Wohnen & Bauen
Bebauungsplan liegt auf

Vision fürs Bösch kommt in Hünenberg auf den Prüfstand

Das sind die Pläne für den Aussenraum auf dem Bösch-Areal. (Bild: Verein Zukunft Bösch)

Hochhäuser, Foodtrucks, ein Park: Hünenberg will sich im Gebiet Bösch weiterentwickeln. Ein Velo-Hersteller soll hunderte von Arbeitsplätzen in die Gemeinde bringen. Ab Freitag liegen die Pläne auf.

Die Firma Spezialized entwickelt, konstruiert und verkauft hochwertige Velos. Nun will das Unternehmen seinen Sitz nach Hünenberg verlegen. Die Gemeinde will dafür eine Fläche von 9000 Quadratmeter verkaufen – und verspricht sich davon einen Aufschwung. Die Zahl der Arbeitsplätze soll von 3300 auf 5000 steigen.

Eine Ringstrasse soll die Liegenschaften miteinander verbinden und das Quartier verkehrstechnisch erschliessen. Geplant ist zudem ein Parkhaus auf der Parzelle der Tennishalle, samt E-Bike und E-Auto-Stationen. Dass dafür auch einige Parkplätze verloren gehen, sorgte bereits für Diskussionen (zentralplus berichtete). Die öffentliche Parkanlage soll flächengleich nach Norden verlegt werden.

Pläne liegen auf – ausgerechnet in den Sommerferien

Allerdings: Damit die Firma bauen kann, braucht es eine Anpassung des rechtskräftigen Bebauungsplans Bösch-Rothus. Dieser liegt ab Freitag für einen Monat öffentlich auf, wie die Gemeinde jetzt mitteilt. «Um den engen Zeitplan einhalten zu können, erfolgt die öffentliche Auflage ausnahmsweise zum Teil in den Sommerferien», heisst es in der Mitteilung. Die Unterlagen sind auch auf der Website der Gemeinde Hünenberg unter der Rubrik «Aktuell» einsehbar.

Stimmvolk von Hünenberg hat das letzte Wort, wie sich Bösch entwickelt

Das bislang in Cham ansässige Unternehmen Specialized beabsichtigt, im Bösch sein europäisches Hauptquartier zu errichten. Die Firma wird ein Entwicklungs- und Testzentrum für alle Märkte weltweit bauen. Das Projekt soll Raum für bis zu 300 qualifizierte Arbeitsplätze bieten. «Wir sehen im Verkauf des Grundstücks (...) eine grosse Chance für die Gemeinde Hünenberg und die gesamte Wirtschaftsregion Zug West», zitierte die «Zuger Presse» dazu Gemeindepräsidentin Renata Huwyler. «Dies ist für uns ein wichtiger Ansiedlungserfolg.»

Wenn die Verhandlung allfälliger Einsprachen gegen den Bebauungsplan durch sind, haben die Hünenbergerinnen das letzte Wort. Sie stimmen im Herbst oder Winter über die Revision des Bebauungsplans ab – das Geschäft kommt zusammen mit der Abstimmung über den Verkauf des gemeindlichen Grundstückes an die Urne. 

Verwendete Quellen
  • Medienmitteilung der Gemeinde Hünenberg
  • Website der Gemeinde Hünenberg
  • Artikel Zuger Presse
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