Wohnen & Bauen
Besonders Solarziegel strittig

Musegg-Villa Luzern: Baukommission stimmt für Umbau

Die Villa Auf Musegg 1: In den nächsten Jahren wird das Haus umgebaut und neu genutzt. (Bild: Stadt Luzern)

Die Baukommission des Stadtparlaments hat den Umbauplänen des Stadtrats zugestimmt. Sie fordert jedoch einen Verzicht auf Solarziegel und kritisiert den geplanten Mietzins für die Wohnungen.

Die «Villa Auf Musegg 1» soll umgestaltet werden (zentralplus berichtete). Jetzt kam der Antrag in die Baukommission des Grossen Stadtrats. Dieser hat dem Sonderkredit über 7,36 Millionen Franken zugestimmt.

Der Plan? Ins Erdgeschoss kommt ein Bistro mit Aussenplätzen. In den Obergeschossen der Villa entstehen eine 2,5- und eine 3,5-Zimmer-Maisonettewohnung. In der Remise sind vermietbare Büroflächen geplant sowie eine öffentliche WC-Anlage.

Besonders die Solarziegel sind strittig

Die hohen Kosten sind für die Kommission aufgrund der jahrelangen Vernachlässigung, der denkmalpflegerischen Bedeutung des Objekts und den heute geltenden Normen nachvollziehbar. Grund zur Diskussion gaben die geplanten Solarziegel und die Höhe des Mietzinses für die Wohnungen.

Eine knappe Mehrheit hat sich gegen die Solarziegel ausgesprochen, aus sowohl denkmalpflegerischen als auch energetischen Gründen. Denn mit den Ziegeln könnte die Villa den Schutzstatus verlieren. Dann würden der Stadt 350´000 Franken Unterstützungsgelder aus dem Denkmalschutz verloren gehen, berichtet das «Regionaljournal Zentralschweiz».

Die Kommission fordert zudem, die Rendite durch Vermietung in etwa zu verdoppeln. Sie sehe nicht ein, warum sehr gut verdienende Personen von vergünstigten Mieten profitieren sollten. Mit den bisher geplanten Mieteinnahmen wird die Stadt 1,7 Prozent Bruttorendite erzielen.

Möglicherweise schon 2025 fertig

Die ikonische Musegg-Villa thront über der Stadt, zwischen dem Wachturm und dem Zytturm. Das schlossartige Gebäude mit grosser Parkanlage war in seiner langjährigen Geschichte schon vieles. Von einer Sommerwirtschaft über Wirkungsstätte für Künstler bis zu einem Ort für Seminare.

Seit 1965 gehören das Haus und der Umschwung der Stadt Luzern. Und die möchte das Haus schon länger sanieren und umgestalten. Mitte April letzten Jahres teilte der Stadtrat Luzern mit, dass eine Sanierung zu einem kulturellen und sozialen Mehrwert für das Quartier und die Bewohnerinnen der Stadt führen würde (zentralplus berichtete).

Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2023 starten, die Ausschreibung für den Gastronomiebetrieb bereits im Frühling. Wenn alles gut läuft und der Grosse Stadtrat im Februar zustimmt, könnte das Areal schon im Herbst 2025 fertig sein.

Verwendete Quellen
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