteln. Keine falsche Scheu vor fehlendem Mal- und Basteltalent. Normalerweise sind Beschenkte so entzückt über etwas Selbstgemachtes aus Erwachsenenhand, dass fehlendes Talent grosszügig übersehen wird.

 

Haben Sie weitere Ideen, was sich auf die Schnelle noch besorgen lässt und dem Beschenkten Freude bereiten könnte? Teilen Sie uns und den Lesern Ihre Ideen im Kommentar mit.

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