Wohnen & Bauen
Projekt der Kirchgemeinde Ebikon

Historischem Bauernhof in Ebikon droht der Abriss

Das 1757 gebaute Bauernhaus in Ebikon soll abgerissen werden. (Bild: Bauinventar Kanton Luzern)

Die römisch-katholische Kirchgemeinde Ebikon will den Schutzstatus eines historischen Bauernhauses aufheben und dieses abreissen. Das geht aus einem aktuellen Baugesuch hervor.

Das Projekt wird mit «Aufhebung Schutzstatus erhaltenswert und Abbruch der Gebäude» beschrieben. Konkret geht es um den früheren Bauernhof an der Riedholzstrasse in Ebikon, der abgebrochen werden soll. Das Wohnhaus Riedholzstrasse 7 und das damit verbundene Wasch- und Brennhaus sind im Bauinventar als «erhaltenswert» klassifiziert.

Bei dem 1757 gebauten Gebäude handelt es sich um ein für «die Zeit und Region charakteristisches Bauernhaus, das trotz verschiedener Überformungen wesentliche Teile seines Erscheinungsbildes erhalten hat», wie es darin heisst. Das Wasch- und Brennhaus sei ein Vertreter einer selten werdenden Baugattung und ursprünglich wichtiger Bestandteil einer bäuerlichen Hofgruppe.

Bauernhof liegt in der Gewerbezone von Ebikon

Das Problem: Die Gebäude liegen in der Gewerbe- beziehungsweise Arbeitszone, wo Wohnen nicht zulässig ist. «Das Wohnhaus könnte bei einem Erhalt rein grundsätzlich nicht dem ursprünglichen Zweck entsprechend weiterbetrieben werden», heisst es im Baugesuch.

Der äussere Zustand des Wohnhauses sei einigermassen intakt, der innere Zustand dagegen sehr schlecht. Originale Bausubstanz sei im Gebäudeinnern kaum mehr in unverändertem Zustand vorhanden. Ein weiteres Problem seien die sehr geringen Geschosshöhen, die viele der Räume im Wohnhaus zu Wohnzwecken faktisch unnutzbar machen.

Gebäude ist nicht beheizbar

Aus Sicherheitsgründen wurde das Wohnhaus vor einiger Zeit vom Stromnetz genommen, eine Zentralheizung gab es nie. Aktuell dienen die Räume als Lagerfläche, oder sie stehen leer. Das Haus ist unbeheizt, da die ursprünglichen und später hinzugekommenen Holzofen ausser Betrieb genommen wurden.

Hinweis: Eine erste Version dieses Artikel basierte auf einem Missverständnis. Der Text wurde daher komplett überarbeitet.

Verwendete Quellen
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