Wohnen & Bauen

Stadt verspricht günstige Wohnungen
In Littau entsteht Luzerns neue Mega-Siedlung

  • Lesezeit: 3 min
  • Kommentare: 6
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Hier, am Siedlungsrand in Littau, entstehen in den nächsten Jahren 360 neue Wohnungen. (Bild: Stadt Luzern)

Am Dorfrand in wird in den nächsten Jahren eine riesige Wohnsiedlung entstehen. Auf Grundstücken der Stadt und von Privaten entstehen rund 360 neue Wohnungen. Die Stadt verspricht viele neue günstige Wohnungen.

Das Areal West an der Renggstrasse am Siedlungsrand ist mit rund zehn Hektaren eines der grössten unbebauten Wohngebiete in der Stadt Luzern. Das soll sich aber bald ändern.

Die Stadt Luzern hat einen Bebauungsplan für das Areal präsentiert. Dieser zeigt die Dimensionen des Projekts deutlich auf: Auf acht Baubereichen sollen drei- oder viergeschossigen Gebäude entstehen. Darin gibt es künftig 360 neue Wohnungen. 220 davon sollen von Baugenossenschaften realisiert werden und somit jede Menge bezahlbaren Wohnraum schaffen.

«Die rund 220 zusätzlichen gemeinnützigen Wohnungen sind ein weiteres wichtiges Puzzleteil zur Zielerreichung der Initiative «Für zahlbaren Wohnraum», heisst es im Bericht des Stadtrats. Dort steht auch explizit, dass es ein familienfreundliches Quartier werden soll.

Die Baufelder C und B stehen auf den städtischen Grundstücken. Die Baubereiche H und I bebaut die WGL. Wann die Planung auf den privaten Baufeldern D, E, F und G losgeht, ist unklar.

Dichtes Quartier mit Grünraum

Das zehn Hektar grosse Gebiet gehört verschiedenen Eigentümern. Manche Grundstücke sind in Besitz Privater, andere im Besitz der Baugenossenschaft WGL und auch die Stadt Luzern besitzt zwei Grundstücke im Gebiet. Auf den städtischen Grundstücken entstehen rund ein Viertel der neuen Wohnungen, die restlichen Wohnungen werden auf den privaten Parzellen gebaut.

Auf diesen acht Baufeldern wird die neue Siedlung entstehen.

Ursprünglich war geplant, einen grösseren Teil der Wohnbauzone zu bebauen. Die Stadt hat aber eine städtebauliche Studie in Auftrag gegeben, welche das Potenzial einer anderen Variante aufzeigte. Von der gesamten Wohnzone werden nur sechs Hektar bebaut, dafür werden die Gebäude höher. So entsteht eine dichte Siedlung mit mehr Grünraum zwischen den einzelnen Gebäuden und besserer Aussicht in die Landschaft. Die nicht beanspruchte Wohnbauzone wird in eine Landwirtschaftszone umgezont.

Fünf Einsprachen gegen Pläne der Stadt

Da das Areal am Rande Littaus ziemlich abgelegen ist, ist eine gute Erschliessung zentral. Die Stadt plant hierzu die Buslinie 12 ab Gasshof zu verlängern. Beim Areal Littau West ist eine Buswendeschlaufe geplant.

Die Zonenplanänderung sowie der Bebauungsplan lagen im Herbst öffentlich zur Einsicht auf. Daraufhin sind fünf Einsprachen eingegangen, vier davon von privaten Anwohnern sowie eine von der Baugenossenschaft WGL. Die Stadt hat daraufhin geringfügige Änderungen am Bebauungsplan vorgenommen.

Stadt will vorwärts machen

Nun kommt der Bericht und Antrag zur Diskussion in den Grossen Stadtrat. Der Stadtrat beantragt die hängigen Einsprachen als erledigt zu erklären und die Zonenplanänderung sowie den Bebauungsplan zu erlassen.

Gibt das Parlament grünes Licht, will die Stadt sogleich vorwärts machen. Sie wird ihre zwei Baufelder noch in diesem Herbst zur Abgabe im Baurecht an eine Baugenossenschaft ausschreiben.

Zwei weitere Baufelder hat die WGL kürzlich gekauft. Auch sie will bald ein konkretes erstellen. Zurzeit ist noch offen, wann die weiteren vier Baufelder der privaten Grundeigentümer entwickelt werden. Entsprechende Gespräche zwischen der Stadt und den Eigentümern haben bereits stattgefunden.

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6 Kommentare
  1. Ernst Merz, 03.05.2022, 14:13 Uhr

    Kleine Ergänzung.
    Die Kleinstadt Luzern probiert irgendwie ganz verkrampft, eine Grosstadt zu werden, hmmmm…..

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  2. Ernst Merz, 03.05.2022, 14:11 Uhr

    Unverständlich. Wachstum um jeden Preis. Doch was bringt Luzern der Wachstum. Ist ja klar welche Art von Mieter man hier anzieht. Emmen und Kriens lässt grüssen. Will man so die Steuereinnahmen erhöhen?
    Doch wer will schon dort wohnen? Ich auf jedenfall nicht.

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  3. Weggezogener, 03.05.2022, 09:05 Uhr

    Das war ja das Ziel der Eingemeindung Littaus: Bauland für die Stadt, denn solches gibts in der Kernstadt schon lange nicht mehr. Aber die Littauer haben sich entmündigen lassen.

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  4. M. Moser, 03.05.2022, 08:09 Uhr

    Hmm… und wer soll dort hin ziehen? Wie sieht es aus mit der Anbindung öffentlicher Verkehr? Striche auf dem Papier machen sich schön, aber Papier ist geduldig und nimmt bekanntlich jeden Bleistiftstrich auf. Soll der Luzerner Bürger wieder an der Nase herumgeführt werden? Liebe Stadtluzerner Regierung, bitte definiert doch zuerst mal welches Zielpublikum soll dort hin ziehen? Dann, welche Infrastruktur muss dort entstehen? Sollen ältere Leute dorthin ziehen, dann empfehle ich die Ansiedlung eines Ärztezentrums, Einkaufsläden, soziale Treffpunkte. Aber so etwas «blutleeres» ohne «Fleisch am Knochen» da wird der Stimmbürger wohl nicht mitmachen.

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    1. Peter Hablützel, 03.05.2022, 11:06 Uhr

      Herr Moser, lesen Sie doch den Beitrag:
      Zielgruppe: Genossenschaften und damit Familien und weniger finanzkräftige Leute
      Es gibt einen Bebauungsplan, der öffentlich auflag. Dort werden sicher viele Punkte beantwortet.
      ÖV: Buslinie 12 soll verlängert werden, ebenso wird eine direkte Buslinie via Renggloch nach Kriens und nach Malters eingeführt, sobald das Renggloch fertiggestellt ist. Ob dies genügend attraktiv ist, soll jede Person für sich entscheiden..

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  5. J, Müller, 03.05.2022, 06:53 Uhr

    Kürzlich wandte ich mich an die Stadt wo ich eine nette Antwort bekam , Wan der Baustart Grossmatte West ist weis niemand so genau,, auch ob es je ein Aldi oder Coop gibt weis niemand,,, wann die -Sanierung der Rengg Strasse anfängt ebenfalls , das alles muss mall überhaupt zuerst in Angriff genommen werden auch die Elektrifizierung der Linie 12 all das sind Jahre Lange Träume, das Letzte eine solche Grosse Grünfläche zu Überbauen wäre eine absolute Schande, also Z,Plus es wird wohl noch ewig ewig Dauern, den alleine die Grossmatte West soll ja erst 2025 Fertig sein und da es keine Läden hat, jedenfalls nichts braubares ,,, verlasse ich Littau. Herr B, Gsteiger Projektleiter Luzern nochmals Danke für die Freundlichen Zeilen,

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