Wohnen & Bauen
Mobiliar hat keine Geduld mehr

Bundesplatz-Brache wechselt den Besitzer

So soll es dereinst am Bundesplatz aussehen. (Visualisierung: nightnurse images GmbH) (Bild: nightnurse images GmbH)

Die Brache am Bundesplatz gehört zwei Immobilienunternehmen. Einem davon wird der Rechtsstreit um das geplante Hochhaus zu mühsam und verkauft das Grundstück deshalb.

Das Baugespann am Bundesplatz gehört wohl bald schon so fix zum Luzerner Stadtbild wie der Torbogen oder die Kapellbrücke. Zumindest als Luzerner Einwohner sieht man sich gezwungen, die Brache neben der Langensandbrücke mit Humor zu nehmen. Denn seit Jahren kommt das dort geplante Hochhaus einfach nicht voran.

Weniger lustig ist die Angelegenheit hingegen für die beteiligten Immobilienunternehmen. Denn die ständigen Verzögerungen kosten Geld. Das Hochhaus entsteht auf zwei Parzellen, die unterschiedlichen Firmen gehören. Einerseits der HRS Real Estate AG, anderseits der Mobiliar Asset Management AG, dem Immobilien-Teil der Mobiliar-Versicherung. Das Hochhaus haben die zwei Firmen als Partnerinnen geplant.

Mobiliar hat keine Geduld mehr

Doch die Mobiliar hat nun offenbar die Geduld verloren. Sie verkauft ihr Grundstück an die HRS Real Estate, wie Letztere in einer Mitteilung kommuniziert. «Bei der zuständigen Fondsleitung seitens Mobiliar gab die lange Dauer bis zur rechtlichen Klärung den Ausschlag für den Verkauf.»

Zur Erinnerung: Nach wie vor ist das Urteil des Bundesgerichts zum Fall hängig. Die HRS Real Estate hatte gegen ein Urteil des Luzerner Kantonsgerichts Beschwerde eingereicht, das Anpassungen im Bebauungsplan forderte. Die HRS freut sich über den Kauf des Grundstücks, weil es die weitere Planung «aus einer Hand» ermögliche.

«Die HRS hofft nun, zeitnah ein Urteil des Bundesgerichts zu erhalten und weiterarbeiten zu können», heisst es in der Mitteilung weiter. «Nach eingehender Prüfung waren Fachjuristen zum Schluss gekommen, dass das Urteil des Kantonsgerichts erhebliche Mängel aufweist.» Die Verantwortlichen seien zuversichtlich, dass das Bundesgericht das Urteil des Kantonsgerichts korrigieren wird.

Das Projekt sieht am Bundesplatz ein knapp 35 Meter hohes Hochhaus vor. Darin sollen 125 Wohnungen und weitere Büroräume oder Einkaufsmöglichkeiten entstehen. Das Projekt ist die Siegerin eines Wettbewerbs von 2016.

Verwendete Quellen
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