Kredite beantragt

Heilpädagogische Schule Zug: Millionenprojekt kommt in Gang

So sieht der HPS-Neubau im Projekt «Tsukamori» aus. (Bild: Visualisierung: zvg)

Das Schulgebäude Maria Opferung in Zug, wo unter anderem die Heilpädagogische Schule untergebracht ist, muss ersetzt werden. Nun geht das Projekt ans Eingemachte. Dazu beantragt der Zuger Stadtrat einen Planungs- und Projektierungskredit.

Das Schulgebäude hat schon einige Jahre auf dem Buckel. In den 60er-Jahren gebaut, zog 2003 die Heilpädagogische Schule (HPS) von Zug in die ehemalige Schule des Klosters Maria Opferung. Ein Jahr später folgten Teile der Primarschule Kirchmatt, eine Gruppe der Betreuung Zentrum sowie die schulischen Dienste Psychomotorik und Logopädie.

Bald soll es einem Neubau weichen. Der Grund: Im Jahr 2011 wurde eine Schadstoffbelastung des Gebäudes der HPS mit Naphthalin festgestellt. Der Schadstoff sei fest mit der tragenden Baustruktur verbunden und könne auch mit einer tiefgreifenden Sanierung nicht vollständig saniert werden, hiess es damals. Im Jahr 2019 hat der Stadtrat entschieden, das belastete Gebäude zurückzubauen und einen Ersatzbau zu erstellen.

Gleichzeitig will der Zuger Stadtrat die Schulanlage Kirchmatt erweitern. Dies, weil dort der Platz zu knapp wird.

2,9 Millionen für Planung von «Hügelwald»

Dafür braucht er Geld. In einem ersten Schritt sind das 2,9 Millionen Franken. Dieser Planungs- und Projektierungskredit unterbreitet der Stadtrat nun dem Grossen Gemeinderat.

Im Herbst 2022 präsentierte die Stadt Zug den Entwurf des neuen Gebäudes der Öffentlichkeit (zentralplus berichtete). «Tsukamori» heisst das Siegerprojekt eines Luzerner Architekturbüros. Auf Deutsch bedeutet das «Hügelwald». In diesem Projekt bleiben die bestehenden Synergien zwischen der Heilpädagogischen Schule und der Schulanlage Kirchmatt erhalten.

Gleichzeitig stärke «Tsukamori» die Identität der einzelnen Areale, hiess es damals. Der HPS-Neubau überzeuge als «leichtes, kompaktes Gebäude», das sich städtebaulich überzeugend in die Umgebung rund um die Klosteranlage Maria Opferung einfüge. Das Schulhaus selbst sei äusserst übersichtlich und die Organisation für die HPS-Schüler leicht fassbar.

Die Erweiterung des Schulhauses Kirchmatt werde «auf intelligente Weise fortgeschrieben». Wobei die bestehenden Freiräume sowohl für eine wachsende Schülerinnenzahl als auch die Öffentlichkeit erhalten bleibe.

Provisorium musste Jahr für Jahr erweitert werden

Der Neubau und die Erweiterung seien dringend nötig, betont der Stadtrat auch im aktuellen Antrag. Seit dem Architekturwettbewerb vor knapp zwei Jahren habe sich das Platzproblem weiter verschärft. «Aktuell kann der Raumbedarf nur mittels Container-Provisorien sichergestellt werden», schreibt der Stadtrat. Diese Provisorien seien seit dem Schuljahr 2020/2021 jährlich erweitert worden.

Das Projekt nimmt nun Fahrt auf. Dieses Jahr berät der Grosse Gemeinderat zunächst den Planungskredit. Kommendes Jahr will der Stadtrat dann den eigentlichen Baukredit beantragen. Gemäss erster Rechnung dürfte das ganze Projekt etwa 57 Millionen Franken kosten. Der Neubau der HPS macht dabei etwas mehr als 30 Millionen aus.

Im November 2025 soll dann das Zuger Stimmvolk über die Baupläne abstimmen. 2026 könnten, wenn alles glattläuft, die Bagger auffahren und ab 2028 gestaffelt die Erweiterung und der Neubau bezogen werden.

Während der Bauphase bräuchte es ein Provisorium für den Unterricht. Dies soll auf einer freien Parzelle an der Kirchmattstrasse 1 bis 3 zu stehen kommen.

Verwendete Quellen
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