Neue Schule und Wohnhäuser

So soll das Pavatex-Areal in Cham künftig aussehen

Die Projektverantwortlichen anlässlich der Vernissage der Siegerstudie (von links) im Mandelhof: Lukas Fehr, Leiter Entwicklung Cham Group; Daniel Meister, Projektleiter Hochbau/Liegenschafte Gemeinde Cham; Gemeinderat Drin Alaj, stellvertretender Bauvorsteher; Thomas Aebischer, CEO Cham Group; Philipp Fischer, Enzmann Fischer Architekten. (Bild: zvg)

Ein neues Primarschulhaus, Wohnungen und Gewerbe: Für ihre Baupläne auf dem Pavatex-Areal hat die Gemeinde Cham einen Projektwettbewerb durchgeführt. Gewonnen hat ein Architektenteam aus Zürich.

Wo früher riesige Maschinen Dämmstoffe hergestellt haben, sollen künftig Chamer Schülerinnen lernen. Geplant ist auf dem heutigen Industriegebiet just neben dem Papieri-Areal eine Primarschule mit zwei Klassenzügen, eine Überbauung mit Wohnungen sowie Platz für Gewerbe (zentralplus berichtete). Die Umnutzung und verschiedenen geplanten Nutzungen durch die Gemeinde und die Cham Group bedingen einen ordentlichen Bebauungsplan sowie eine Umzonung, wie die Gemeinde am Freitag mitteilt. Im Rahmen dessen hat sie einen Projektwettbewerb durchgeführt.

Die rote Fläche will die Gemeinde Cham gemeinsam mit der Cham Group überbauen. (Bild: Screenshot: Schlussbericht)

Wichtig war der Gemeinde dabei, dass das künftige Areal viel unbebaute Freiflächen hat und gemeinsam mit dem Papieri-Areal zu einem stimmigen Quartier zusammenwächst. Insgesamt haben vier Teams am Wettbewerb teilgenommen. Das Siegerprojekt stammt aus der Feder der Zürcher Architekten ARGE Ramser Schmid mit Enzmann Fischer und Skala Landschaft Stadt Raum.

Jury lobt die Verbindung der Freiräume mit dem Papieri-Areal

Bei ihrem Projekt lobte die Jury, wie «selbstverständlich» die Freiräume des Papieri-Areals im Pavatex-Areal weitergesponnen werden. So grenze die Papieri an einen längs gerichteten Spielboulevard im Pavatex-Areal. Die mit Sockel verbundenen Punktbauten ermöglichten «attraktive Durchblicke und qualitätsvolle, mehrseitig ausgerichtete Wohneinheiten». Jedoch kritisiert die Jury, dass die Gebäude sich insgesamt sehr ähnlich sehen, womit dem Areal drohe, eine «in sich geschlossene Siedlung» zu werden.

So stellen sich die Architekten die Spielplätze vor. (Bild: Screenshot: Siegerprojekt ARGE Ramser Schmid, Enzmann Fischer Architekten)

Als Nächstes wird nun das Siegerprojekt gemeinsam mit der Gemeinde Cham und der Cham Group zu einem Richtprojekt weiterentwickelt. Basierend darauf erarbeitet die Gemeinde einen ordentlichen Bebauungsplan.

Vor den Wohnhäusern ist viel grüner Freiraum geplant. (Bild: Screenshot: Siegerprojekt ARGE Ramser Schmid, Enzmann Fischer Architekten)

Wer das Siegerprojekt genauer anschauen möchte, kann dies vom 14. September bis 13. Oktober 2023 zu den üblichen Öffnungszeiten im Mandelhof tun. Dort sind auch die übrigen drei Projekte ausgestellt.

Verwendete Quellen
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