Ehemaliges Schulareal in Kriens

Jetzt soll endlich günstiger Wohnraum entstehen

Die Gebäude der verlassenen Talmud-Hochschule auf der Sackweid in Kriens. (Bild: zvg)

Seit 2020 liegt in Kriens eine Initiative vor, die Wohnraum auf der Sackweid im Obernau fordert. Nach langen Verzögerungen legt der Stadtrat nun einen Gegenvorschlag vor.

Bis vor rund zehn Jahren befand sich auf dem Gebiet der Ober Sackweid im Krienser Obernau eine jüdische Schule. Seither steht ein Teil der Gebäude leer. Das soll sich ändern, wenn es nach der Krienser Mitte und nun auch nach dem Stadtrat geht.

Die Mitte reichte 2020 eine Initiative ein, mit welcher sie eine Umzonung und preisgünstige Wohnungen forderte. Der Einwohnerrat unterstützte das Anliegen, die Umzonung wurde laut einem Artikel der «Luzerner Zeitung» jedoch bis heute nicht vollzogen.

Die Initiative wurde seither nicht mehr behandelt, Bauvorsteher Maurus Frey (Grüne) entschuldigte sich im Januar dafür. Es ist nicht das erste Mal, dass Kriens die Behandlung einer Initiative verpasst (zentralplus berichtete). Maurus Frey versprach, die formale Behandlung der Initiative schnellstmöglich abzuschliessen. Nun ist klar, wie: Der Stadtrat schlägt dem Einwohnerrat einen Gegenvorschlag zur Initiative vor. Das Stadtparlament soll das Geschäft in der Juni-Sitzung behandeln.

Mindestens ein Drittel der Wohnungen soll preisgünstig sein

Konkret plant der Stadtrat, das Areal nicht einer Bebauungsplanpflicht zu unterstellen. Stattdessen sollen revidierte Zonenbestimmungen baurechtlich festlegen, welche Vorgaben eine Wohnsiedlung auf dem Areal erfüllen müsse, heisst es in einer Mitteilung des Krienser Stadtrats. Ein aufwändiger und damit langjähriger Prozess zum Erlass eines Bebauungsplans soll damit wegfallen. «Mit dem Gegenvorschlag wollen wir in einem effizienten Verfahren etwas dazu beitragen, dass späterer Wohnraum preislich attraktiv angeboten werden kann», schreibt die Stadt.

Mindestens ein Drittel der neuen Wohnsiedlung soll als gemeinnütziger Wohnraum erstellt werden. Wie viele Wohnungen konkret entstehen, ist derzeit noch unklar.

Heute existieren auf dem Areal bereits Wohnungen. Das ehemalige Wohnhaus der jüdischen Schule wurde saniert, dort stehen seither Eigentumswohnungen.

Verwendete Quellen
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