Wohnraum für Flüchtlinge im Salesianum

2 min Lesezeit 01.12.2015, 13:16 Uhr

Auf der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge erhält der Kanton Zug Unterstützung. Die Alfred Müller AG vermietet dem Kanton ab März 2016 die Liegenschaft Salesianum an der Artherstrasse zwischen Zug und Oberwil. Die Zwischennutzung wird voraussichtlich eineinhalb Jahre dauern.

Der Kanton Zug muss gemäss aktuellem Verteilschlüssel rund 60 bis 80 Asylsuchende pro Monat aufnehmen. Um diese Aufnahmepflicht zu erfüllen, hat die Direktion des Innern in den letzten Monaten immer wieder das Gespräch mit Privaten gesucht und abgeklärt, wo und in welchem Rahmen sich Unterkünfte für Asylsuchende finden lassen. Die Alfred Müller AG hat sich nun nach baulichen Abklärungen bereit erklärt, dem Kanton die Liegenschaft Salesianum vom 1. März 2016 bis 31. August 2017 in Form einer Zwischennutzung für Asylsuchende zur Verfügung zu stellen. Danach besteht eine Option zur Verlängerung des Mietverhältnisses. Platz hat es für rund 100 Personen. Untergebracht werden Einzelpersonen und Familien mit unterschiedlichen Nationalitäten, die eine Bleibeperspektive haben.


Wohnsiedlung geplant

«Da das historische Salesianum voraussichtlich noch mindestens 18 Monate leerstehen wird und es sich mit vertretbarem Aufwand als Unterkunft für Menschen auf der Flucht herrichten lässt, finden wir es vernünftig, dass wir für eine solche Lösung Hand bieten»,  sagt Markus Meier Joos, verantwortlicher Bauherrenvertreter bei der Alfred Müller AG. Die Alfred Müller AG plant auf dem Grundstück eine Wohnsiedlung, über deren Bebauungsplan das Stadtzuger Stimmvolk am 28. Februar 2016 abstimmen wird. Das historische Salesianum-Gebäude wurde von 1898 bis 2002 als Haushaltsschule und Internat genutzt und später an die Riverside School vermietet. 2012 erwarb die Alfred Müller AG das Areal im Baurecht von den Menzinger Schwestern. Das historische Gebäude mit der nördlich angebauten Kapelle und dem südlich angebauten Herrenhaus steht unter Denkmalschutz.

 

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